Freitag, 13. Mai 2022

300 Höhenmeter zum Supermarkt - Bikepacking Teneriffa Tag 7


 

Tag 7

Was für eine schöne entspannte Nacht, einzig die Stille irritiert uns hier immer wieder etwas. Man hört keine Vögel, keine Insekten und hier oben auch keine Hunde, einfach nur den Wind in den Bäumen. 


 

Eigentlich hatte ich Moni für diesen Tag eine warme Dusche zugesagt. Allerdings hat der einzige offizielle Campingplatz hier im Westen derzeit komplett geschlossen. Auf der Nordseite ist Regen angesagt und auf der Südseite die Naturplätze sind noch immer coronabedingt gesperrt. So beschließen wir den schönen Naturplatz „los Pedregales“ bei „El Palmar“ anzufahren.

Was uns an dem Plan sehr gut gefällt, es wird viele Abfahrtskilometer geben. Also frühstücken, Sachen packen, bissel den Berg hoch, 250 Höhenmeter mit Grinsen vernichten, die lange Gerade auf der Hochebene bezwingen und 600 Höhenmeter auf 12 Kilometer Abfahrt einfach auf der Straße rollen lassen. Leider geht es dabei wieder runter in die Wolkendecke. 





Mal wieder geht es in die kalten Wolken

 

Was folgt ist eine wunderschöne Route durch Lavafelder und Kiefernwälder. Nach 30 Kilometern landen wir wieder auf der Straße und im Regen. Wir fahren nach „San Jose de los Llanos“, gehen in das erste Restaurant was wir finden, wärmen uns auf und futtern uns erstmal richtig satt. 






 

Wir überlegen wie es weitergehen könnte und beschließen uns irgendwo ein Zimmer zu nehmen. So können wir mal die Sachen waschen, die Powerbanks laden und am wichtigsten, warm duschen. Wir finden ein Hostel in Portela Alta weit oben in einem Seitental. Für den Weg dorthin nehmen wir uns noch den alten Nebel-Lorbeerwald vor. Hier gibt es übrigens auch einen wunderschönen Rollstuhlwanderweg im Lorbeerwald. 




 

Es ist einfach ein Genuss durch einen so alten Waldbestand zu fahren. Egal wie das Wetter auch sein mag, hier passt der Wolkennebel (nicht der Regen) einfach perfekt zur Kulisse. 








 

Irgendwann stehen wir wieder auf einer Straße und von hier geht es nochmals richtig steil aufwärts zur Herberge Bolico. Diese liegt wunderbar und wir haben ein 8er Zimmer für uns allein. Die Gemeinschaftsküche ist mega ausgestattet, aber wir haben nichts, um die Ausstattung auch nur annährend zu nutzen dabei. 




 

Da es noch recht früh ist und es sogar einen Supermarkt nur 3 Kilometer entfernt gibt, beschließen wir noch schnell dorthin zu fahren. Dort waren wir nach einer schnellen schönen Abfahrt auch ruckzuck und haben uns mit vielen nützlichen und noch mehr unnützlichen Vorräten eingedeckt.



 

Zurück waren dann 310 Höhenmeter auf knapp 3,5 Kilometer zu bewältigen. Gefühlt haben wir dabei mehr Kalorien verbrannt wie eingekauft, allerdings nur gefühlt. Wieder oben angekommen genießen wir die warme Dusche und Moni zaubert ein leckeres Essen auf den Tisch, während ich den nächsten Tag plane. 


 (zu Bericht Tag 1 - KLICK)

47 km 550 hm 1.830 tm

7 km 310 hm 310 tm

 

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