Montag, 5. Oktober 2015

Fischteichhölle - ein Tag danach




ab durch den See


Fischteichhölle - ein Tag danach aus Sicht von Frank


Nun ist das erste MTB-Event in Peine Geschichte und hat auch gleich Geschichte geschrieben. 

erste Velo-Fischfang-Meisterschaft



Als Mitorganisatoren fieberten Moni und ich einem solchen Tag mit Schlafentzug entgegen. Die ständige Frage ob man an alles gedacht hat, ob alles ausreichend vorhanden ist, ob das Wetter passt, ob alle Helfer kommen oder, was mich persönlich am meisten umgetrieben hat, ist die Strecke für ein MTB-Event im flachen Peiner Land so in Ordnung. 

Grandiose Strecke und das in Peine



An dieser Stelle möchte ich wirklich Wert auf das Wort „Mitorganisator“ legen. Wir waren mit vielen Personen an der Orga beteiligt und jeder hatte seine Aufgaben. Müsste ich hier nun alle aufzählen wäre die Liste ewig lang aber besonders möchte ich mich bei Frank Rothe und Hartmut Strube bedanken. Was die 2 im Hintergrund geleistet haben war grandios und ohne deren Einsatz wäre dieses Event so nicht wirklich umsetzbar gewesen. Aber genau so gilt es für alle anderen ob Thorsten und Oly, die sich um die Pokale gekümmert haben, Jörg der die Flyer designt hat, Olaf der das Anmeldeportal gepflegt hat, Torsten G. der sich um das Essen gekümmert hat usw. usw. usw. Man könnte sagen wir waren wie eine Hydra. Hättet ihr einen Kopf abgeschlagen es wären sofort andere parat gewesen. Doch nun zurück zum Event.

kurz vor 6:00 Uhr, der Himmel wird blutrot



Am sehr frühen Morgen stand fest, die Sonne wird erscheinen. Der Himmel färbte sich blutrot und  läutete so den Beginn der Fischteichhölle passend ein. Die Helfer kamen in Scharen und haben sogar noch Freunde und Bekannte mitgebracht. Die Kuchen fingen an sich zu türmen und man fragte sich schon, ob es nicht zu viele sind. 

nur ein kleiner Teil der Auswahl



Wir hatten sehr großes Glück und kein einziges Flatterband, kein Schild oder Pfosten wurde über Nacht abgerissen oder geklaut. Dass es Autofahrer gibt, die während der Veranstaltung einfach über alles hinweg fahren und Streckenmarkierungen dabei abreißen, bedarf wohl keinerlei weiteren Kommentars. Jedenfalls konnten wir so relativ schnell die Strecke für den Wettkampf final abstecken.

im gesamten Umkreis haben wir die Schilder aufgehängt



Kaum zurück auf dem Eventgelände füllte sich die Schlange an der Nachmeldung und Anmeldung mit Fahrern. Der Tombolastand wurde aufgebaut, die Grill`s angeheizt, die Kuchen ausgerichtet, die Musikanlage hochgedreht, die Streckenposten nahmen ihre Positionen ein.

Großer Andrang



Die Eulen an der Anmeldung waren die ersten, die von dem großen Andrang überrascht wurden, aber nach kurzem „Motorstottern“ lief es und es gab über 80 Nachmeldungen, die bewältigt werden wollten! Insgesamt gab es 191 Starter und dies bei einem Mountainbikerennen im flachen Peiner Land das zum ersten Mal ausgetragen wurde. 

Marita und Jenny lieferten hier einen grandiosen Job ab



Das Gelände füllte sich immer mehr mit Fahrern und noch relativ wenig Zuschauern, aber auch nicht verwunderlich um 8:30 Uhr an einem Sonntagmorgen. Mir kam vorerst die Ehre zu mich als Moderator in die Veranstaltung einzubringen und alle anderen Mitorganisatoren hielten mir dafür auch den Rücken weitestgehend frei. Frank R. hätte sich an dem Tag das Telefon allerdings auch direkt ans Ohr binden können.

Moderation zusammen mit Mikro-Legende-Axel



Zum Start der Mittel- und Langstrecke versammelten sich dann auch über 80 Fahrer. Interessanter Art und Weise teilte sich vor allem das Langstreckenfeld in 2 Kategorien auf. Fahrer, die den Kampf gegen die Uhr (Timeout nach 3,5 Stunden mit einem Schnitt jenseits der 20 km/h für 70 Kilometer) angehen wollten und viele die einfach nur die Langstrecke gewählt haben um so lange wie möglich auf der Strecke fahren zu dürfen. 

Langstrecke und Mittelstrecke stellen sich auf



Das Startfeld gesamt mit einigen „Hochkarätern aus der MTB-Szene“ besetzt, gab vom Start weg Vollgas. Ab jetzt hieß es bangen und hoffen, dass alles auf der Strecke gut geht, keiner irgendwo eine Markierung weggenommen hat und die Fahrer die Strecke gut finden. 

Start und Vollgas



Gebannt schaue ich auf die andere Uferseite ob und wann die ersten die Steilabfahrt ans Ufer runter kommen. Dann der erste erlösende Moment, die Fahrer kommen ans Ufer, von hier kann man nun das Rennen für den nächsten Kilometer entlang des Ufers verfolgen. 

die ersten Fahrer biegen in den Namensgeberabschnitt ein

über eine in den See ragende Sandbank



Mein Handy klingelt, ich schaue aufs Display, oje ein Streckenposten, hoffentlich ist nichts passiert denke ich mir. Ich gehe ran und höre nur: „Die sind am Jubeln und rufen geile Strecke!“. Der nächste Streckenposten klopft schon an: „Die schimpfen hier alle und rufen – Entengrütze, ist das brutal-!“ Nun können die ersten ein Grinsen in meinem Gesicht erkennen. 

wer es kann fliegt über das Wasser



Vom Ufer weg, müssen die Fahrer nun in den „Dunklen Trail-Wald“  bevor sie ca. 8 Minuten später wieder im Start-/Zielbereich ankommen und in den „Pfad der 1.000 Blicke“ am Ufer einbiegen. Hier kommen die Fahrer nun an mir vorbei und sind fast alle freudig überrascht über die „flache“ Strecke. 

ich hoffe auf dem später erscheinenden Video von Ilsede TV ist der Uferabschnitt zu sehen



Nun kann ich mich voll und ganz auf die Moderation konzentrieren. Sogar kleine spaßige Interviews direkt von der Strecke gelingen mir. Dazu meinte eine Zuschauerin, dass dies aber nicht so motivierend für den Sportler sei. Nun nette Dame, zu genau diesem Streckeninterview erhielt ich danach von dem Sportler Rüdiger eine schöne Mail. Hier ein kleiner Auszug:


Hallo Frank,

gratuliere zum gelungenen Event. Herzlichen Dank auch an die vielen Helfer, die einen tollen Job gemacht haben und ganz nebenbei uns auch noch mit ihren Anfeuerungsrufen motiviert haben. Dein persönliches Streckeninterview (warum steigst du ab?) hat mich zusätzlich angetrieben. Dies war mein 1. aber mit Sicherheit nicht mein letzter MTB-Wettkampf. Nächstes Jahr gern wieder!

Mit sportlichem Gruß

Rüdiger

 
der spätere Sieger der Langstrecke

Kurz nachdem das Timeout Geschichte war, unterstützte uns auch noch Axel als Moderator an der Strecke. So konnte ich mich an die Siegerehrung der Mittelstrecke machen. Und während der Siegerehrung füllte sich das Gelände mit vielen Fahrern für die Kurzstrecke und Nachwuchsrennen. Innerlich schrieb ich einen Start auf der Kurzstrecke bereits für mich ab. Ein kleiner Traum drohte zu platzen.  

am Grill glühten nicht nur die Kohlen

auch die Tombola wurde super angenommen, danke liebe Sponsoren



Doch Frank R. vermeldet „es läuft, hab alles im Griff“ und Axel war sofort bereit einen Start von mir auf der Kurzstrecke zu unterstützen indem er die Moderation in der Zeit übernimmt. 

Axel übernimmt die Moderation



An dieser Stelle erneut ein dickes und wirklich herzlichst gemeintes DANKE an alle Unterstützer dieses Events. 


Und so kam es, ich schlüpfte kurz vor dem Start in meine Radklamotten, Ilsede TV klemmte mir eine Kamera auf den Helm und ans Bike und schon stand ich in der Startaufstellung. 50 Fahrer haben sich für die Kurzstrecke gemeldet. Vorne stellten sich die „jungen Wilden“ auf, dahinter die etwas älteren Fahrer. 

genial gemischtes Feld von Profi bis zum MTB-Einsteiger



Taktik ist klar, egal wie, auf der ersten Geraden muss ich irgendwie im Windschatten der „schmalen Handtücher“ bleiben. Dies gelingt mir auch bis in den ersten Trail, am Hinterrad von Lennard Köhler hängend kann ich nur staunen wie die Jungs durch den Trail fliegen. Scheinbar hab ich vor lauter Staunen vergessen zu treten, denn ruckzuck waren sie auf und davon. 

dank der vielen Helfer konnten auch einige andere Vereinsmitglieder an den Start gehen



Kaum auf dem Wiesenstück kommt von hinten Marc Gehrke angesaust und setzt zum Überholen an. Zuerst reißt er auch sofort eine Lücke zwischen uns, doch hier waren Streckenkenntnisse von Vorteil. So konnte ich mich wieder an Marc ran saugen und mit ihm durch die „Kieskuhle des Grauens“ in die „Fischteichhölle“ fahren. Auch wenn Marc der schnellere Fahrer ist, so spielte mir hier das Wissen über die Schikanen und besten Linie in die Karten und ich konnte mich etwas absetzen bevor es in den dunklen Wald ging. 

Windschatten hab ich gerne...



Hier war Trailgeballere im Flachen angesagt. Immer zwischen den Bäumen hin und her bevor man auf dem Eventgelände aus dem Wald schoss. Empfangen von abartig vielen Zuschauern ging es runter an den „Pfad der 1.000 Blicke“ und was ich hier erlebt habe, habe ich vorher noch nie erlebt. Entlang des gesamten Uferabschnitts stehen die Zuschauer in mehreren Reihen und schreien und brüllen was die Lungen und Stimmbänder hergeben. Am liebsten hätte ich angehalten und die Stimmung noch viel länger genossen. Doch von hinten kam Marc schon wieder näher. 

Gegenstrom-Tandem war auch am Start



Also weiter in Galopp und erneut über die Strecke fliegen. Meine Gedanken kreisten dabei um die Langstreckenfahrer. Was habe ich diesen mit der Strecke und dem Timeout nur angetan?  Von den 17 Langstreckenstartern waren 6 just for fun dabei, die anderen 11 wollten den Timeout aber knacken. Gelungen ist es aber nur 6 Fahrern, was auf der einen Seite zeigt es war machbar, auf der anderen Seite aber auch abbildet, das hier von mir festgelegte enge Timeout war sehr, sehr sportlich ausgelegt. 

Norbert Müller, Orga-Mitglied der C4MTB in der Kieskuhle



In diesen Gedankengängen hängend geht es Richtung Ziel und tatsächlich schaffe ich es in meiner AK Platz 1 einzufahren. 

Zielankunft



Aber zum langen Feiern war keine Zeit, im Hintergrund hat Frank Rothe zusammen mit den Helfern schon angefangen die Strecke umzuflattern für die Kidsrunde. Ich schlüpfe schnell in mein extra für die Kidsmoderation gekauftes „Höllen-Gespenst-Kostüm“ und marschiere Richtung Start/Ziel. 

Volksfest-Atmosphäre


verfolgt mich da jemand aus der Hölle?



Und kaum ist die letzte Fahrerin der Kurzstrecke im Ziel, fangen wir schon mit dem Countdown für die U9/U11 an. An der Strecke ist richtig Stimmung und wir zählen alle zusammen runter 10,9,8…3,2,1 Start!!!!!!!!! Die ersten Kids fliegen an mir vorbei, doch dann kommen die Jüngeren (jüngste Teilnehmerin 3 Jahre) und bleiben plötzlich stehen und bekommen panische Augen. Erst verstehe ich gar nicht was los ist, bis ich kapiere, die haben Angst vor meinem Kostüm (ja ich hatte eins an!). Also schnell einen Sprung zur Seite und schon fuhren auch die Nachwuchshelden weiter. 

geniale Zuschauerkulissen für den Nachwuchs



Ich glaube was wir als Verein zusammen mit den Zuschauern den Kids geboten haben war verdammt gut. Eine Strecke wie sie für Kinderrennen nicht unbedingt üblich ist, Moderation bis ins Ziel und super Fans entlang der Strecke. 

auch entlang der langen Gerade standen viele Zuschauer und seht ihr jemanden der nicht Klatscht?



Ähnlich lief es auch bei den Helden der Klassen U13/U15. Hier wurde mit 5 Runden auf der wirklich fordernden Strecke alles abverlangt. Und für einige sonst siegverwöhnte Top-Nachwuchsfahrer gab es eine neue Erkenntnis. Am Ende der Kraft war noch sehr viel Strecke übrig und so gab es an vielen Positionen nach schon sicher geglaubten Positionen noch richtig harte 1vs1 Duelle. Kurzum, hier lieferten uns die Jungen Bikesport vom Feinsten. 

Positionskämpfe vom feinsten bei der Jugend



Nach den Rennen erfolgte auch sofort die Siegerehrung der Kurzstrecke. Hier freute ich mich natürlich ganz dolle viele Eulen auf den Podesten erleben zu dürfen aber schimpft mich ruhig Egoist, am meisten hab ich mich über meinen ersten 1. Platz bei einem offiziellen Rennen gefreut. Und dann erfolgt die Pokalübergabe auch noch durch „meine“ Moni. 

Ich erblicke einen persönlichen Siegerkuchen...
verrückt was hier los war



Zwischendrin wurde auch noch die Voranmeldeverlosung durchgeführt und zum Glück habe ich andere Glücksfee spielen lassen. Denn sonst hätte noch einer Schiebung gerufen, denn den coolen EVOC-WOMB Rucksack hat Vereinskameradin Simone Gutsmann gewonnen. 

(Bild kommt noch)


Nun noch die Siegerehrungen der Kids und der Challenge und schon war das schöne Event vorbei. Der Magen knurrte und der Kopf wollte Steak und Pommes mit Krautsalat, aber zu meinem Leidwesen aber zur Freude des Vereins waren viele Sachen schon ausverkauft. 

Noch ein Bild der Jugend, fight am Ufer



Aber in der Not, ist der Frank die Steaks auch ohne Brot…


Und auch beim anschließenden Aufräumen war es erstaunlich wie schnell man als Gemeinschaft mit einem gemeinsamen Ziel, das Ziel auch erreichen kann.



Fazit für mich:

Super tolles Event, begeisterte Fahrer, begeisterte Zuschauer, richtig viele Helfer und viele schöne Orgatreffen und bisher mega viel Lob von allen Seiten für dieses Event im flachen Norden. Kurzum der Verein hat sich, die Gemeinde, die Stadt und sogar den Landkreis vorbildlich präsentiert. 


Alles was bisher an Verbesserungspotenzial bei mir ankam, würde ich genau so sehen und ist auch schon notiert und wird in der Orga 2016 (wenn es eine geben wird) beredet bzw. umgesetzt werden.


Bildserie 1 - KLICK 
Bilder zur Mittel und Langstrecke - KLICK
Bilder zur Kurzstrecke - KLICK 
Bilder U9 / U11 - KLICK
Bilder U13 / U15 - KLICK  
Siegerehrungsbilder - KLICK
Hintern den Kulissen - KLICK


Bericht - die jungen Velohelden der Fischteichhölle - KLICK
Bericht - Kurz, Mittel, Lang - Spaß hat es allen gemacht - KLICK

Ergebnisse - KLICK

Kommentare:

  1. ganz ganz tolle leistung von euch und im nächsten jahr bin ich dabei.

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  2. ganz ganz tolle leistung von euch und im nächsten jahr bin ich dabei.

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  3. Das war eine Runde Veranstaltung. Einfach SPITZE. Super Organisation und SUPER Strecke.

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