Mittwoch, 30. April 2014

Wandern,- Kajak,- Mountainbike und der Antrag





Einer muss ja für die "Touris" venezianische Gesänge vortragen...



Übersicht der Themen

1. Wandern und Kajak im Socatal
2. Biken und Kajak in Venedig und Lido
3. Biken und Kajak im Socatal
4. MTB-Marathon Bad Harzburg

 
Die Soca

Wandern und Kajak im Socatal



Dieser kurze Moment der Unachtsamkeit. Dieses blöde Gefühl der inneren Schmach. Noch während das Schicksal seinen Lauf nahm, der Selbstvorwurf: „Hätte ich doch nur!“. Doch ich hatte nicht und der Stein kam rasend schnell näher. Ich bleibe mit der Spitze des Kajaks hängen. Die Strömung reist das Hinterteil mit, ich werde quer in die Wellen und gegen den nächsten Stein geschleudert. Ich verliere total die Kontrolle und kippe um. Ich reiße Unterwasser die Augen auf, der Helm schleift über das Flussbett. Als erstes nehme ich dieses Geräusch des Wassers war, dieses knistern und poltern wenn ganze Steine vom Sog der Strömung mitgerissen werden. Diese Demonstration von natürlicher Stärke und Macht unterhalb der für mich wichtigen sauerstoffhaltigen Wasseroberfläche. Ich werde im Kajak hängend rumgerissen und nehme mit Entsetzen diesen Stein vor meinem Gesicht war und…

Regel Nr. 1 - Überschätze nie dein Können!



Doch nun von vorne. Unser Osterurlaub stand an und vor 2 Jahren besuchte ich Villi im März während einer Radreise auf seinem Campingplatz an der Soca in Slowenien. Nach einem super leckerem Essen und auch einigen Gläsern Wein zeigte Villi mir Bilder einer Kajaktour durch Venedig und pflanzte mir somit leider einen „To Do – Punkt“ in meinem Hirn ein. Und genau diesen Punkt galt es nun „abzuarbeiten“. Bissel im Internet recherchiert und siehe da, es ist A – erlaubt in Venedig zu paddeln und B – auch möglich. Allerdings warnen alle davor die Wellen in Venedig nicht zu unterschätzen und es auf keinem Fall als Paddelanfänger alleine zu versuchen. Also nach Anbietern gesucht und auch gefunden. Doch ich wollte es kaum glauben was die Italiener für Mietpreise für eine Kajaktour (~ 140 € pro Person/3 Std.) rund um und durch Venedig hatten und eine Alternative musste her. Somit stand fest, wir müssen Kajakfahren lernen und zwar schnell, ordentlich und fair im Preis bemessen und uns dann irgendwo anders ein Kajak für Venedig ausleihen. Und der einzige Ort, der mir hier sofort wieder in den Sinn kam, war natürlich das geniale Socatal. Nach einem Telefonat und einigen Mails stand fest, das Team vom Prijon Sport Center scheint wie für unser Vorhaben gemacht zu sein. Kajakschule und „Prijon-Testcenter“ mit Bootsverleihstation. Also Bikes in den Bus verladen, einige Klamotten dazu und ab geht’s Richtung Süden.

Kurz vor Cave del Predil

Predilsee



Im Socatal angekommen ist an eine Radtour bei schönstem Regenwetter nicht zu denken. Harald erkennt via Facebook das Problem und gibt uns den Tipp das Museum in Kobarid zu besuchen. Was wir dann auch die nächsten 2,5 Stunden taten. Hier hat man viel über den 1. Weltkrieg und den Verlauf der Isonzo-Front und vor allem um die Schlacht von Karfreit gelernt. Danach haben wir noch das Beinhaus auf dem Gradic oberhalb von Kobarid besucht. Nach einer anschließenden Gastronomierunde in Kobarid sollte es noch „kurz“ zu den Wasserfällen Brinta und Gregorcicev per Pedes gehen. Das hieraus eine „kleine“ fast 3,5 stündige Klettersteigtour wurde, war mal wieder typisch für Moni und mich. Auf den Wegen, wenn man sie denn überhaupt so nennen konnte, sahen wir einen richtig schönen großen Feuersalamander. Ich erklärte Moni lang und ausführlich wie selten ein solcher Anblick ist und welches Glück wir hatten überhaupt ein solches Exemplar erleben zu dürfen.  Nach dieser 5 minütigen Belehrung ging es endlich weiter und was soll ich sagen? Wir stolperten ab jetzt ungefähr alle 5 Meter über Feuersalamander und Moni machte sich einen Spaß daraus mir jedes Tier mit dem Spruch mitzuteilen: „Oh, Achtung, ein fast ausgestorbener Salamander!“. Endlich an den Wasserfällen angekommen stand noch das obligatorische Bad in der Gumpe an. Das Wasser war so kalt, dass ich seitdem meinen „kleinen Freund“ nicht wieder gesehen habe…

Der "seltene" Feuersalamander

Rechts oder Links!?!

Viehzeugs unter sich!

Der Weg nicht immer ganz einfach bei dem Wetter.

Wem gehört dieser Schutt...

Erst Aufstieg dann Abstieg. Keine Ahnung was uns mehr Kummer bereitet hat!
 
"Nur" kalt ist anders!


Der nächste Morgen brachte zwar keine Wetterbesserung, aber es sollte ja eh aufs Wasser gehen. Also ab „rüber“ (denn der Campingplatz ist direkt am Sportcenter) zum Prijon-Team und den laut Netz ca. 3 stündigen Kurs besuchen. Die Mädels und Jungs vermitteln einem sofort die Verhaltensregel Nr. 1 beim Kajakfahren: Relax! Nachdem unsere 7 köpfige Anfängergruppe mit Schuhen, Thermoanzug, Thermojacke, Schwimmweste, Spritzschutzdecke, Helm, Paddel und Kajak ausgestattet war ging es zur trockenen Theorieeinweisung. Zu meiner Überraschung wird man in diesen kleinen Kajaks regelrecht eingeklemmt. Man steigt also ein und zieht mit einem Ratschensystem seine Füße zurück bis die Oberschenkel an einer seitlich befestigten Schiene eingeklemmt sind. Danach wird der Oberkörper mit einem weiteren Ratschensystem nach vorne „eingeklemmt“. Und damit kein Wasser in dem tobenden Fluss ins Boot läuft, wird die Spritzschutzdecke mit einem Gummisystem um einen herum befestigt. Nun sitzen wir zu 7 in unseren Booten auf einer Wiese und schauen uns alle fragend an, wie man hier im Notfall mit dem Kopf nach unten hängend im Wasser aussteigen soll! Die Erklärung ist simpel und einfach. Erst Relaxen, dann einfach vorne an der Panikschlaufe der Spritzschutzdecke ziehen, danach „aussteigen“ und dabei immer das Paddel und das Boot festhalten! Aha, soviel also zur Theorie. Wir werden nun an eine Stelle am Fluss gebracht wo auch die Chroniken von Narnja gedreht wurden. Hier ist das Wasser ruhiger und wir können erste Erfahrungen sammeln. Unsere Guides erklären uns die Wichtigkeit eines perfekten Bogenschlags und dass man dabei immer den „ganzen Arm, Zug und Paddel“ ausnutzen soll. Dies erinnert mich an meinen alten Handwerksmeister, der erklärte mir mal bei einer Arbeit mit einer Bogensäge: „Die Säge und den Schwanz, die benutzt „Mann“ ganz!“. Dies münze ich aufs paddeln um und erkläre den Spruch unserem Guide, der daran sofort Gefallen gefunden hat. Und so durften sich die 2 Damen Daniela und Moni an diesem Tag noch sehr oft anhören: „Das Paddel und den Schwanz, die benutzt man ganz!“. Ach es sind diese Kleinigkeiten, die das Leben für einen Mann lebenswert machen, ;-) .

Moni bereit zum Entern

Theorie ist alles

Lebendiger genialer Unterricht

Strömungsverschneidungsschneise!



Als nächstes wurde uns beigebracht wie man aus einem ruhigeren Abschnitt in die Strömung hinein fährt. Dazu muss man die Strömungsverschneidungsschneise überwinden und nutzen. Dieses sehr kurze Wort stellte eine echte Herausforderung für unseren Guide dar, und die reale Strömungsverschneidungsschneise stellte eine echte Herausforderung für uns dar. Doch mit viel Geduld bringen uns die Guides immer näher an ein richtiges „Einfahren“ in die Strömung ran. Und irgendwann ist es soweit, wir werden richtig auf den Fluss geführt und in die ersten kleineren „Stromschnellen“ und uns abartig groß vorkommende Wellen geschickt. Und immer wieder werden uns unsere Fehler ausführlich aufgezeigt und erklärt. Ganz klar, hier erfahren wir etwas was uns richtig Spaß macht und es ist nicht vergleichbar mit einer Raftingtour. Hier ist man viel näher dran und für sein Handeln eigenverantwortlich. Die Guides erkennen und kennen die Wege um die Gefahrenstellen zu umfahren oder erklären, wie man sie am besten anfährt. Sie erklären uns aber auch, dass nur wenige Zentimeter Wasserstand Unterschied den Fluss und dessen Strömungen total verändern. Nach über 4 Stunden, völlig erledigt aber glücklich, fahren wir eine Ausstiegsstelle an. 

Mag blöde aussehen aber schützt!

Ach ja, das Leben kann sooo schwer sein!


Im Center wieder angekommen, werden uns sogar noch bei einem Bier per Videoanalyse unsere Fehler erklärt und weitere Tipps mit auf den Weg gegeben. Jan, einer unserer Guides fragt „Und morgen wieder dabei?“, doch ein Blick zu Moni reicht und ich weiß, „nö“ Venedig kann kommen! 

Erste Gedanken an das noch in der Ferne liegende Venedig



Moni brutzelt uns abends vor genialer Bergkulisse ein mega Essen und wir sind erstaunt, wie gut die Göffel von tune funktionieren und ratzfatz  liegen wir mit vollem Bauch in der Koje und träumen von besserem Wetter. 


Lecker anbraten, dann Nudeln dazu und mhmmmm...

Monis "Hexenküche"

Egal wie es schmeckt. Im Zweifel muss ich mit Gewaltandrohung alles futtern!



Ach ja, Ostern war auch noch....

Der Morgen kommt und anstatt Regengeprassel hören wir Vogelgeschwitzer. Wir machen den Bus startklar, fahren rückwärts vor das Center, um das Seekajak für 2 Personen direkt in den Bus schieben zu können. Die theoretische Planung war ja einfach: Boot rein in den Bus, Boot bissel hinten rausgucken lassen, rotes Fähnchen dran und abfahrt. Die Praxis: Die Bootspitze kommt aus dem Schuppen, das erste Verstaufach erscheint, der erste Sitz kommt zum Vorschein, doch das Ende des Bootes kann ich im Dunkeln des Schuppens noch immer nicht erkennen. Nach weiteren 3 Metern Kajak aus dem Schuppen ziehen, liegen 5 Meter feinstes und bestes Kajakmaterial von Prijon vor uns. Ja, dieses Boot haben wir reserviert und ich muss mir eingestehen, dass ich irgendwie die Größenangaben im Vorfeld ignoriert habe. Jedenfalls bekommen wir weder das 2er Seekajak noch die 2 Einer-Seekajaks in den Bus. Während wir schon unser Venedig innerlich abhacken meint Jan, dann nehmt doch einfach die Wildwasserkajaks und paddelt eben bissel länger bis ihr in Venedig seid. Wir schauen uns an und schon sind 2 Wildwasserkajaks verladen und wir auf dem Weg Richtung Venedig. 

Nun ist alles drin!


2,5 Stunden später fahren wir schon auf die Fähre nach Lido und eine weitere Stunde später sitzen wir schon in unseren Kajaks um erste Erfahrungen auf dem Meer zu sammeln. Anfänglich kommen wir mit dem Wellengang nur sehr schwer zu recht, doch mit der Zeit bekommen wir auch dies in den Griff. Allerdings sind wir sehr erstaunt über den Schiffverkehr zwischen Lido und der uns gegenüberliegenden Insel. Wir warten einen schiffsfreien Moment ab und paddeln rüber nach San`t Andrea und wieder zurück und haben somit unsere erste kleine Meerestour hinter uns. 

Auf der Fähre nach Lido

Moni noch immer etwas skeptisch

Erste Versuche auf dem Meer...

...geht doch.

In den Kanälen von Lido

Im Hintergrund Lido


Danach ging es noch durch die Kanäle von Lido und zurück zum Campingplatz. Nach einer Dusche machen wir uns auf, die Insel Lido mit den Rädern zu erkunden und kommen mit einem Bärenhunger zurück. Nachdem auch dieser gestillt wurde legen wir uns aufs Ohr, denn um 6 Uhr sollte der Wecker klingeln. 

Unsere "Black Sin" romantisch im Sonnenuntergang vor Venedig

Ein wunderschöner Campingplatz mitten im Meer vor Venedig.



VENEDIG und der Antrag



Noch vor 6:00 Uhr waren wir vor lauter Nervosität wach, zogen uns leise an und trugen die Kajaks zum Meer. Die Sicht war leider durch leichten Nebel etwas eingeschränkt, da wir aber 2-3 Bojen im Wasser erkennen konnten beschlossen wir trotzdem los zu fahren. Doch kaum an der ersten Boje angekommen zog sich der Nebel um uns zusammen. Die Sicht verringerte sich so stark, dass ich Moni auf der anderen Seite der Boje knapp 10-15 Meter neben mir, nur noch schemenhaft erkennen konnte. So fuhren wir um die Boje rum um irgendwo einen Anhaltspunkt zu sehen, doch weder das eine noch das andere Ufer war zu erkennen. Selbst die nächste Boje war nicht zu sehen. Doch noch viel schlimmer als nichts zu sehen, war das nichts hören. Im Nebel konnte man Geräusche nicht orten und urplötzlich taucht aus dem Nebel knapp vor uns ein riesen Schiff auf und verschwindet genauso schnell wieder im Nebel. Wir paddeln nun so dicht es geht nebeneinander an der Boje ohne zu wissen welche Seite der Boje die sichere ist. Ich könnte mir in den Arsch kneifen, dass ich keinen Kompass dabei habe. So hätten wir wenigsten zurück zu den maximal 80 Metern entfernten Ufer paddeln können. Wir lauschen ob wir die Uferbrandung orten können, doch nichts zu machen. Nach einer kurzen Beratung beschließen Moni und ich es in einer Art „Sichtweitenkette“ ans Ufer zu schaffen. Wir fahren also zusammen so weit von der Boje weg, dass wir sie gerade noch so sehen können und entfernen uns dann auch noch voneinander bis wir uns gerade noch so sehen können. Und gerade als ich dachte ich könnte das Ufer sehen, entpuppt sich der Umriss vor mir als auf uns zukommendes Schiff. Ich schreie „schnell zurück zur Boje“ und ruder wie ein Bekloppter Richtung Moni. Doch Moni reagiert nicht, denn ich kann hier schreien wie ich will, der Nebel und die Wellen schlucken den Schall. Ich rudere und schreie erneut „Schifffffffff“ und Moni reagiert endlich. Das tucktucktuck des Schiffsmotors ist nun direkt hinter uns und ich bekomme ein ganz blödes Gefühl in der Magengegend. Ich blicke über die Schulter vorbei an Moni und sehe schon die Bugwelle als uns diese auch schon ergreift und gegen die nun zu nahe Boje schiebt. In der Hektik klatsche ich mehr mit dem Paddel aufs Wasser als richtig zu rudern und schreie mich selbst an: „Das Paddel und den Schwanz benutzt du gefälligst ganz!“ und mache einen ordentlichen Bogenschlag und schaffe es an der Boje vorbei. Ich drehe mich um und sehe dass auch Moni es heile an der Boje vorbei geschafft hat. Wir beschließen nun mit etwas Abstand zur Boje einfach abzuwarten bis wir was sehen oder hören, dass uns bei der Standortbestimmung helfen könnte. Wir treiben also nach dieser gefährlichen dummen idiotischen Situation still nebeneinander im Meer als wir beide loslachen müssen. Allerdings ist die Situation schon sehr gespenstisch wenn man nur das tucktucktuck eines Schiffmotors hört und irgendwann die Wellen kommen, man das Schiff selbst aber nicht sieht.  Während wir so dahin treiben fangen ich an die Melodie vom weißen Hai zu brummen, :dodo:  :dodo:  :dodo: , und bekomme dafür von Moni das Paddel ab. Wir fangen an, genau abzuschätzen an welcher Seite der Boje wir die meisten Schiffe dem Geräusch nach vermuten und entschließen uns beherzt genau in die andere Richtung einfach los zu paddeln. Und yes, nach nur wenigen Metern erkennen wir das rettende Ufer. Wir binden die Kajaks fest, schleppen uns zum Bus zurück und schauen auf die Uhr 8:47 Uhr. Wir waren also fast 2 Stunden da draußen im Nebel gefangen. Zitternd kuscheln wir uns aneinander und schlafen ein.

Venedig mal von hier...

...von dort...

...und hier...

...und auch von hier!

Die großen Dinger machen ganz schön Wellen!

Pummel war auch dabei!

Vor dem "Arsenal"!



Kurz nach 10:00 Uhr werden wir wach, schauen uns an, nicken, ziehen uns wieder seetauglich an und gehen ans Meer. Wir können die Insel San`t Andrea erkennen, also rein ins Kajak und los. Wir rudern entlang der Inseln La Certosa und Della Certosa rüber nach San Pietro und von hier rein in die zauberhafte „Kanalwelt“ von Venedig. Ich war ja schon zu Fuß in Venedig, aber das ist kein Vergleich. Mit dem Kajak hat es was mystisches, märchenhaftes und auch gleichzeitig heroisches durch die Kanäle von Venedig zu gleiten. Doch in mir kribbelt es noch aus einem ganz anderen Grund, ich möchte heute und hier in Venedig in einem romantischen Moment um Monis Hand anhalten. Das Ganze am besten so früh wie möglich, denn erst dann werde auch ich diese Tour 100 % entspannt genießen können. 

Wir erleben ein anderes Venedig...

...abseits der Touristenströme...

...geht es durch kleine Kanäle...

...und mal größeren...
...in die etwas anderen Stadtteile...
...zu den kleinen und großen Tieren!

Auf der Seeseite von San Marco (Markusplatz) kann ich den Antrag schon vergessen. Abartig was die Schiffe hier für einen Wellengang verursachen. Auf dem Kanal vor San Martino wäre die nächste Möglichkeit doch gerade als ich loslegen will, sieht Moni eine Anlandungsmöglichkeit und ein Cafe. Also erst einen Kaffee trinken und dann fragen. Nach einer gefühlten Ewigkeit können wir bezahlen und weiter fahren und ich endlich auf dem Kanal „fragen“. Ich steige ins Kajak ein, rutsche ab, will mich an der Wand festhalten und greife in eine Muschel rein. Diese schneidet mir den Zeigefinger bis auf den Knochen auf. Toll, das war`s auch mit dieser Gelegenheit. Wir verarzten die Wunde provisorisch und suchen eine schwimmende Ambulanz auf. 

Unsere Venedig-Ausgehuniform


Erste Hilfe auf dem Wasser!

Grrr, wo müssen wir nun lang?



Danach brauche ich einige Zeit mich an den Schmerz zu gewöhnen und hätte ich heute nicht „diese“ Mission, ich hätte hier wohl abgebrochen. Nächstes Ziel, von hinten an den Markusplatz ran paddeln und die dortige Kulisse nutzen. Wir finden sogar eine Möglichkeit die Kajaks aufs Trockene zu legen und unter dem Vorwand, dass ich auf die Sachen aufpasse, lasse ich Moni alleine Richtung Piazza San Marco losziehen. Kaum ist Moni los, ziehe ich den wasserdichten Sack wieder aus dem Kajak, hole daraus das Schmuckkästchen was natürlich in einem weiteren wasserdichten Sack verstaut ist, Kette die Kajaks zusammen und will gerade hinter Moni her um vor ihr auf den Markusplatz auf die Knie zu fallen, als ein wutentbrannter Hotelier aus der unscheinbaren Tür hinter unseren Kajaks kommt und sich beschwert, dass wir die Hotelzufahrt blockieren würden. Ich rede auf ihn ein, erkläre meine Situation und gerade als wir uns geeinigt haben die Kajaks kurz liegen lassen zu können, landet ein Gästeboot an. Also erst den Zugang freiräumen, dann die Kajaks wieder anketten und oh nein, ich sehe Moni schon wieder kommen. Also schnell wieder alles verstaut, versteckt und so machen als ob man hier langweilig rumsitzt. 

Ein wirklich schönes Venedig in manchen Kanälen

Aber es gibt kaum ein "gerades" Haus

Die 140,- € Fraktion kommt uns entgegen!

Einblicke, die man sonst nie hätte.

Wir würden ja gerne öfters aussteigen, aber WO?

Pause, bevor Moni Richtung Markusplatz dackelt.

Frustfuttern...



Okay, zum Glück habe ich mir vorher mehrere Plätze rausgesucht, es geht also weiter zum Theaterplatz. Doch hier finden wir keine Landungsmöglichkeit und in dem engen Kanal gibt es keine Minute ohne dass man einer Gondel ausweichen muss.  So rinnt mir die Zeit durch die Finger und ich werde immer nervöser und Moni fragt schon was mit mir los sei. Wir fahren nun raus auf den „Canale Grande“ zu meiner letzten Option, der Rialtobrücke. Doch hier ist auf wie unter der Brücke, ein Verkehr und Lärm, dass man sich nur schreiend verständigen kann. Somit hat sich auch dieser Ort als unpassend erwiesen. 

Canale Grande oder Canale Ohrenbetäubung!?!

Jetzt oder doch nicht?

Canale Grande

Canale Grande

Canale Grande

Canale Grande

Canale Grande und die Rialtobrücke.


Ab hier geht die Rückfahrt nach Lido los und ich befürchte schon das „war´s“. Wir fahren in den Kanal San Salvador ein und entdecken eine kleine Kirche und einen Supermarkt mit Anlandung für die Gondolieres. Ich begreife, hier meint es jemand gut mit mir. Ein schöner Platz und was zum Futtern, muhaaa perfekt. Nachdem wir uns also was für den Bauch im Supermarkt geholt hatten und ich mir sicher sein konnte, die Madam ist glücklich und zufrieden, war der richtig Zeitpunkt gekommen. Alles war perfekt vorbereitet, ein Griff ins Kajak und das Schmuckkästchen wäre parat. Ich nehme allen Mut zusammen und möchte gerade zum Kästchen greifen, da sagt Moni: „Ich brauch dringend ein Klo, sonst habe ich für nichts anderes meinen Kopf frei!“. Ich fasse es nicht, ich verzweifele innerlich, wenn ich jetzt Frage wird sie diesen Moment immer mit dem Gedanken zu einem Klo verbinden. „Ja dann geh doch“, sag ich lapidar und schon leicht gereizt. Doch genau das stellt ein Problem mitten in Venedig dar, wenn man nur Gummischuhe, eine nasse Sporthose und ein verschwitztes Hemd  an hat und auch noch nach dem „sauberen“ Venedigwasser riecht! 

Auf der Suche nach dem KLO

Wir warten...



Nachdem Moni endlich freudig strahlend zurück kam, war der Moment gekommen, bevor noch irgendetwas dazwischen kommen kann nehm ich sie schnell in den Arm und Frage: 


„Willst du mich heiraten!?!“ 


und sie fragt „Wen, dich?...Nö!!!“ 





Scherz, sie hat „JAAAAAAAAAAA“ gesagt und mir einen ganzen dicken Schmatzer aufgedrückt. Eine vorbeilaufende Touristin fragen wir, ob sie kurz ein Bild von uns machen könnte. Widerwillig stimmt diese zu und macht ein Bild. Als sie mir die Kamera zurück geben möchte, sag ich ihr, dass ich gerade um Monis Hand angehalten habe. Sie schupst mich zurück zu Moni und entfesselt mit der Kamera ein Bilderfeuerwerk und redet dabei unentwegt: „oh ist das schön, Klick, wie romantisch, Klick, so schön, Klick, ach wie schön, Klick“ ich gehe einen Schritt auf sie zu und sage „Danke“ doch sie schupst mich erneut zurück zu Moni und sagt: „noch ein Bild, Klick, so romantisch, Klick, und das mit dem Kajak, Klick, ach wie schön, Klick…!“ Zum Glück drängt ihre Tochter darauf weiter zu gehen. Auf der anderen Seite des Kanals angekommen, dreht sie sich um, faltet und drückt ihre Hände ganz fest an ihre Brust und seufzt sehr laut: „soooo romantisch!“ und verschwindet in den Gassen Venedigs. 

Schwung holen und...

...Freudensprung!

Da fehlt doch einer und das T-Shirt müsste eigentlich einen kostenlosen Startplatz beim EBM bringen!

Hallo, näher zusammen...die EHE ruft...

Geht doch!




Wir beschließen noch 2 Schlenker durch die Kanäle zu fahren und machen uns dann endgültig auf den Rückweg nach Lido. Nach fast 17 Kilometern Paddeln erreichen wir sehr glücklich aber total fertig unseren Campingplatz, gehen Duschen, essen eine Kleinigkeit und schlafen glücklich ein. 


Noch ein starker Schluck von Xenofit...

...ein Eis hinterher...

...und es kann weiter gehen.

An der Rückseite des Arsenals

 
Nähe San Pietro

Baum auf dem Campingplatz


Wieder zurück in Slowenien - Kajak



Am frühen Morgen packen wir unsere Sachen zusammen und verlassen den wirklich sehr, sehr schönen Campingplatz auf Lido. In Bovec angekommen beschließen wir noch eine Kajaktour alleine zu fahren, denn die Kajaks sind für diesen Tag ja auch schon bezahlt. Und wer das „Wellenbad Venedig“ erpaddelt hat, wird wohl mit der Soca locker zurechtkommen. Ich lese mir an der Einstiegsstelle noch schnell die Hinweistafel durch, doch dort stehen nur unwichtige Dinge und Grundregeln wie: „Unterschätze niemals den Fluss“ oder „Überschätze niemals dein Können“ oder „wenn du den Fluss nicht kennst, fahre mit einem Guide“ bla, bla...

 
Auf der Soca

Was friedlich aussieht kann ganz schön bissig sein

Relax Dicker

Was für eine Kulisse



Die Wildwasserschwierigkeitsskala geht von I-VI und wir fahren hier nur Abschnitte mit I-II und kleinen III-Stellen. Noch dazu kennen wir ja einen großen Abschnitt des Flusses von unserem Anfängerkurs. Also ab rein in das nasse Vergnügen und lospaddeln. Dass es die letzten 2 Tage in unserer Abwesenheit oben in den Bergen stark geregnet hat und die Soca nun deutlich mehr Wasser führt, merken wir bereits nach nur 200 Meter. Ein Baumstamm hängt genau in der Strömung und wir somit in ihm drin bzw. darunter. Also anhalten, Kajaks ausleeren, gelernt dass die Panikschlaufe funktioniert, dass das Wasser kalt ist und wir unser Können eventuell etwas überschätz haben. Aber was soll`s, kurz „relaxen“ und weiter geht`s auf der schönen Soca. Wir machen einige Bilder und erfreuen uns der Bergkulisse, so fühlen sich also echte Kajakfahrer!

"kleine" Wellen große Wirkung

Moni entdeckt ein Hinderniss im Wasser und stutzt

Anhalten, relaxen und staunen passieren hier fast von alleine

Auf Spurensuche von Narnja



Vor uns liegt nun eine Engstelle, die beim Anfängerkurs schon für Adrenalinausschüttungen gesorgt hat. Links anfahren und dann einfach geradeaus durch, so war das beim Anfängerkurs. Doch schon beim Anfahren erkenne ich, die Situation hat sich verändert. Ich bleibe mit der Spitze des Kajaks hängen. Die Strömung reist das Hinterteil mit, ich werde quer in die Wellen und gegen den nächsten Stein geschleudert. Ich verliere total die Kontrolle und kippe um. Ich reiße Unterwasser die Augen auf, der Helm schleift über das Flussbett. Als erstes nehme ich dieses Geräusch des Wassers war, dieses knistern und poltern wenn ganze Steine vom Sog der Strömung mitgerissen werden, diese Demonstration von natürlicher Stärke und Macht unterhalb der für mich wichtigen sauerstoffhaltigen Wasseroberfläche.  Ich werde im Kajak hängend rumgerissen und nehme mit Entsetzen diesen Stein vor meinem Gesicht war. Die Beine spannen sich mit aller Kraft gegen das Boot, doch die Spritzdecke will sich nicht lösen. Ich denke an die Worte unserer Guides, die Soca ist nicht tief, wenn ihr umkippt, Körper zum Boot ziehen und nicht hängen lassen. Also Speckgürtel zusammengepresst und im letzten Moment mit dem Kopf am Stein vorbei gezogen. Sekunden kommen einem hier unter dem Boot fern des Sauerstoffs wie eine Ewigkeit vor. Warum geht diese blöde Spritzschutzdecke nicht ab. Ich knalle mit der Schulter gegen einen Felsen. Mir fällt Regel Nummer 1 ein – Relax. Also kurz die Beine lockern, die Augen schließen und ja klar Regel Nummer 2 – Panikschlaufe ziehen. Ich taste entlang der Kante nach vorne, bekomme die Schlaufe zu fassen und schwups, löst sich das Boot wie von alleine, ich fluppe an die Oberfläche. Luft holen, umschauen, freudig feststellen dass Moni die Stelle locker gemeistert hat. Nach vorne schauen, Paddel und Kajak in der Strömung ergreifen, akzeptieren dass es auf dem Weg ins ruhige Gewässerchen noch einige blauen Flecken geben wird, festkrallen und „treiben“ lassen. Ich bringe mich und das Kajak irgendwie ans Ufer und atme erst mal tief durch. 

 
Dies war nicht unsere letzte Befahrung

Erst Kraulen lassen...

...dann mit Moni und Pummel einen "drauf" machen!




Mit Guide wäre das wohl so nicht passiert. Wir beschließen nicht wie geplant bis Sreprenica 2 zu fahren sondern uns in Sreprenica 1 abholen zu lassen. Genug Kajakabenteuer für diesen Urlaub, aber bestimmt nicht für immer. Im Prijon Sport Center werden wir sehr freundlich empfangen und alle freuen sich wirklich herzlich über unsere Erzählungen von Venedig, bis ein lautes Grollen die Unterhaltungen unterbricht. 

Pummel bereitet zusammen mit...
...Moni die Glut vor...
...während Frank bei der Wurst nur ein bissel aufpasst...

...schenkt er dem Fleisch seine volle Konzentration.



Während die meisten Richtung Himmel schauen und die Gewitterwolken suchen, schaut Moni mich an und fragt „War dass das Fleischgrummeln?“. Ich nicke nur verlegen und die anderen wollen gar nicht glauben, dass solche Geräusche in einer „menschlichen Essensverwertungsfabrik“ entstehen können. Wir fahren nach Bovic Fleisch kaufen, sammeln Holz am Flussufer und lassen die Mystik der Bergwelt an einem schönen Lagerfeuer auf uns einwirken. 

Lagerfeuer braucht keine Worte!

Unser Osterfeuer



Endlich wieder Mountainbike



Da zu einem ordentlichen Stück Grillfleisch auch „etwas“ Bier dazugehört, war der Kopf am frühen Morgen nicht sofort 100 % einsatzfähig. So brauchten Moni und ich doch einige Anläufe bis wir uns endlich zu einer Radtour aufmachten. Heute sollte es die Tour 8 der „Freiraus-Jungs“ sein. Wir können diesen Bike-Guide fürs Socatal nur empfehlen. Wir hatten zwar gehört, dass es Ende März zu großen Schäden in den Wäldern durch einen Eisregen gekommen sei, aber dass diese Naturgewalt ganze Hänge zum Abrutschen gebracht hat, das haben wir nirgends gelesen. 

Wo ist der Weg nur hin

Wer sein Rad liebt, der trägt

Anderen beim Paddeln zuschauen

Keine Brücke für mich!



So stand schon nach wenigen Kilometern die erste Kletterpartie an. Denn ca. 100 Meter Hang sind in die Soca abgerutscht. Nach dieser Biketrageeinlage führte uns der Weg mit stätigen Auf und Ab durch das Socatal bevor es mit dem richtigen Bergauf los ging. Bei dieser wirklich schönen Tour hatten wir alle Wetterlagen von Sonnenschein über Hagel hin zu Gewitter und Tragepassagen durch Schnee. Leider haben wir wohl auch irgendwo da oben, nicht nur den Satellitenempfang fürs Garmin verloren, sondern im Schnee auch die richtige Abzweigung verpasst. So durften wir unsere Bikes ca. 3 Stunden Richtung Tal auf einem sehr steilen Abstieg tragen und schieben. Spaß gemacht hat es trotzdem und das Socatal wird uns wieder sehen zum Biken.

Slowenische Gegenstromanlage...

Pummel passt auf die Bikes auf

gigantische Kulisse

schöne Wege

Massive Aufstiege

schöne Almen

Der Wald wird lichter

Schutz vor dem Regen

Schneefelder gab es hier noch mehr als genug



Eigentlich wollten wir bis Sonntag bleiben, doch die Bilder des Kinderennens aus Bad Harzburg, die uns am Samstag erreichten haben, haben uns „Heiß“ auf den Marathon am Sonntag gemacht. Und Moni hatte ja eh noch eine Rechnung mit der Langstrecke in Bad Harzburg offen. Also den Deal geschlossen, ich fahre durch damit Moni auf der Langstrecke strampeln kann. 


Eventgelände Bad Harzburg


Bikemarathon in Bad Harzburg



Wir erreichen um kurz nach 0:00 Uhr das Eventgelände an bzw. auf der Pferderennbahn in Bad Harzburg. Wir stellen uns neben den Campingwagen des R2Fast –Teams. Obwohl Moni fast die ganze Fahrt geschlafen hat, schläft sie auch hier sofort wieder ein. Ich brauche noch etwas um nach der langen Fahrt erst mal etwas runter zu kommen und lese in einem Campingausstatterkatalog. Wann ich eingeschlafen bin, kann ich nicht sagen. Wach werde ich jedenfalls weil Angus Young mit seinem Song Highway to Hell an mein Ohr vordringt. Ich stolpere aus dem Bus raus, bin erfreut über die angenehme Temperatur und den Guten-Morgen-Song und mache in Unterhose erst mal „den“ Angus Young Duck Walk auf der Pferderennbahn. 

Mehr brauchen wir nicht :-)


Ein Facebookbild vom Gelände gemacht, Moni nervös aufgeweckt, da die Kuchentheke schon aufgebaut und offen war, Kuchen und Kaffee genossen, von Axel zur Verlobung gratuliert bekommen und schon kamen die ersten Biker auf dem Parkplatz angefahren. Es dauerte auch nicht lange und die ersten MTB-Eulen sind aufgetaucht. 

Die ersten Eulen sind eingetroffen


Da Kathrin noch ihre „Kampfwunden“ von Bad Salzdetfurth kurieren musste, hat sie Moni den Startplatz als Verlobungsgeschenk überlassen. Einen ganz dicken Dank dafür und gute Besserung. Das Moni am Ende wirklich die 5 Runden angehen würde, hätte ich nach der Woche nicht gedacht. Ich melde mich für 3 Runden an und war sogar kurz am Überlegen nur eine Runde zu fahren.  Von vielen Seiten kommen Glückwünsche zur Verlobung und wir müssen mehr als einmal erzählen, wie es war mit dem Kajak durch Venedig zu paddeln. 

Moni am langen Anstieg

Mein Held 222 mit Marco und mir am langen Anstieg

Noch kann Moni lachen

An diesem Wochenende sind 11 MTB-Eulen ihrer Wanderlust nachgekommen und in Bad Harzburg angetreten. Die Jugend hat uns ja mal wieder vorgemacht, wie das mit den Pokalen geht. Für mich steht fest, mein Pokal wird eine leckere Bratwurst sein. Der Start wird wegen des Andrangs bei den Nachmeldungen um 15 Minuten verschoben. Punkt 10:00 Uhr fällt für Moni der Startschuss für 95 Kilometer mit weit über 2.000 sehr steilen Höhenmetern. 15 Minuten später folgen die Starter der Mittelstrecke mit 57 Kilometer und ca. 1.200 Höhenmetern. Die Eule Marco muss ich diesmal sehr früh ziehen lassen, Didi kann ich hingegen durchgehend am Anstieg im Auge behalten. Mitten im Renntumult an der steilsten Stelle, stelle ich zu meinem Erstaunen fest, dass der Lenker komplett lose ist und falle fast um.  Peter Bundschuh vom White Rock e.V. mit der Nummer 222 sieht es, bleibt stehen, kramt in aller Seelenruhe sein Multitool aus und hilft mir beim Ausrichten und Befestigen meines Lenkers. Nein, wir kannten uns vorher nicht und ja ich schulde dir noch ein Bier mit Bratwurst beim nächsten Aufeinandertreffen. DANKE für deine Hilfe. Danach kann es weiter gehen. Ich erwische mit Christoph vom Team Tretlager einen super Kämpfer, der große Gänge auf den flachen Stücken fahren kann und so geht es nach dem ersten Anstieg vollgas bis zum nächsten Berg. Die Gruppe harmoniert, mit ständig wechselnden Fahrern und die 2. Runde macht so richtig richtig Spaß. In der 3. Runde schwinden allerdings meine Kräfte und ich denke an Moni, die heute 5 Runden bewältigen will.  Ich habe das Glück mich bei Stephan F. in den Windschatten hängen zu dürfen und werde so bis zum letzten Anstieg „gezogen“. Diesen noch ein letztes Mal hoch und ich kann die Bratwurst schon regelrecht riechen! Im Großen und Ganzen bin ich trotz der für den Harzcup punktenlosen Platzierung auf Paltz 49 mehr als zufrieden. Das neue Material von Radon und Tune hat die Feuertaufe überstanden und nach einem solchen Urlaub scheint einem in jeder Situation „die Sonne aus dem Arsch“! 

Radon Black Sin mit Tuneparts und Xenofit

Immer wieder treffen Dirk und ich uns auf den Strecken des Nordens

Noch bin ich vorne, doch dann gab Dirk mal Gas und zog vorbei!

Warten auf die Weiblichkeit...


Monis Körper wollte nach dem Urlaub auch nicht so, wie sie es gerne wollte. Nach 3,5 guten Runden versagte einfach der komplette Körper und sie brach das Rennen ab denn auch das Rad wollte mal Feierabend haben. Kopf hoch und weiter, das nächste Rennen kommt und somit auch wieder eine Ziellinie. 

Am langen Anstieg entscheidet der Kopf wie es weiter geht

doch noch kann Moni lachen

Die Tune-Laufräder-Dreckschleuder laufen sau geil

Xenofit im Tank

Wasserspiele - so wie den ganzen Urlaub

Das Lächeln täuscht

Drücken und fighten, so soll es sein

Da kann Mann nur staunen!
 
Kurz vor dem "Rad-Urlaub" ;-)


Nach einem gemütlichen Danach, mit lecker Bratwurst und Kuchen fuhren wir Heim und beendeten einen wunderschönen Osterurlaub. 



Bilder


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Bilder von Drea und Markus zum Rennen in Bad Harzburg - HIER KLICKEN 



Links und nützliches zum Artikel


Unseren knapp 17 Kilometer langen Paddelweg haben wir auf Gpsies mal nachgeklickert zum nachpaddeln - DIE ROUTE


Das Prijon Sport Center in Bovec direkt an der Soca bietet zu sehr fairen Preisen alles was das Kajakherz benötigt und hat eine sehr schöne Zeltwiese direkt angeschlossen. - HIER KLICKEN


Im unteren Socatal führt für Camper kein Weg an Villis Campingplatz vorbei.- HIER KLICKEN

Schönes MTB-Tourenbuch und vieles mehr gibt es hier - KLICK


Der Campingplatz San Nicolo in Lido ist für mich ein „Geheimtipp“ für alle die gerne günstig in direkter Nachbarschaft zu Venedig übernachten möchten oder Venedig mit dem Kajak erkunden wollen. Das Meer ist keine 15 Meter von der Campingplatztür entfernt. Wir sind rechts ca. 40 Meter von der Campingplatztür kurz vor der Militärzone ein und ausgestiegen. - HIER KLICKEN


Das Museum in Kobarid ist immer ein Besuch wert. - HIER KLICKEN


Homepage der Marathon Veranstaltung Bad Harzburg.- HIER KLICKEN

Kommentare:

  1. Super schöner Bericht mit vielen tollen Eindrücken!

    Kopf hoch Moni, die Langstrecke in Bad Harzburg ist auch echt eine harte Nummer find ich. Ist auf jeden Fall super mutig von dir, dass du es noch ein 2tes Mal versucht hast ;-)

    PS: Schickes Radon Frank

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  2. Moin ihr beiden. Bevor meine Mail wieder im Spamfilter landet schreib ich mal hier:-P Wir sehen uns am Samstag ja in Boffzen. Könnt ihr was zur Streckenbeschaffenheit sagen? Sollte es vorher dolle regnen oder nass sein, is die Strecke dann sehr schlammig oder is das meiste befestigt und recht wetterunabhängig? So wegen Reifenwahl usw ;-)

    Grüße

    Luki

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    1. Die Runde ist wohl zu großen Teilen neu abgesteckt. Letztes Jahr war sie "wetterunabhänig" und deutlich länger. Die Trailabschnitte waren alle im dichten Wald und sollten also auch bei regen machbar sein. Moni und ich haben den "Ron" drauf fürs Wochenende.

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  3. Big Respekt zu Ihnen für solch einen aktiven Lebensstil und Freizeit. Heutzutage ist es nicht üblich, dass Paare, die einen Weg wählen, um Spaß zu haben. Noch typischer so etwas wie der Rest der Stadt oder einfach nur in das Land. Nicht jeder hat den Mut, zu versuchen, das Boot zu schwimmen. By the way, zu sehen, dass Sie Fans der aktiven nicht-traditionellen Urlaub sind, kann ich Ihnen nicht raten, putshestvie auf einer Stange zu versuchen. Sie stellen sich vor, wie viele neue Gefühle, die Sie gewinnen. Dort können Sie eine Menge Dinge zu tun. Bilder, in Zelten auf dem Flug vertalete Camping und sogar Ihre Lieblings-Kajak. Sie müssen nur versuchen https://poseidonexpeditions.com/de/activities/.

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