Donnerstag, 17. Mai 2018

Kostenloses PKW-Fahrsicherheitstraining

Und plötzlich kommt die Wasserwand!

Regelmäßig lesen wir alle von schweren Unfällen. Von Unfällen mit Lkw, Pkw, Fahrrad oder Fußgängern.

Nicht selten gehen diese Unfälle für eine der beteiligten Parteien leider tödlich aus. Umso weniger kann ich es verstehen, wenn Verkehrsteilnehmer den anderen Verkehrsteilnehmern zu nahekommen und den Sicherheitsabstand bewusst unterschreiten.

Wie schnell man Regeln überschreiten kann, belegen leider einige meiner Bußgeldbescheide wegen zu hoher Geschwindigkeit. Diese habe ich zum Glück bisher nur für geringe Überschreitungen bezahlen müssen.

Vor kurzem hatte ich aber ein kleines „Aha-Erlebnis“ mit meinem Ford-Bus. Auf einem Verkehrsübungsplatz konnte ich mal austesten, was diese geringe Geschwindigkeits-Überschreitungen und Abstands-Unterschreitungen für Folgen haben können.

Ich muss sagen, wenn man mit dem Fahrzeug in die Wasserwand reindonnert und sich vorstellt, dies hätte nun ein anderer Verkehrsteilnehmer sein können, wird es einem schon etwas anders in der Magengegend.

Was leider nicht dargestellt/vermittelt wird auf den Verkehrsübungsplätzen (mir zumindest nicht bekannt) ist die Tatsache was passiert, wenn man den seitlichen Abstand zu einem Radfahrer nicht einhält bzw. wie sich dies für den Radfahrer anfühlt.
Aber, und dies ist viel wichtiger, man lernt, wie wichtig der generelle Abstand sein kann. Man lernt, was nur wenige km/h schneller ausmachen können. Man lernt, wenn man es zulässt, umsichtiger zu fahren und wie das eigene Fahrzeug in gefährlichen Situationen reagiert.

Jetzt werden sich wieder einige Fragen, was hat dies mit dem Thema Rad oder Velo überhaupt zu tun? Nun, auch ich fahre viel Fahrrad, aber ich fahre auch viel mit dem Auto samt Fahrrad im Kofferraum.

Und ich hoffe mit dem absolvierten Fahrsicherheitstraining die Wahrscheinlichkeit jemals zu einer Unfall-Partei (im schlimmsten Fall mit tödlichem Ausgang) zu gehören, zu verringern.

Von daher kann ich nur jedem empfehlen auch mal an einem solchen Fahrsicherheitstraining teilzunehmen. Und was vielleicht einige nicht wissen, die Fahrsicherheitstrainings werden bezuschusst. Teilweise von einigen Unfallkassen oder Berufsgenossenschaften sogar zu 100%.

Ich selbst habe das Glück in einem Betrieb tätig zu sein, der der BGHM angehört. Diese bezahlt allen Versicherten das komplette Fahrsicherheitstraining. Ruft einfach bei eurer Berufsgenossenschaft an und erkundigt euch nach dem Förderbetrag und der Vorgehensweise.

Mit etwas Glück unterstützt euch euer Arbeitgeber auch noch, denn auch er hat etwas davon, wenn ihr die Wahrscheinlichkeit eines Verkehrsunfalls verringert.

Man kann gegenüber dem Arbeitgeber auch mal die gesetzliche Pflicht zur Gefährdungsbeurteilung erwähnen. Denn der Arbeitgeber muss auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung ermitteln und festlegen, welche Aus- und Fortbildungsmaßnahmen für die Nutzung dienstlich genutzter Fahrzeuge erforderlich sind. Ergebnis kann ein Fahrsicherheitstraining im Rahmen der Aus- und Fortbildung sein. Eine allgemeine Pflicht zur Durchführung eines Fahrsicherheitstrainings gibt es aber nicht.

Ein Anruf bei der eigenen Versicherung kann sich auch lohnen, denn auch hier gibt es Versicherungsträger welche die Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining nachträglich honorieren.

Aus meiner Sicht gibt es nichts was als Fahrzeugführer gegen eine Teilnahme an einem solchen Training spricht. Von daher mein kleiner Appell an euch, schaut euch das Thema mal genauer an und fahrt danach entspannter durch die Welt.

Anbei noch einige Links zu dem Thema:
Von der BGHM zugelassene Fahrsicherheitspartner - KLICK -
Übersicht der BG-Rabatte beim ADAC Fahrsicherheitstraining - KLICK -
Infoflyer der BGHM zum Fahrsicherheitstraining - KLICK -

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