Dienstag, 18. Januar 2022

Christmas Brocken Ride 2021


 

Letztes Jahr konnten Moni und ich nur verspätet per Pedes den Brocken am 24.12. dank Motorschaden an unserem Bus erklimmen. Dieses Jahr waren wir pünktlich um 8:30 Uhr in Schierke am Parkplatz um uns mit Vereinskameraden*innen zu treffen. Das Wetter war überraschend mild um die 8 Grad, gewürzt mit Nieselregen und Windböen. Nach dem obligatorischen Gruppenbild, welches wir diesmal in weniger als 5 Minuten hinbekommen haben, radelten wir los.



Diesmal blieb der Verband sehr lange zusammen bevor sich das Feld „zog“. An der kleinen Schutzhütte am Venedigerstein haben wir uns kurz gesammelt, um dann mit neuer Kraft weiter zu radeln.






Vorbei am Gelben Brink und Urwaldstieg fühlte ich mich richtig „erleichtert“, irgendwie rollte es sich besser als noch zuvor am Berg. Und als Moni so an mir vorbeizog und ich noch überlegte an was es liegen könnte, dass ich mich so easy den Berg hoch roller, bleibt mein Blick an Monis Rucksack hängen. Ojeoje, denke ich mir, habe ich doch tatsächlich meinen Rucksack unten am Venedigerstein-Schutzhäuslein liegen gelassen, samt Geld und Autoschlüssel.






Da in meiner Welt an solchen Ereignissen niemals ich schuld bin, denn Moni hätte mich ja darauf hinweisen können, dass mein Rucksack noch unten liegt, und ich meine Frau liebe, durfte Moni die kleine extra Abfahrt genießen, um meinen Rucksack zu retten. Dies wurde von der jüngsten Teilnehmerin Leonie folgendermaßen später kommentiert: „Mein Papa hat gesagt, dass du Moni losgeschickt hast war eine schlaue Entscheidung, denn Moni ist die sportlichere von euch beiden.“ es folgte eine kleine Pause und dann kam der Zusatz: „Und damit hat er recht, wenn ich mir dich und Moni anschaue!“




Bevor ich antworten konnte zog sie, gezogen von Ronalds kräftiger Wadenpower mit etwas E-Unterstützung, davon. Zum Glück war der Wind so stark, dass keiner mein Fluchen (oder war es evtl. sogar Mimimi?), gehört hat. Jedenfalls kamen wir alle irgendwann oben am Stein an, machten unsere üblichen Bilder und wollten nun beim Brockenwirt einkehren.





Zu unserer Überraschung war dieser trotz regen Treibens auf dem Brocken fast leer. Allerdings verstanden wir schnell warum, denn hier wurde 2 G so ausgelegt, dass man trotz Boosterimpfung noch einen zusätzlichen Test benötigte. Da half es auch nicht, die Brockenwirthomepage auf dem Handy aufzurufen und den Satz „ODER Geboostert“ zu zeigen. Egal, dann eben kurz an den Kiosk, im Nieselsturm einen wärmenden Glühwein für die Abfahrt genossen und ab in die Abfahrt.





Wir biegen in der Abfahrt ab auf den Glashüttenweg, jedoch ist schneefrei nicht gleich eisfrei. So mussten wir einigen Stellen eisbedingt etwas schieben.






Am Auto angekommen gab es noch einige Tassen warmen Kinderpunsch oder Glühwein und leckere Pfefferkuchenplätzen von Moni. So schön auch dieser Abschluss war, ich freue mich schon wieder auf nächstes Jahr und einige gemütliche Stunden mit anderen Radbekloppten oben in der engen Hütte.


Bilder - KLICK

Christmas Übersicht 2002-2021 - KLICK

Mittwoch, 12. Januar 2022

MTB Overnighter Reuberg


 

Die Wetternachrichten sagten für Freitag und Samstag -2 – +3 Grad und ein Wechselspiel aus Sonne, Regen und Schnee vorher. Insgesamt eine nicht ganz perfekte Mischung für einen MTB-Overnighter, aber eben nur nicht ganz. So packten wir (Moni, Marco und ich) nach der Arbeit die Räder in den Bus und machten uns nach Esbeck als Startort auf. 

Es geht direkt auf die Trails

Die Dunkelheit kommt

 

Von hier geht es auf den Höhenzugtrail des Külfs, ein genialer schöner, schmaler aber auch anstrengender Weg. Der wetterbedingte rutschige Untergrund wurde durch den Nieselregen zur echten Herausforderung. 



 

Bei Alfeld deckten wir uns in einem Aldi mit Vorräten für die Nacht ein. Fuhren dann noch ein Stück den Leineradweg, um die Leine bei Föhrste zu queren und den Reuberg von seiner flachen Flanke in Angriff zu nehmen. Dabei wechselte das Wetter auch endlich von Nieselregen auf Schnee. 

Vorm ALDI



 

Ein spannender Moment bei solchen Touren sind auch immer die letzten Meter vor der ausgesuchten Schutzhütte denn man weiß ja nie, ob evtl. schon eine Truppe in einer Schutzhütte ist und vor allem, wer es ist. Doch diesmal war unser Ziel, die Reuberg Schutzhütte, leer. Kaum angekommen setzten die üblichen Automatismen sich in Gang. Holz sammeln, Holz sägen, Anzündholz batonieren, Feuer anmachen, trockene Klamotten anziehen, Glühwein und Essen genießen und dabei viel erzählen und lachen. Danach ist das Nachtlager dran und schwups die wupps ist schon wieder ein neuer Tag angebrochen. Feuer wieder anmachen, Kaffee kochen, Nachtlager zusammenräumen, Fahrradtaschen packen und Gästebuch noch schnell mit schlauen Sprüchen füllen und schon geht es wieder in den Sattel.

Anzündholz batonieren

Ingwer Leckerlie





 

Über Nacht hat es weiter geschneit und wir dürfen beim Weiterfahren einen traumhaften Winterwald genießen. Einfacher wurde das Fahren mit dem Schnee nicht und so waren wir froh eine Bäckerei in die Rücktour eingeplant zu haben. 





 

Nach Besuch des Bäckers in Delligsen machten wir uns auf zum Bocksberg und über den schönen Hils-Kammweg weiter hinein in den Wald Richtung Hilsquelle. Diese haben wir allerdings nicht erreicht, da ich in der Abfahrt einen Weg zu früh abgebogen bin. 

 



Egal, auch dieser Weg war wunderschön und führte uns durch Coppengrave hoch auf den Duinger Berg, genauer auf den Babenstein. Aber ich muss gestehen, die Auffahrt (bzw. der Aufstieg, denn an fahren war bei dem Untergrund nicht zu denken) machte mich total fertig. Wir waren froh nach der Schiebepassage endlich den Ith-Hils-Kammweg erreicht zu haben. 







 

Nächstes Ziel war der Leinebergland-Balkon, hier genossen wir nicht nur die Aussicht, sondern auch die letzten Reste in unseren Futtertaschen. Die Abfahrt nach Marienhagen absolvierten wir fast im Schritttempo, denn der Untergrund lieferte kaum Halt. Es folgte der letzte lange Anstieg am Thüster Berg zum höchsten Punkt, den Kantstein mit dem Lönsturm. Irgendwo unterwegs in der Auffahrt haben wir (eigentlich nur ich, aber „wir“ hört sich bei Fehlern besser an) im Schnee doch tatsächlich den eigentlichen Weg verloren und mussten ein Stück Querfeld marschieren. 

Aussicht Leinebergland-Balkon



 

Zum Glück sind Moni und Marco solche „Abstecher“ mit mir gewohnt, allerdings bekomme ich trotzdem viele „Nettigkeiten“ dafür zu hören. Oben angekommen treffen wir auf eine Wandergruppe, diese ist recht erstaunt über Radfahrer ohne Motor und dann auch noch mit leichtem Gepäck für eine Übernachtung. Nachdem wir die üblichen Fragen beantworten haben, nutzen wir die Gelegenheit und lassen noch ein kleines Gruppenfoto von uns vor dem Turm machen. 





 

Eigentlich wollten wir nun den Kantsteintrail runterfahren, doch bei dem Untergrund siegt die Vernunft und wir fahren den kleinen, aber sicheren Umweg über die Kohlfleckhütte. Allerdings sorgt der kleine Trail runter zum Steinbruch nochmals für kurze Adrenalinschübe, denn auch hier rutscht der Reifen mehr als einmal Richtung Abhang. 




 

Irgendwann verlassen wir den Wald über eine Wiese in der Nähe von Salzhemmendorf. Von hier geht es über feste Wege über Ahrenfeld zurück nach Esbeck zum Auto. 

Es war mal wieder ein schöner Overnighter und irgendwie machen mir die Übernachtungen bei Schnee mehr Spaß, allerdings sieht Moni dies ein klein wenig anders…

 

Tourdaten findet ihr auf dem Komoot und Strava Account: