Donnerstag, 5. Mai 2022

Bikepacking Teneriffa - Tag 3 - Von der Südseite über schönen Naturweg zur Nordseite

 

Über den Wolken zum Pausenplatz

Tag 3

(Bericht Tag 1+2)

Die heutige Mission ist auf der Karte schnell gefunden, via Straße hoch auf 2.300 Höhenmeter und dort über Trails runter zum Zeltplatz oberhalb von La Orotava und der schönen Bar,

die wir bei unserem letzten Inselabenteuer so genossen haben. 




Zuerst müssen wir aber zurück auf die Hauptstraße, was bedeutet 250 Höhenmeter abwärts düsen. So kommen wir durchgekühlt auf der Straße an und machen uns an den knapp 25 km langen Anstieg. Wir vernehmen ein Geräusch, welches wir zuerst nicht zuordnen können. Erst als plötzlich einige Skateboardfahrer um die Kurve gesaust kamen, hatten wir ein Bild zum Geräusch. 





 

Kurze Zeit später fuhren wir in die am Berg hängenden Wolken ein, sofort wurde es nasskalt. Zum Glück hatten wir nach bereits 200 Höhenmeter die Wolkendecke bereits durchquert und wir beschlossen eine kleine Pause einzulegen. 








 

Das anschließende Straßenstück ließ sich gut fahren und der Autoverkehr war fast nicht vorhanden. Jetzt verlassen wir erstmals den Wald und haben eine gigantische Fernsicht bis zum Teide und die Wolken weit unter uns. 





 

Am Las Crucitas auf knapp 2.000 Höhenmetern verlassen wir die Straße, um uns ein schönes Pausenplätzlein für eine ausgiebige Siestapause zu suchen.  Auch hier sind wir absolut von der Aussicht begeistert. 



 

Am höchsten Punkt unserer heutigen Tour, mit knapp 2.300 Höhenmetern, erreichen wir den Berg de los Mallorquines und verlassen auf dessen Spitze die Straße in eine andere Welt. Der Himmel strahlend blau, der Boden feuerrot und am Horizont die weiße Wolkendecke stürzen wir uns in die Abfahrt. 






 

Es folgt ein Wechselspiel der Untergrundfarben von weis auf tiefschwarz wieder zurück zu rot, wir juchzen, wir jubeln, wir grinsen um die Wette. 









 

Wir tauchen wieder ein in die Wolkendecke, kommen aus dieser wieder raus und fahren in den Wald ein, genießen einfach die Abfahrt und sind traurig als wir plötzlich über 1.000 Meter tiefer schon an unserem Zeltplatz angekommen sind. Doch was wir dann entdecken, verschlägt uns doch für einen Moment die Sprache. „Unsere Bar“ hat für immer geschlossen und wir haben somit kein Essen und Trinken. 


 

Bzw. wissen wir beide, die nächste Bar ist nur 1,8 km entfernt, aber leider auch weitere 150 Höhenmeter. Doch es hilft nichts, mein Magen knurrt.

Zurück auf dem Zeltplatz hat noch eine Wanderin ihr Zelt aufgeschlagen und wenig später noch ein Pärchen, welches mit dem Auto ankam. Die Nacht verläuft wunderbar ruhig, abgesehen vom Regen, der auf unser Zelt einschlägt. 


54,4 km 1.900 hm 1.550 tm


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