Dienstag, 4. Juni 2019

Polen - Tschechien Traumtrailtour 2.0



Wenn man wie wir den Luxus genießen kann, 4 Tage am Stück die Trails des Singltrek pod Smrkem mit Freunden zu surfen, bekommt man plötzlich Luxusprobleme. Der sogenannte Flow wird überstrapaziert und man braucht zwischendurch mal wieder natürliches gröberes Geläuf. Ich mein für was hat man so viel Federweg unterm Bobbes?


Luxus - Flowüberdruss

So haben wir uns abends hingesetzt, um unsere Traumtrailtour (Klick zur alten Version) (Klick zur ursprünglichen Winter-Version) anzupassen. Anpassen bedeutet, die Passagen, die wir bei der letzten Fahrt als nicht gut empfunden haben, durch eine andere Wegeführung zu ersetzen.


Solche Stellen haben wir rausgenommen.

So ging es an einem Samstagmorgen zu fünft nach dem Frühstück gemütlich los. Unser Weg führt uns vom Singltrekcentrum über die schwarzen Routen rüber bis hoch nach Polen zum großen Parkplatz. Hier entdecken wir ein uns bis dahin unbekanntes Singltrekwegeschild. Da die Richtung passt, nehmen wir den Trail und wir sind begeistert.




Schöner Schlangentrail

Noch erstaunter sind wir an der ersten Wegegabelung. Hier gibt es einen Abzweig direkt zum Gondeleinstieg hoch zum Smrk (Tafelfichte). Wir folgen aber weiter dem Trail, kommen an einer genialen Bikepackinghütte vorbei und genießen die Wegeführung. Erst an einer Stelle, an der der Trail aufwärts Richtung Heufuder nach Westen abknickt, verlassen wir den Singltrek und fahren weiter aufwärts Richtung Osten.


Abzweigung zur Gondel.






Kaum oben geht es über eine Betonstraße abwärts bis ins Tal zurück und von hier auf den MTB-Weg 22. Ab hier fahren wir stätig weiter bergan. Wer möchte kann noch den Abstecher zum Höhleneingang Sztolina kopalni kwarcu machen, wir fahren diesmal daran vorbei, rein in die Schiebe- und Tragepassage.







Diesen Abschnitt haben wir auch bewusst weiterhin in der Tour gelassen, denn wer solche Abschnitte nicht mag, mag auch den Rest der Tour nicht. Wer dieses Stück Abenteuer nicht möchte, muss geradeaus weiterfahren.





Oben angekommen geht es via Trail zum Berg „Abendburg“ hoch. Hier stehen einzelne Felsformationen wie kleine Burgen umgeben von Blaubeersträuchern. Anbei ein kleiner Zusammenschnitt unserer Pause an den Felsen.



Weiter geht es durch einen ehemaligen Steinbruch „weiße Flins“, der mit seinen alten verlassenen Gebäuden eine interessante Aura ausstrahlt.










Der Weg führt nun mit leichtem Auf und Ab über den Höhenzug und bietet immer wieder geniale Panoramen. Eines der Highlights der letzten Tour war das Hochmoor bzw. der geniale Trail hindurch. Leider ist der Hochmoorpfad mittlerweile komplett gesperrt und wir bitten wirklich alle, diese Sperrung zu respektieren. Die Umfahrung erfolgt über Schotterwege bis zum Traumtraileingang.






Glaubt uns, die Suche nach dem Einstieg zu diesem Traum-Panorama-Trail und allem was nun folgt, lohnt sich. Aber mit der Einschränkung, alles was nun kommt, ist definitiv nichts für Leute, die ihr Rad nicht im groben Gelände beherrschen. Für alle anderen, viel Spaß bei dem kommenden Traum-Natur-Trails.







Hat man den versteckten Einstieg gefunden, (in der Wiesenabfahrt links, über den Felsenhaufen klettern) führt einem der Trail bis zur Bergstation der Gondel. Wir steuern diese aber nicht an, sondern fahren noch 100 Meter weiter zum alten „Heufuder“. Hier kann man bei genialem Panorama super leckeren Blaubeerpfannkuchen genießen.





Und umso mehr man von dem Blaubeerpfannkuchen genossen hat, umso gemeiner und brutaler sind die kommenden 500 Meter. Doch hat man den steilen Steinpfad bezwungen, geht es auf schönen Trails weiter zum Aussichtsturm auf dem Smrk (Tafelfichte). Genießt einfach den Ausblick und sammelt Energie, denn nun folgt ein brachialer, aber genialer Felsbrockenweg. Wer wie wir Spaß an solchen ruppigen Wegen hat, wird das Grinsen nicht aus dem Gesicht bekommen und den Adrenalinkick genießen. Allen anderen toi, toi, toi.






Fast unten, fällt doch noch einer.

Bei unseren bisherigen Touren kam nach diesem Abschnitt eine Trage- und Kletterpassage. Diesmal haben wir jedoch umgeplant und was soll ich sagen? Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert. Es geht über wilde Naturpfade abwärts bis man direkt am Einstieg zu einem „schwarzen Singltrek“ von dem Naturtrail ausgespuckt wird.



Und siehe da, auf den folgenden angelegten Trails ist sofort ein anderer Flow wieder vorhanden und es kommt einem plötzlich alles so easy flowig vor. Doch egal wie, so viel Flow lässt meine Magenanzeige immer schnell auf „low“ springen. Also ab über die Trails zur Schmalzbrothütte (Hubertka) und die Bremsanker ziehen und erstmal wieder runterkommen.




Nach dieser Stärkung sind die kommenden Kilometer über die Trails ein Klacks und werden von unzähligen „yippies“ und „yeahas“ mit einer Tonspur versehen. Für uns endet die Tour am Trek-Centrum, denn nur wenige Meter entfernt haben wir unsere Hütte. Wer noch bis zum Singltrekcentrum weiter muss, braucht einfach nur noch der Beschilderung folgen.


Feierabend Häppchen

Randolf, Albert, Bertie und Moni, diese Tour hatte durch euch einen ganz eigenen Spirit, danke für diesen genialen Radl-Tag.

((Der Besuch des Singltrek pod Smrkem war für uns ein Teil „unseres“ #BTT2019 (KLICK). Aktuelle Bilder des #BTT2019 posten wir ständig auf Instagram, wir würden uns freuen, wenn ihr uns dort folgen möchtet. (KLICK zum Instagram-Profil))

GPS-Daten auf Gpsies - KLICK 

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