Sonntag, 11. Oktober 2015

ein kleines Interview mit einem bestimmten Fahrer der Fischteichhölle




In der Vorbereitungsphase zur Moderation wurden viele Namen gegoogelt. Und hier habe ich jemanden gefunden, der was zu erzählen hat und es auch noch mit einer besonderen Aktion während der Fischteichhölle geschafft hat mir ein dickes extra Grinsen ins Gesicht zu zaubern. 

Nr. 696 Markus

1. War die „Fischteichhölle“ dein erstes MTB-Rennen?


-Nein, ich bin bereits einmal den Harz-Cup mitgefahren (40 km). Jetzt weißt du auch, warum ich mich für die Kurzstrecke entschieden habe;-)…


2. Wie bist du auf das Event überhaupt aufmerksam geworden? 


-Ich verfolge eure Internetseite (www.rsc-wanderlust.de) bereits seit längerem, war auch schon mehrere Male bei eurem Vereins-Donnerstag-Treffpunkt, jedoch ohne Teilnehmer….

eigentlich sind Donnerstagrunden immer gut besucht, einfach nach aktuellen Terminen im Eulennest schauen.



3. Bevor ich dich zu einer ganz bestimmten Situation im Rennen befrage, ich habe in der Vorbereitung der Moderation die Fahrernamen gegoogelt. Dabei bin ich über den Begriff „Fahaarradtour“ gestolpert und hab folgendes Bild gefunden. Erzähl mir mal was dazu. 




-Unsere Tochter hat seit ihrem 3. Lebensjahr kreisrunden Haarausfall. Um die Öffentlichkeit über die sogenannte Alopecia Areata (Wikipedia) aufzuklären und um weitere Betroffene für die Forschung zu gewinnen, haben wir unsere Fahaarradtour ins Leben gerufen. Für uns ist die Aufklärungsarbeit sehr wichtig, um den Betroffenen Mut zu machen und die Forschung voranzutreiben. 


4. Natürlich habe ich mich mal durchgeklickt und bin dabei auf ein Video bei RTL (KLICK zum Beitrag) gestoßen. Wurde Nele der Wunsch nach einer Orangenen-Haarpracht erfüllt? 
 

- Der Wunsch hielt nicht lange an… Nele mag sich so am liebsten, wie sie ist. Übrigens, wir auch. Durch ihr starkes Selbstbewusstsein geht sie ganz offen damit um und fühlt sich auch wohl. 

5. Steht die nächste Zeit oder 2016 eine weitere Radtour-Aktion von dir und deiner Familie an? 


-Nein, vorerst nicht. Die Fahaarradtour nimmt sehr viel Zeit und Kraft (körperlich und emotional) in Anspruch. Des Weiteren ist die Teilnahme an der Forschung aufgrund unserer Touren angestiegen, sodass die Forschung jetzt leichter weiter forschen kann. Meine letzte Radtour hebe ich mir auf, wenn Nele vielleicht einmal an einen Tiefpunkt kommt, was wir natürlich nicht hoffen.  Dann fahre ich quer durch Deutschland (Norden bis Süden).


6. Wie viele Kilometer bis du eigentlich bei den „Fahaarradtour“ – Touren gefahren? 


-Die erste Fahaarradtour nach Bonn zählte ungefähr 800 km. Die Temperaturen waren teilweise eisig. Wir mussten mit Schnee und starkem Regen kämpfen. Die zweite Tour ging nach Berlin (Charité) mit ca. 600 km. In den einzelnen Städten habe ich mit einem Informationsstand Aufklärungsarbeit betrieben.

bis Berlin gingen die Touren



7. Welches Erlebnis ist dir auf deinen Touren besonders in Erinnerung geblieben?


-Der Fahrradsturz meines Bruders in der Straßenbahnschiene…(liegt wohl irgendwie in der Familie). Nein Spaß beiseite, selbstverständlich das positive Feedback vieler betroffenen Familien und wie unglaublich stolz Nele über diese Aktion gewesen ist. Heute noch…


8. Nach solchen Touren sollten wir doch eigentlich davon ausgehen können, dass du dein Rad beherrschst und Kondition ohne Ende hast, oder?  Warum hast du dich für die Kurzstrecke entschieden?

Markus im Startfeld der Sprinter



- Siehe Punkt 1…der Harz-Cup. Ich finde es ist auch nicht das Gleiche, ob man „normale“ Langstrecke fährt oder Kurzstrecke mit Berg- und Talfahrt. Vielleicht mache ich nächstes Mal die Mittelstrecke mit, aber nur wenn ihr euer tolles Event in der Fischteichhölle wiederholt!


9. Okay, du fährst auf diesem Bild wirklich konzentriert. Wie war die Strecke bis hierhin für dich?

 
sehr konzentriert


-Die Kieskuhle hatte es ganz schön in sich! Ich war sehr konzentriert, bis ich meine Familie am anderen Ufer entdeckt habe…


10. Verrate mir mal wo du auf diesem Bild hinschaust? Was hat da deine Konzentration und Aufmerksamkeit so gestört?

Blick zur Familie



-Na, meine Familie!


11. Dein Gesichtsausdruck spricht zwar Bände, aber was ging hier in deinem Kopf genau ab? Ich denke zwar, dass es alle anwesenden Zuschauer gesehen haben und vor allem auch der direkt vor dir sitzende Fotograf festhalten konnte, aber wir würden es doch noch gern von dir persönlich erfahren.

ein Blick der vieles aussagen kann, z.B. "oh mist Entenk...e!



- Der Gesichtsausdruck entstand kurz vor meinem Absturz. Nachdem ich die rechte Hand zum Winken (du weißt, meine Familie stand am anderen Ufer) anheben wollte, kam der „gefährliche/kleine Hügel“, der mich aus der Bahn geworfen hat.


12. Ich kann mich täuschen, aber erkenne ich hier auf dem Bild ein Grinsen? Hast du in diesem Moment realisiert, dass es gleich nasse Füße gibt?

grinsen, alles unter kontrolle?



-Ja, das habe ich kommen sehen…


13. Nun gut, hier könnte man ja meinen, dass du die Situation wieder im Griff hast. Erzähl uns doch mal warum du hier die Vorderradbremse so zwanghaft zuziehst…

Vorderradbremse...immer die schlechteste Lösung...



- Aufgrund meiner Geschwindigkeit und durch das Erschrecken und meiner einzigen Bremse, die andere Hand habe ich ja zum Winken benötigt, war es eine Reflexsituation.


14. Kann sein, dass die Frage nun etwas komisch erscheint aber: Bist du das? (Sorry, ich musste echt lachen. Hin und wieder muss ich wieder an das Bild denken und kann mir das Grinsen einfach nicht verkneifen.)

Luft holen und...



- Ich wollte schon immer mal in der Fischteichhölle baden!!! Lachen musste ich darüber auch, auch heute noch…und schließlich muss man den Zuschauern ja auch etwas Unterhaltung bieten ;-)

...abtauchen.



15. Was hast du dem Fotografen in diesem Moment gesagt? Oder hast du einfach gehofft, er hätte es nicht gesehen oder gar noch fotografiert?

Blick zum Fotografen, der übrigens auch Markus genannt wird.



- Ich habe ihm sofort gefragt, ob er wenigstens alles festgehalten hat. Wie ich sehe, hat er das auch wirklich getan…



16. Wenn ich es richtig mitverfolgt habe, bist du danach einfach in die nächste Runde gefahren. Wie war das Gefühl entlang des Ufers über den „Pfad der 1000 Blicke“ an den jubelenden Zuschauern vorbei zu fahren?

am Pfad der 1000 Blicke



-Klasse! Das motiviert einen, besonders, wenn die Familie einen immer wieder unterstützt!
 Im Übrigen ist auch noch bei dem Rennen mein Bautenzug der hinteren Ritzelschaltung gerissen. Meine Kette stand auf dem kleinsten Ritzel. Ein Schalten war nur noch vorne möglich. Aber sowas gehört einfach mit dazu, wenn man das Rennen mit Spaß genießt…


17. Im Ziel bist du schnurrstraks geradeaus gefahren und hast deine Familie abgeklatscht. Ganz ehrlich, hast du ihnen erzählt du wärst so nass weil du so geschwitzt hast? 

ab über die Ziellinie...



-Nein, sie haben den Sturz gesehen und sich köstlich amüsiert…Spaß muss sein!

...zur Familie...

...und abklatschen!



18. Wie hat dir im Nachhinein die gesamte Strecke und das Event gefallen?


-Super! Tolles Ambiente, tolle Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung! Schreit nach Wiederholung! Großes Lob! (mehr Info`s zum Event unter www.fischteichhölle.de)


19. Wie hat deine Familie das Event als Zuschauer erlebt? War es gar langweilig? 


-Meiner Familie hat es großartig gefallen! Meine älteste Tochter Nele überlegt im nächsten Jahr ebenfalls mitzufahren. Also, müsst ihr euer Vereins-Event nochmal wiederholen!

die Jungvelohelden freuen sich immer über neue Mitfahrer.



20. Sehen wir uns vielleicht mal bei einer der nächsten Eulenaktionen wie dem Winterpokal oder einem Rennen in der Nachbarschaft wieder? 


- Gerne!


Dann danke ich dir für deine offenen Antworten. Wie lautet dein Abschlusssatz?


- Immer mit Spaß dabei sein!

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Links


Alopecia Areata Deutschland e.V. - KLICK
Auf Facebook kann man die Fahaarradtour noch zurück verfolgen - KLICK
Event-Homepage-Fischteichhölle - KLICK




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