Mittwoch, 15. April 2015

Von Bratislava und Wien nach Györ und Budapest



unsere ersten "Einheimischen"


Was bringen all die Planungen und Strecken-Klick-Sessions auf Gpsies, wenn das Wetter einem am Ende die Touren nicht wirklich gönnt? Endlich Urlaub geht es Freitag ab auf die Autobahn Richtung Tschechien. Hier sollte unser erster Stopp in Pilsen sein. Eine alte UCI-Mtb-Strecke wollten wir abfahren und danach lecker Knödel futtern. Doch kaum in Tschechien war das Wetter nicht gastfreundlich und wir entschieden uns direkt weiter nach Bratislava zu fahren. Nachts um 3 Uhr kommen wir am Campingplatz mitten auf der Donau an und legen uns schlafen. 

Ausblicke an der Donau

Frühstück an der Donau
 
Bekloppter an der Donau

Irgendwann wackelt jemand am Bus, sofort sind alle Sinne beisammen. Man hat ja schon vieles gehört, also Attacke raus aus dem Schlafsack und mit viel Gebrüll nach draußen stürmen. Doch genau dies war das Schlagwort: Sturm. Ein Wind so heftig, dass der ganze Bus wackelt und ich alle Mühe habe wieder einzuschlafen ohne Seekrank zu werden.

hier ist tierisch viel los

Hunde, Ziegen, schafe, Ponys und sogar Schweine rennen zusammen über den Platz



Am Morgen, entdecken wir um uns rum nichts außer Wasser und Ziegen, die mit kleinen Ponys um die Wette rennen aber keinen Campingbetrieb. Der Platz hat, obwohl es so im Netz steht, noch nicht geöffnet. Wir überlegen ob es überhaupt Sinn macht bei diesem starken Wind mit dem Rennrad nach Wien zu fahren, denn das war unser Plan. Eine Rennradtour von Bratislava durchs Hinterland nach Wien und entlang der Donau zurück. Doch unsere in Dänemark gesammelten Erlebnisse  bei Sturm (Hier geht’s zur Dänemarkstory) lassen uns im Bus wieder Platz nehmen  und die Straßenkarte studieren. Okay, ab nach Györ und von dort nach Budapest. 

Der Wind ist schon heftig an der Donau

ich finde das Schild irgendwie genial



Um bissel Geld zu sparen verzichten wir auf eine Vignette und fahren über die Landstraßen, ein Abenteuer für sich alleine! In Györ angekommen haben wir ein echtes Parkplatzproblem mit unserem Bus. Alle größeren Parkplätze haben eine beschränkte Einfahrtshöhe. Doch irgendwann entdecken wir einen passenden Parkplatz und nehmen ihn ein. Schnell zum Parkscheinautomaten und uff, stimmt ja, hier gibt es noch eine andere Währung. Also rennt Moni zum Bankautomat, der spuckt natürlich nur Scheine aus, also ab zum nächsten Bäcker ein Brot kaufen, doch auch der gibt nur Scheine zurück, also noch ein Brötchen dazu nehmen und endlich haben wir Geld für den Parkautomaten. 

Spaziergang durch Györ

kleine und auch einzige Touristengruppe in Györ

Moni abgegeben und versorgt

um mich selbst gekümmert!!!



In der Innenstadt von Györ gibt es einen schönen kleinen Marktplatz, einige alte Kirchen und große Kuchentheken, das war´s dann aber auch schon. Also ab in den Bus und über die Landstraßen nach Budapest fahren. In Budapest selbst hat nur ein Campingplatz zu dieser Jahreszeit offen. Ab hin und die Burg aufbauen. Doch was ist das? Direkt hinter unserem Zelt ist ein Waldhang und da kommen fröhlich juchzende Mountainbiker durch den Wald geballert! Ha, wir haben unser Auto ohne es zu wissen am Budapester Downhillhang aufgebaut, genial! 

Erste Nacht in unserem neuen Domizil

Schöner kleiner Campingplatz in der Nähe von Budapest



Aber zuerst gilt es Budapest zu erkunden und da gibt es wirklich viel zu sehen. Obwohl unser Campingplatz einiges vom Stadtkern entfernt ist, kann man über wunderschöne Radwege durch fröhlich belebte Parks ohne Probleme mit dem Autoverkehr zu bekommen bis an die Donau radeln und von dort in die City. Vorbei an Burgen, Herrenvillen und vielen Kirchen bis hin zum Parlament. Wir fahren in den Margit-sziget-Park der mitten in der Donau, mitten in Budapest liegt. Und obwohl Moni los ist um sich ein Eis zu kaufen, kommt sie mit einem halben Liter Glühwein zurück und sagt nur: „Der roch so gut!“. 

bissel Turnen

bissel Posen

bissel Aussicht genießen

bissel (halber Liter) Glühwein zum Frühstück



Nach der grünen Insel haben wir uns in die bunte City aufgemacht und bei so einem Ausflug ist es nur eine Frage der Zeit bis der große Hunger kommt. Und genau in diesem Moment entdecken wir einen gigantischen Grillstand mit allem was uns glücklich macht. Ruckzuck landen ein ungarischer Grillspieß, ein Fladenbrot mit Gulasch gefüllt und noch so einige andere Grillspezialitäten auf unseren Tellern. 

schöne Innenstadt

schönerer Grill

datt Zeugs iss sooooo lecker



Bei all den Sehenswürdigkeiten verfliegt die Zeit und wir machen uns auf zurück zum Campingplatz. Leider hat die Liftanlage für die Downhillstrecke schon zu, aber was soll`s, wir sind ja gestärkt. Also ab in den Uphill, eine gigantische Aussicht ganz oben über Budapest genießen und über die schönen Trails direkt bis ins Zelt rollen. 

über die Fischer-Bastei

einem genialen Cafe über der Stadt

geht es ganz hoch über die Stadt, zu einem super Trail

bis direkt ins Zelt hinein!



Da am nächsten Tag Regen gemeldet ist, beschließen wir unseren Standort erneut dem Wetter angepasst zu wechseln, ab nach Kesthely am Plattensee. 

Ausfahrt aus dem Campingplatz



Was wir dort am größten Thermalsee erlebt haben und bei unserer Radtour rund um den Plattensee, könnt ihr hier lesen. (KLICK)

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