Donnerstag, 18. September 2014

Deutsche XCO Hobbymeisterschaft



Deutsche XCO Vizemeisterin Hobby


Moni:

Am Freitag sind wir losgefahren um uns schon einmal mit der Strecke vertraut zu machen und uns in „Fachgesprächen“ mit den anderen Teilnehmern auf Samstag vorzubereiten. Schließlich war es unser erstes richtiges XCO-Rennen und dann gleich Bundesliga-Finale. 

Die Stars der Szene waren auch schon da!



Als nach der ersten Hälfte der Proberunde Frank verkündete „irgendwie geht meine Bremse nicht“ stand fest, dass aus unserem ursprünglichen Plan nichts wird. Ich wäre sehr gern am Freitag noch ein oder zwei Runden mehr gefahren, da nur eine Proberunde bei der Strecke mir kein besseres, sondern eher ein schlechteres Gefühl bescherte. Ich bin die Abfahrten teilweise runtergewackelt. Mit einem sicheren Fahrgefühl hatte das nichts zu tun. Ok, was soll`s? Also Räder eingeladen und zurück nach Peine. Zum Glück hatten wir noch eine Ersatzbremse zuhause liegen und Frank konnte das Problem beheben. Relativ früh lag ich im Bett und meine Gedanken kreisten um die bevorstehenden steilen Auf- und Abfahrten…

Moni und Bene ackern sich den Anstieg hoch.



Samstagfrüh kamen wir dann pünktlich in Bad Salzdefurth an und sind noch eine Runde gedreht. Das klappte schon besser. Leider war das Wetter nicht mehr ganz so schön. Es war grau in grau und nieselte. Nach und nach flogen auch die anderen Eulen ein.

Mit Volldampf um die Kurve



10:30 Uhr war es dann soweit. Der Start der Frauen zusammen mit der U18-Jugend. Ich sagte mir um mich selbst etwas zu beruhigen „Es sind nur 45 Minuten. Die wirst du schon sturzfrei überstehen können!“. Und schon fiel der Startschuss. Los ging es. Ich konnte mich gleich an Position 2 setzen. Es ging ca. 1,2 km den Berg hoch und dann in den ersten und einzigen Trail, der einen irgendwann unten im Ort wieder ausspucken sollte. Erst kurz steil bergab dann in steilen Kurven wieder bergauf auf eine Gerade. Bloß ruhig hochkurbeln um nicht wegzurutschen. Geschafft! Dann kam sie, die Abfahrt vor der es mir so graute. Sie kam immer näher. Konzentrier dich, suche die richtige Linie und fahre bloß nicht über die markierten Steine und Wurzeln und schwupp, war ich auch schon drüber hinweg! 

Verdammt können die Beine brennen...

Yeaha, ab in den Downhill


Jetzt nur nicht zu schnell werden und immer schön die Spur halten. Auf in die nächste steile Auffahrt und da schreit mich auch schon Frank an „Los, zieh!!!“.  Und ich zog! Dann kamen ein paar Stufen und wieder ging es runter. Hoffentlich ist die Rapiro-Abfahrt jetzt durch den Nieselregen nicht zu rutschig geworden. Aber es war kein Problem, nur die Kurve war etwas schmierig. Unten im Ort angekommen sah ich auch schon Sarah wie sie mir auf der anderen Seite entgegenkam, um in die nächste Runde zu starten. Ich gab gas bin über die steile Rampe durch den Zielbereich, über den ersten Buckel und dann über den zweiten etwas steileren Buckel. Hier ist mir mein Hinterrad etwas außer Kontrolle geraten, was mir wieder den Mut nahm und mich ausbremste. Nun ging es ein kurzes Stück leicht bergauf, dann die Treppen runter und einen Absatz zu den Flussüberquerungen runter und schon war Runde eins geschafft.

90 Grad und ab die Steiltreppe runter.

tatatatatataatta....

Die Treppe von der Seite

runter zum Bach

und schon die Auffahrt im Auge haben


 Also wieder von vorn den Berg hoch. Diesmal ist man das letzte Stück nicht wie in der Einführungsrunde auf Asphalt, sondern auf einem Trail gefahren. Ich war mir schon etwas sicherer. Kam aber an meinem Vordermann nicht vorbei. In den Bergaufkurven ist er dann abgerutscht und ich konnte mich vor ihn setzen. Ich habe alle Hindernisse gut überwinden können und es fing an mir richtig Spaß zu machen. Sarah konnte ich leider nicht mehr einholen. So bin ich nach drei Runden 38 Sekunden hinter ihr im Ziel als glückliche Zweite angekommen. Und darf mich nun Deutsche Vizemeisterin XCO Hobby nennen.

Über den Bach

und sofort wieder powern

zum genialen 2. Platz



Frank:

Wo sind die Futterstände?


Ab in den ersten Anstieg



Ein geiles Event was in Bad Salzdetfurth aufgezogen wurde. Die Streckenführung genial und von vielen Zuschauern trotz Nieselregen gut besucht. Während der Rennen der anderen Eulen positionierte ich mich im Wald und feuerte dort die Fahrer an. Aber irgendwann musste auch ich an die Startlinie rollen. Nach dem Start ging es steil bergauf und das Fahrerfeld sortiert sich sofort. Einige deutlich leichtere Fahrer ziehen mir sofort davon, doch schon in den ersten Technikpassagen habe ich viele davon schon wieder eingeholt. Je nach Streckenabschnitt pendele ich nun zwischen Platz 13 und 17 hin und her.  Viele Leute kennt man hier und genau diese puschen mich und meinen Bauch nun immer wieder den Berg hoch. Aus der Rapiro-Ecke in der Kurvenkletterpassage vernehme ich den Zuruf: „Mit rasierten Beinen ginge es schneller vorwärts Frank!“. Ich überlege kurz anzuhalten und mir die Beine mit meinem mitgeschleppten Taschenmesser zu rasieren, entscheide mich dann aber doch zur Weiterfahrt ;-).

 
333 - Geile Nummer

blöden Aufstiege :-)

Die Strecke macht aber wirklich Spaß



In Runde 4 kommen genau in Höhe des Red-Bull DJ-Autos und des Moderators im Wald Platz 1 und 2 an mir vorbeigeklettert. Der Moderator kündigt dies auch lauthals an: „Hier kommen Felix auf Platz 1 und dichtgefolgt von Platz 2!“ Ich strample wie ein Bekloppter ein Stück hinterher und höre wie neben an der Strecke ein Junge ganz aufgeregt zu seinem Papa ruft: „Papa schau mal, der Dicke da ist auf Platz 3!“ Yeaha…wenigstens einen beeindruckt…Am Ende lande ich auf Platz 15 in meiner Altersklasse und irgendwie hört es sich ja doch gut an. 15. bei einer Deutschen Hobbymeisterschaft Cross Country.

Sieht ja mal richtig sportlich aus...

Rampensau



Im Ziel werde ich freudig empfangen, zeige mich von meiner besten Seite und nehme von Kathrin und Norbert die Bratwurst in Empfang. Da so eine Bratwurst auch flutschen muss, gab es noch leckeres Bier zusammen mit Dirk L. in der Teamarea vor den Duschen. 

Sören und Alexander immer für einen Spaß zu haben! Beskidy-Team 2015...


Zauberei...1,2,3 und die Bratwurst ist fast weg...



Danach haben wir uns noch die Jugendrennen und die XCE-Rennen der Profis angeschaut. Kuchen genossen, Tombola Lose gekauft und vieles mehr. Insgesamt ein richtig schöner Biketag und wir freuen uns auf nächstes Jahr und werden dann von Freitag bis Sonntag bleiben. Diesmal durfte ich aber mit einigen Mädels ihr erstes Mal am folgenden Sonntag erleben – HIER NACHZULESEN. 


Koordinieren...

Fotografieren fahren...
Anfeuern...
vor Freude tanzen....



Danke noch an Sören für die schöne Einführungsrunde.


Viele Bilder von Drea, Markus, Moni und mir – HIER KLICKEN
Eulenbericht - HIER KLICKEN

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