Montag, 14. April 2014

Armbruch, Einbruch und dann doch noch Stefan Danowski geschlagen!...





…und das Alles in umgekehrter Reihenfolge!

Der Start in Bad Frankenhausen


Meine Wochenlehre vorweg: Ist der Kopf nicht frei, sind es die Beine auch nicht! 

ohne Worte!


Diese Woche durfte ich beruflich durch die Hallen der Hannover Messe schlendern und auch mal rechts und links nach den ganzen Bikes schauen. Waren doch einige schöne Teile dabei, so hat es mir unter anderem ein Bike to Go in Sandwichbauweise aus Holz angetan. Aber auch hier war ich in Gedanken die ganze Zeit bei meiner Weiterbildung, die meinem Kopf doch keine Ruhe lässt. Denn die erste Prüfung steht bald an. Während Moni fast täglich eine 80 km-Tour genießen kann, darf ich am Schreibtisch nur darüber philosophieren, wie schön es doch wäre. Aber naja, auch das ist ja hoffentlich bald überstanden. 

Baukasten...

...die Idee und Anleitung...

...und fertig aufgebaut!

auch nicht zu verachten


Da der Kopf aber egal wie hin und wieder eine Auszeit braucht habe ich mir die Donnerstagrunde mit den MTB-Eulen und das Rennen am Samstag in Bad Frankenhausen nicht nehmen lassen. Richtige Vorfreude gab es aber auf Helmuts Höllenritt am Sonntag und dem angeblich legendären Kuchenbuffet, hier sollte auch wieder Moni mit am Start sein. Doch nun zurück zum Kyffhäuser Berglauf in Bad Frankenhausen.

Alles rein und ab!



Samstagmorgen sollte es losgehen. Treffpunkt 8:22 Uhr in Peine am Bahnhof. Die Räder verstaut, Christian und Christian bekannt gemacht und Didi dazu in den Bus gestopft. Ab auf die Autobahn und die 37 Serpentinen nach Bad Frankenhausen angefahren. Doch irgendwie waren wir zu schwer und es wurde eine PP Pinkel-Pause zur Gewichtsreduktion angeordnet. Und siehe da, danach ging es auch über den Berg zu einer Veranstaltung mit insgesamt über 2.000 Sportlern und Sportfans. 

Gewichtsoptimierung für den Berg!



Kaum angekommen fanden wir unser Paradies vor. Noch vor dem Rennen gab es hier schon Crepés, Eintopf mit Wurstbeilage oder lecker Bierchen. Den 4 Jungs der Herzkreislauf Gruppe aus Edemissen kurz Hallo gesagt und schon standen wir im Startblock.

Essen können wir, davor und danach!


8 Helden, der eine ist beim warmup

Davor wie danach, gute Stimmung

Das Rennen startet sehr schnell, zu schnell für mich. Die ersten 10 Kilometer ging es mit einem Schnitt jenseits der 30 km/h hinter einem Polizeiwagen her und am ersten Anstieg sah ich dann auch ohne Polizeiwagen nur noch blaue Lichter! Didi kam an mir vorbei und fragte wie immer „Wasn los?“, und irgendwie schaffte ich es auch meinen Puls wieder runter zu bringen am Berg und Sauerstoff in meinen dicken Adoniskörper zu pressen. Doch kaum hab ich mich gefangen fährt Christian an mir vorbei und zeigt auf den Sattel seines Vordermannes und was soll ich sagen? Der Lachanfall sorgte erneut für Sauerstoffmangel in den Beinen. Denn am Sattel des Radlers hing ein Rinderhodensack! So fuhren einige an mir vorbei und dachten sich wohl ihren Teil!

So ein Teil hing hinten am Sattel



Aber auch hier beim Rennen gingen mir plötzlich wieder Formeln, Sätze und Zahlenkolonnen durch den Kopf und scheinbar somit auch Kraft aus den Beinen. Jedenfalls wurde ich nach hinten durchgereicht bis irgendwann Racing Ralph vorbei kam und mich aufmunterte bissel im Windschatten zu bleiben. So schleppten mich Racing Ralph und Teampartner Dirk Bosse etliche Kilometer im Windschatten mit ohne eine Mitarbeit zu erwarten. Für diesen Prowell-Germany-Express kann ich nur danke sagen. Doch auch hier musste ich abreißen lassen und bevor ich richtig darüber nachdenken konnte, dass mir das Hinterrad von Moni fehlt, kam Naima Madlen an. Eine Zeitlang konnten wir dann meine Kilos in den Abfahrten zusammen nutzen und ihren Klettergeist an den Anstiegen. Doch eingangs der 2. Runde und dem 8 Kilometer langen Anstieg musste ich auch sie ziehen lassen. Hier einen dicken Glückwunsch zum 1. Platz bei der weiblichen Elite Naima Madlen. 

Christian O. am langen Anstieg



Zum Glück war die Strecke trotz sehr viel Waldautobahnabschnitten immer wieder mit kleinen Trails oder einer mega-geilen Abfahrt in ein Dorf gespickt. In Udersleben am Verpflegungsstand gab es Musik und fast Volksfeststimmung und die Aussicht auf den Anstieg zum Flughafen. Ich haderte ganz schön lange mit mir ob ich eine richtige Pause einlege, aber irgendwie strampelten die Beine dann doch weiter. Endlich im Ziel angekommen standen die Christians und Didi schon nervös mit den Füßen trampelnd auf mich wartend da. Zum Glück hatten wir nun alle einen gleichen Gedanken und liefen wie ferngesteuert zum Bierstand wo die Herzkreislauftruppe ihren Sieg über die Bezwingung der Mittelstrecke schon feierte. Eigentlich könnte ich mit knappen 3 Stunden für die 62 Kilometer mit 1.200 Höhenmeter und einer Spitzengeschwindigkeit von knappen 62 km/h im Gelände glücklich sein. Aber die Beine hätten mehr gekonnt, wenn der Kopf frei gewesen wäre. 

YES, wir haben es mal wieder getan und geschafft!

Volksfeststimmung auch nach dem Rennen.

Nein, ich habe mir hier bestimmt nichts zum futtern geholt, ich nicht ;-)


Wir verließen dann irgendwann die schöne Veranstaltung um uns Richtung Heimat aufzumachen. Ziemlich in der Mitte der Strecke liegt das Torfhaus und sein leckeres Essen. Also ab auf den Parkplatz, Stefan Danowski dabei getroffen und rein ins warme Stübchen. Und was soll ich sagen, ich habe mein Essen schneller runtergeschlungen wie Stefan Mahlzeit sagen konnte. Evtl. ja nur um sagen zu können, ich habe Stefan „geschlagen“! Nach einem schönen Plauderstündchen machten wir uns auf die restlichen Kilometer zu bezwingen. Christian O., der heute einen megastarken 6. Platz AK einfuhr, am Bahnhof rausgeschmissen und ihm eine gute Heimfahrt für die restlichen 3. Stunden Zugfahrt dank Fussballfans gewünscht. 

Futtern wie bei Muttern, Didi, Chrsitian, Christian, Stefan und ich.



Christian und Didi noch einen schönen Restabend gewünscht und ab Moni von einer Geburtstagfeier abholen. Endlich daheim ging es für mich auf den heiligen Dom und für Moni zum Nachbarhaus der nahen Verwandtschaft, um angelieferte Kartons inkl. meinem neuen Radon zu holen. Doch kaum habe ich die Hosen unten kommt Moni wild schreiend angerannt. Einbrecher im Haus, jetzt! Also Hose hoch, raus, rüber doch schon zu spät. Die Jungs sind geflüchtet. Schnell um das Haus, doch auch da ist keiner mehr und dann kommt auch schon die Polizei. Ich schaue in den Flur und in die Verwüstung hinein und denke zu meiner Schande nur eines; „Oh nein, kein Karton mit dem Bike mehr da!“ Ich unterdrücke dieses Gefühl natürlich, denn es gibt ja Schlimmeres in einem solchen Moment aber MEIN NEUES BIKE!!! 
 

Ewigkeiten später, es wird schon fast wieder hell, sitzen wir mit den Polizisten am Tisch und endlich fragt mich mal einer ob mir schon was aufgefallen wäre, was fehlen könnte! Und endlich kann ich sagen: „Mein neues Bike, mein Black Sin, mein Traum in Schwarz wurde in die Schwärze der Nacht entführt. Oh mein Gott ich brauche Taschentücher so schmerzt mich der Verlust.“ Da schaut Moni mich an und sagt: „Ach Schatz, den Karton habe ich heute Morgen schon in unseren Keller getragen!“ Und somit bin ich wohl der Einzige der jemals vor dem Polizeispurensicherungskommando einen Freudentanz durch ein verwüstetes Haus gemacht hat. 


Leider führte diese Aktion auch dazu, dass wir nicht unsere heiß umkämpften Startplätze bei Helmuts Höllenritt antreten konnten. Wir können nur Entschuldigung in Richtung des Veranstalters sagen, denn wir haben wirklich bei ihm um Startplätze bzw. einen Platz am Kuchenbuffet gebettelt. 


Doch das Wochenende ist noch nicht rum, und von allen Seiten kommen Anfragen zu Touren. Aber wir bleiben daheim und schauen erstaunt auf die nun eintrudelten Meldungen im Chat. Shit, Vorderrad defekt, gegen einen Stein gefahren, Tour abgebrochen schreiben die Harzer. Kettenriss und somit lange Schiebepassage schreiben die Hannoveraner aus dem Deister. Und dann kommt die Obermeldung: Eule liegt im Krankenhaus unterm Messer, „Flügel“ gebrochen im Lichtenberg! Ich lege mich vorsichtig auf die Couch und beschließe, „hier und heute bleibst du liegen mein Freund“.
  

Nächstes Rennen somit für Moni und mich evtl. Bad Harzburg. Und bis dahin der Eule Torsten gute Besserung für die Heilung des Flügels! 

Links:

Bilder zum Teil von Prowell Germany und Bad Bikers , danke David, Ralph und Stefan.

Homepage Veranstalter

Homepage Stefan Danowski

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