Sonntag, 3. September 2017

3 Stunden von Detmold 2017


Schöner Tag mit schönen Preisen.

Die 3 Stunden von Detmold führen über eine schöne kleine Runde mit so einigen Höhenmetern. Der böse Anstieg wurde noch böser, aber auch deutlich schöner, denn anstatt über Beton ging es diesmal über einen kleinen Trail bergan.
Dieses Problem wurde mit Panzertape gelöst.

Noch nicht viel los


Das Starterfeld qualitativ sehr gut besetzt und so wurde vorne richtig Tempo gebolzt. Ca. 300 Meter nach dem Start geht es durch ein kleines Waldstück und danach über eine Wiese den ersten Anstieg hoch. Als ich an der Wiese ankam, waren vorne die ersten bereits oben angekommen.
Grinsebacke

Der Startbereich füllt sich.

Wie an einer Perlenschnur und die dickste Perle ganz hinten...noch!


Bei mir weiter hinten ging es deutlich gemütlicher zu. So erzählten wir über diverse Rennen und ich wurde über Indien ausgefragt. "Meine" 3er Gruppe hielt auch fast 2,5 Stunden, dann musste ich reißen lassen.  Wo ich am Ende gelandet bin ist bis jetzt unklar, aber vorne mit Sicherheit nicht.
Der Mann in Rosa Thomas S. war fast 2 Stunden mein "Zug-Pirat" bzw. Windschattenspender.


Frauen waren diesmal im Verhältnis stark vertreten, denn immerhin 10 % des Starfeldes waren weiblich. Angeführt wurde das Feld von Hannah Kölling, die Powerfrau mit den fliegenden Zöpfen. Moni konnte zwar das Hinterrad von Hannah 2 Runden lang sehen, aber nie wirklich ranfahren. Aber die eigentliche Triebkraft von Moni war das Ziel mich zu überrunden, denn auf dieser Strecke bin ich immer wieder erstaunlich langsam, obwohl ich mich hin und wieder schnell fühle!
Powerfrauen Moni und Hannah


Und spätestens als Hannah mich überrundete wusste ich Moni ist nicht fern. Und so war es auch, kurze Zeit später vernahm ich von hinten: „Auf ihn mit Gebrüll!“ von Ruben und seinem Hinterrad klebend von Moni dazu das undefinierbare Gebrüll: „uhaaaaahhhAAAA!“, plus die deprimierende Frage beim Überholen: „Na, alles klar?“.
Der Zielbereich füllt sich.

Der Kuchen hat dem Ansturm nicht standgehalten.


So landete Moni am Ende einsam in ihrer Altersklasse auf dem ersten Platz und Gesamt hinter Hannah auf dem 2. Platz mit einer Runde Vorsprung auf den 3. Platz.
Leider in ihrer AK alleine.

Monis Preise


Es war mal wieder ein schönes Event in Detmold und die Zeitmessanlage für die Fischteichhölle (KLICK) konnten wir auch gleich mitnehmen.
Meine Pokale

Danke für das schönes Event Bike-Sport Verein Lippe e.V.

Donnerstag, 31. August 2017

Stoneman Miriquid Spaß nur in Begleitung

Mein Highlight auf dem Stoneman - dieser Boxen-Stop!


Immer öfters und immer mehr habe ich vom Stoneman im Grenzgebiet Deutschland zu Tschechien gelesen. Nun war es an der Zeit diesen sagenumwobenen Rundkurs selbst zu erfahren. Zusammen mit Moni und Martin haben wir uns freitags nach der Arbeit auf den Weg gemacht. Als Startpunkt haben wir uns für das Berghotel Pöhlberg entschieden. Warum? Der Biergarten sah perfekt für eine Zielankunft aus. Den Abend haben wir in der Gaststube bei einigen Bier und einem vernünftigen Essen absolviert.


Ein gemütlicher erster Abend nimmt seinen Anfang.

Wehe, wenn die Gläser kleiner werden.

Nach einem leckeren Frühstückbüffet, was wohl aber nur dank einer anwesenden Hochzeitsgesellschaft so großzügig ausfiel, machten wir uns auf den Weg. Der Vorteil, wenn man auf einem Berg startet ist, die Tour beginnt mit einer Abfahrt. Es geht über Forst- und Wiesenwege durch eine schöne Landschaft und ruckzuck sind wir an Stempelstelle 1. 


Der Kopf brummt noch.

Es gab wirklich schöne Abschnitte.

Die Beschilderung ist genial.

So haben wir uns den Weg vorgestellt.

Einfach schön erholsam.

Erste Stempelstelle.

Monis Jagdfieber ist entfacht.



Wenn man der Ausschreibung glauben darf, folgen 8 weitere Gipfel. Denn die Werbung verspricht: „Das einzigartige MTB-Erlebnis; Zwei Länder, 9 Gipfel, 4.400 Höhenmeter warten auf Dich. 162 km pure MTB-Emotion entlang der kulturellen, geschichtlichen und geologischen Highlights des Erzgebirges.“. Unsere Erwartungen sind also nicht gering. 


Guter Anfang, mehr davon.

Die Aussichten waren fast immer super, egal welche Wege.

Leider gab es diesen Untergrund zu oft aus unserer Sicht. Jammern auf hohem Niveau.



Die ersten Abschnitte überraschen uns daher doch sehr, denn es geht zum Großteil über Asphalt oder breite Forstwege. Wir trösten uns, dass bald die Trails des Trailcenter Rabenberg kommen. Doch zuvor gab es eine kleine „Oase des Glücks“. Ein Garten mit vielen schönen Sitzgelegenheiten und einem vollen Kühlschrank. Und das Beste, dieser Hort der Entspannung basiert auf Ehrlichkeit, denn einzig eine Spendendose mahnt die Rechnung an. Wir bedienen uns großzügig und entlohnen für diese schöne Geste noch ordentlicher. 


Kuhtrieb via Motorrad, sah lustig aus.

Highlight!

Selbstbedienung.

Wir lieben solche Stände - Familie Bleyl hat auch eine Pension...nur zur Info.

Wir haben den Boxen-Stop genossen.

DANKE



Doch die Vorfreude auf nun kommende Trails war vorerst auch die einzige Freude, denn an diesem Tag gastierte auch die Trailtrophy im Trailcenter Rabenberg. So fuhren wir mit unseren im Verhältnis federweglosen Mountainbikes an vollgepanzerten mit Federweg bewaffneten Endurorittern vorüber und folgten der Umleitung welche uns leider an den Trails vorbei direkt an die Verpflegung führte. Hier haben wir es allerdings doch sehr lange ausgehalten und die Atmosphäre genossen. 


Umleitung ist nicht schön, aber schön ausgeschildert. 


Trailtrophy

Klaut Madam mir meine Wurst, lebensmüde? 

Bissel Kuchen gab es auch noch.


Beim Essen haben wir weitere Stonemanfahrer kennengelernt und diese haben uns als Mehrfachfinisher des Stonemans die Pension Edelweiß empfohlen. Ein kurzer Blick auf die Karte und wir haben beschlossen es ebenfalls in der Pension zu versuchen, denn die zweite Übernachtung hatten wir vorab nicht gebucht. Auf dem folgenden Weg konnten wir wenigstens noch einige Meter der Trails des Trailcenters erfahren, yeaha. Aber wo es abwärts geht, geht es auch wieder aufwärts. Diesmal hoch zum Auersberg.


Bissel Trailpark haben wir dann doch noch erlebt.
Datt macht Freude.

Martin in der Abfahrt

Moni grinst wieder.

Immer wieder spannend was Moni so fotografiert.


Und wieder einen Berg erklommen.

Mister Navigator.


Hier gab es wieder das Stempelritual und die Aussicht auf viele Downhillmeter bis zur Pension. Die Pension fanden wir direkt am Weg gelegen ohne Probleme. Am Eingang werden wir freundlich von Steffen empfangen. Wir haben Glück und es ist wirklich noch ein 4-Bett-Appartment frei. Doch bevor wir unser Zimmer erobern, gilt es mit einem ersten Radler auf den Tag anzustoßen. 


Moni die Stempelkönigin.

Man-n beachte Monis Glas und unsere skeptischen Blicke was sie nun beim Wirt bestellt.



Während wir nach und nach im Zimmer die Dusche genießen, genießen die anderen zusammen mit den anderen Gästen nach und nach die nächsten Gerstensäfte bis Steffen zu Tisch bittet. Und nun das Genialste, für einen wirklich superfairen Kurs gab es ein 3-gängiges leckeres Hausmannskost-Abendessen. Während sich die meisten in ihre Räumlichkeiten zurückzogen, ging es für uns raus in den schönen Garten bis uns andere Mitbewohner freundlichst zu verstehen gaben: „Bettruhe“. 

Moni`s Bestellung...


War richtig lecker.



Der nächste Tag beginnt mit einem leckeren Frühstück und netter Verabschiedung von den Gastgebern. Der nächste Wegeabschnitt gehört wohl zu den „kulturellen Highlights“. Wir erreichen den Chinesenmarkt direkt hinter der deutschen Grenze, vorbei an „meinem“ Sporthotel der Rennradtour von Prag zum Possen (KLICK) welche mich auch schon durch dieses Gebiet geführt hatte. 


Unser einziges Gruppenbild der Tour.

Ausgang Chinamarkt

Die Pension meiner Rennradtour, die Pizza war super hier.



Die nächste Stempelstelle am „Blatensky vrch“ erreichen wir genau richtig, denn zufällig ist der Besitzer der kleinen Holzbude zum Nachfüllen seiner Theken so früh morgens anwesend und so können wir ihm Kaffee und Eis abschwatzen. Nach und nach kommen alle Edelweißmitbewohner an uns vorbei und staunen über unser Eis in der morgendlichen „Eiseskälte“. 


Endlich vernünftige Wege.

Es geht aufwärts!

Hab ich auf Monis Kamera entdeckt...

Eis am Morgen vertreibt...



Weiter geht es hoch auf den 1.028 Meter hohen Pleßberg. Und hier sitzen wirklich alle, die wir bisher auf dem Stonemanweg gesehen und kennengelernt haben. Wir begrüßen uns wie alte Freunde und bleiben hier wohl alle länger hängen als geplant. 


Dass wir an diesem schönen Cafe vorbei sind, halte ich noch heute Moni und Martin vor.

Ganz oben auf dem Turm sieht man am besten.

Moni kümmert sich wie immer zuerst um die Stempel.

Aussicht genießen.

Pension Edelweiss wieder angetreten.



Die nun anstehende Abfahrt ist endlich mal mit etwas fahrtechnischem Anspruch gespickt, aber irgendwie sind wir davon so überrascht, wir steigen alle am unteren Teil sicherheitshalber ab und schieben einige Meter. 


Endlich mal bissel Abfahrt und wir schieben!

Wer schiebt hat mehr Zeit um die Natur anzuschauen.

Mal wieder schöne Aussichten.



Leider geht es danach wieder über viel Asphalt und breite Waldwege weiter. Irgendwie haben wir uns diese Runde „traillastiger“ vorgestellt. Nicht falsch verstehen, die Landschaft ist schön, aber von purer Mountainbike-Emotionen sind wir weit entfernt an dieser Stelle der Runde. Und während wir darüber philosophieren was denn eigentlich für uns pure MTB-Emotionen sind, kommen wir am Fuße des Klinovec an.


Datt war schon was Feines da oben.

Ab in die kleine schnelle Abfahrt.

Aus dem Waldstück über uns donnern fröhlich jubelnde Mountainbiker über schmale Trails. Cool, hier ist auch ein Trailpark samt Lift hoch auf den Klinovec. Und nun kamen die MTB-Emotionen für 10 Kilometer wirklich zum Vorschein, denn wir haben den Stoneman verlassen und fahren die Trails des Trailparks Klinovec. 


Gondelkönige

Moni erklärt die Kartenwelt,...

...Martin schaut lieber ganz genau nach.

Über 10 Kilometer geniale Trailabfahrt.

Radl-Paradies

Zischhhhh

tzzzzzzzzzzzzz

Zu schnell für die Kamera!



Wir genießen und jubeln, und unser absolut breites Mountainbikegrinsen ist zurück. Doch plötzlich aufkommende dunkle Wolken zwingen uns die Weiterfahrt zu unterbrechen und einzukehren. Für die nächsten 20 Minuten kommen Regen und Hagel von oben, während wir eine warme Suppe löffeln. 


Wieder hoch...

Ab Richtung Fichtelberg.

Regenjacke an, Regenjacke aus, Regenjacke an...

Fichtelberg

Ab über die Rodelstrecke.


Auf den nun folgenden Kilometern zum Fichtelberg und weiter zum Bärenberg gibt es immer wieder kleine wirklich schöne Wegeabschnitte. Genau richtig dosiert um sich nicht vollends über das Forstweggeballere aufzuregen. Da es bei Erreichen der Gaststätte am Bärenberg wieder anfängt zu regnen, rücken alle unter einem großen Regenschirm etwas enger zusammen. Hier bekommen 2 anwesende Mountainbiker mit wie wir uns über die fehlenden Trails auf der Runde unterhalten und bieten uns prompt an, nun nicht dem Stoneman, sondern für einige Kilometer ihnen zu folgen. So kommt es, dass wir nun einige kleine feine Abfahrten genießen dürfen, bevor wir wieder auf die Beschilderung des Stoneman stoßen. 


Vorletzter Stempel am Bärenberg.
Wir bekommen Extratrails, JUHU!

Aber auch Extrahöhenmeter.

Danke Mr. Unbekannt für die schönen Extras!


Jetzt lag zwischen uns und dem Biergarten oben auf dem Pöhlberg nur noch ein Anstieg. Allerdings entpuppte sich dieser Anstieg auch als der steilste auf der gesamten Runde. Aber auch diesen meisterten wir mit der magnetischen Anziehungskraft des Biergartens. Nun noch ein letztes Mal die Kontrollkarte stempeln und sich gegenseitig auf die Schultern klopfen. 


Letzter Stempel!

Alle erreicht.



Was bleibt ist eine schöne Runde, die aber erst durch die Mitfahrer zu etwas Besonderem wurde. Von puren 162 Kilometern Mountainbike-Emotionen ist die Runde doch recht weit entfernt für uns. Keine Frage, ein gewisser konditioneller Anspruch wird gefordert, technisch ist die Runde bis auf wenige kleine kurze Stellen aber absolut anfänger- bzw. familiengeeignet (nicht an 3 Tagen). Der Reiz diesen Weg an einem Tag durchzufahren ist jedenfalls nicht aufgekommen. Warum auch? Denn ein weiteres schönes Highlight sind die vielen Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke. 


Stolzer Besitzer eines neuen schönen Pokals.


Fazit von Moni, Martin und mir: Jederzeit gerne wieder, aber nur erneut in Gruppenstärke mit viel Einkehrzeit. 


Aber egal wie, der Pokal ist schon einer der schöneren Staubfänger in unserem Regal. 


Auch wir feiern uns, mal wieder ein schönes Wochenende auf dem Rad erlebt.



Eine Tatsache ist für Radfreunde allerdings auch noch Fakt, dieses kleine Dreieck aus Trailcenter Rabenberg (KLICK), Trailpark Klinovec (KLICK), Stoneman Miriquid (KLICK) und den vielen schönen Trails dazwischen, ist eine weiterer Anreise wert und bietet für alle Könnensstufen genug, um für mehr als nur ein Wochenende im Jahr Radlspaß zu erleben.



Berghotel Pöhlberg (KLICK): Die Zimmerpreise würden wir als leicht zu hoch einstufen für die Gegenleistung. Absolutes No-Go, nach der Onlinebuchung gab es keine Rückmeldung. Telefonisch war keiner zu erreichen. Vor Ort den Service darauf angesprochen, antwortete vom Chef: „Wir haben besseres zu tun als nur zu telefonieren und ziehen deshalb das Telefon raus!“ Und so wie der Chef wirkte alles, irgendwie altbacken. Das Essen und Frühstück war fair bepreist aus unserer Sicht, hätte aber entsprechend der Qualität auch nicht mehr kosten dürfen. Der Biergarten liegt aber mega geil über der Stadt.


Pension Edelweiß (KLICK): Ganz klar für uns ein Highlight der Runde. Klar gibt es deutlich günstigere Zimmer jenseits der Grenze, aber bestimmt nicht mit solch einem Herzblut geführt. Genauso erwarten wir eine Unterkunft entlang eines solchen Weges. Die Hausherrin für alle da. Aber ich glaube sie würde jeden, der es wagt mit dreckigen Socken ins Haus zu marschieren, an den Ohren ziehend zusammen mit einem Eimer warmen Wasser wieder vor die Tür setzen. Hach, man hat sich sofort irgendwie wie früher daheim bei Mutti gefühlt. Weiter so und aus unserer Sicht empfehlenswert. 

Was bedeutet eigentlich Miriquidi? - KLICK