Donnerstag, 2. Juni 2016

Jihlava 12/24 Stunden MTB Spaß

Die Ruhe vor dem Rennen in Jihlava


Nachdem feststand es geht wieder zur Beskidy Trophy, schaute ich mal was es sonst noch an Veranstaltungen in der Richtung „Ost“ gibt. Und ihr könnt euch nicht vorstellen wie groß die Freude war zu sehen, dass das Event Jihlava 24h MTB genau in den Anfahrtszeitraum passt. Da wir aber auch noch vom letzten Jahr (Klick Bericht 2015) wussten wie hart und wirklich anspruchsvoll, nicht nur für ein 24h Rennen, die Strecke ist, waren wir froh über die Möglichkeit sich auch „nur“ für 12h anmelden zu können. 

Zeit bis zum Start überbrücken.

Unsere Anreise verlief locker und vor Ort wurden wir von freundlichen Einweisern empfangen. Das Camp in diesem Jahr zentral an einer Stelle und nicht dezentral in der Stadt verteilt wie letztes Jahr, war durchgehend von einer guten Atmosphäre geprägt. Genial auch, dass ein kleiner gemeiner Downhill seinen Auslauf mitten im Camp hatte. Adrenalin pur jede Runde. 

Moni im Downhill vor dem Camp
Ich im kleinen Downhill

Die Anmeldung verlief absolut reibungslos und sofort hatten wir eine Dolmetscherin an unserer Seite. Es gab auch extra für alle, die kein Tschechisch konnten eine Ansprechpartnerin, die gut Englisch sprach, dafür danke an die Orga. 

Eventgelände am frühen Nachmittag

Eine weitere Besonderheit bei diesem Event ist das Konzert, die Party am Vorabend des eigentlichen Rennens. Doch vorher machen wir uns auf, eine Proberunde zu erkurbeln. Und schon am ersten Anstieg sendete uns unser Hirn die Schmerzsignale vom letzten Jahr mit der Frage: „Warum wieder hier?“ Doch die Frage beantwortet die Strecke alleine. Es ist einfach eine schöne richtige kleine MTB-Runde mit sehr vielen Trails, bösen Anstiegen (die glaube ich kein einziger Fahrer immer gefahren ist) und irgendwie zumindest für uns ein Gute-Laune-Feeling hervorruft. 

Frühstück

Das Konzert genossen wir mit bissel Pivo und Steaks und legten uns irgendwann glücklich gesättigt ins Zelt. Am nächsten Morgen werden wir von wilden Treiben und Hupen im Camp geweckt. Also raus aus den Federn, frühstücken und Ausschau nach Günther (Team) halten, der eigentlich auch anreisen wollte. Leider wurde er sehr kurzfristig verhindert. Wir richten unsere Verpflegungshaufen und ernten amüsierte Blicke von unseren Campnachbarn.  

Meine Rennverpflegung

Monis Rennverpflegung

Nach der Fahrerbesprechung gibt es ein gemeinsames Roll Out aller Teilnehmer ins Stadtzentrum. Die Polizei sichert die Straßen und die Leute steigen einfach aus ihren Autos aus und klatschen. Auf dem historischen Marktplatz gibt es dann noch einige Ansprachen und 4 Salutschüsse zum Start. Anfangs durch die Altstadt fährt noch ein Pacecar voraus und alles hat seine Ordnung, doch kaum zieht das Auto raus, geht die Post ab. 

Start auf dem Marktplatz

Richtig was los hier.

4 Schüsse bis zum Start

Das Feld sprintet nun über die breite Hauptstraße in die erste Abfahrt, durchs Fahrerlager und ab über die Startlinie. Nun geht es gemeinstens den Berg hoch, 8-15% Abschnitte mit groben Steinen und zusätzlich noch Stein- und Holzstufen und in der letzten Kurve noch ein 20er. Es folgte eine rasante Trailabfahrt auf denen der Wald uns noch extra einen Wurzelteppich ausgerollt hat. Scharfe Kurve und es geht in den längsten Anstieg, der sich aber gut wegdrücken lässt (zumindest anfangs). 

Der erste Anstieg...

Beinahe ein Problem, gut wenn die Bremse funktioniert.


Weiter geht es wieder über einen Trail am Zoo vorbei in eine kleine Wurzelteppichrampe über eine Straße in einen Trail. Es folgt ein kleiner Anstieg über Kopfsteinpflaster, eine kleine Schotterabfahrt und schon ist man wieder auf einem Trail in einem Anstieg. Kaum in der Trailabfahrt kommen Spitzkehren, natürliche Anlieger und selbstverständlich Wurzeln und Steine als Bremshindernisse entgegen geflogen.  

Coole Trails

kleine Rampen

Entlang eines Ufertrails geht es über einen Wehr auf die Straße zurück Richtung Zoo. Doch kurz vor dem Zoo muss man über einen Kopfsteinpflasterweg wieder aufwärts Richtung Stadtmauer. Diese können wohl nur die Wenigsten komplett fahrend erklimmen, wir tragen die letzten Stufen von Anfang an. Jetzt geht es entlang der Stadtmauer zu einer Treppenabfahrt mitten in ein Cafe hinein, was hier die ersten Runden an Stimmung herrscht ist unbeschreiblich. 

Über das Wehr.

Die Treppen hoch zur Altstadt

Hopp Hopp


Weiter geht es durch die Altstadt, vorbei an der Kirche und Vollgas über die Marktstraße. Diese verlässt man wieder Richtung Stadtmauer, über einige Stufen in ein Vollgastrail zum Downhill der einen direkt im Fahrerlager ausspuckt und schon geht die Runde von vorne los. 

Aus der Altstadt kommend...

....geht es übr die Treppen zurück ins Tal.

So fahren wir die ersten Runden mit einem Dauergrinsen im Gesicht und klatschen uns freudestrahlend in der Wechselzone ab. Anfänglich schaue ich aber auf die falsche Rangliste (dumm wenn man kein Tschechisch kann), ich sehe uns in der Overall-Wertung auf Rang 8. Beim Wechsel sag ich Moni, Platz 7 ist unser Ziel die nächste Stunde und sie nickt nur. 
Ab durch die Wechselzone.

In der ersten Anstieg.

An den Männern vorbei.


Ruckzuck sind 6 Stunden rum und ich schaue wieder in die Rangliste, doch diesmal springt die Anzeige in eine Übersicht nach Kategorien und siehe da, wir sind auf Platz 1 der Mixedwertung. Beim Wechsel sag ich Moni, wir sind auf 1 und 8 in der Overallwertung. Als Antwort erhalte ich die Ansage, dann gebe mal Gas, Platz 7 will ich haben. 

Über eine kleine Brücke.

Unter einer großen Brücke hindurch

Einer der kleinen Downhills.

So geht es in die Nacht hinein und wir holen uns auch noch Platz 7 in der Overall-Wertung. Unser Vorsprung auf Platz 2 in der Mixedwertung ist groß genug und wir beschließen 30 Minuten früher aufzuhören damit wir die ersten in der Dusche sind. Der Plan ging auf und um kurz nach 0:00 Uhr stehen wir frisch geduscht im Verpflegungszelt, gönnen uns noch ein Bierchen und eine Gulaschsuppe. 

Ziel erreicht.

Livemusik um 0:00 Uhr im Wechselzelt

Prost

3 Runden auf den 2. und 5 Runden auf den 3.

Doch nun geht es nicht ins Zelt zum Schlafen, sondern wir marschieren an den bösen Anstieg, positionieren uns im oberen Drittel, drehen ACDC auf, packen die Tröten, Ratschen und Bierchen aus und feuern die 24h-Helden bis kurz nach 3 Uhr an. 

Anfeuern in der Nacht

Der Wecker unterbricht um 8:00 Uhr unseren Schönheitsschlaf, denn um 9:00 Uhr ist Siegerehrung. Schon genial mit welcher Professionalität hier alles aufgezogen ist und sogar eine Deutschlandfahne wurde extra für uns aufgehisst. Mit 246 Kilometern und laut Garmin 5.400 Höhenmetern durften wir also das Podest ganz oben betreten. 

Mit Deutschlandfahne
Schön schön

Doch was machen mit dem angefangen Vormittag, genau ab wieder an den Berg und die 24 H Helden auch noch die letzten 2 Stunden anfeuern und fotografieren. 

Anfeuern können wir.

Die meisten freut es, noch dazu läuft ACDC in Dauerschleife.

Auch der Solosieger schiebt!

Moni auf ihren Posten.

Gute Laune hatten bei uns alle.

Insgesamt mal wieder ein mega Event was uns richtig viel Spaß bereitet hat. Das gesamte Orgateam und deren Helfer waren richtig freundlich und sorgten auch immer für genügend Verpflegung. 

Moni und ihr Helm...

Einige rannten den Berg auch hoch.

Andere legten das Bike hin und genossen Pivo.

Für uns ging es danach weiter zum Singletrail-Kras (KLICK) und zur Beskidy Trophy (Bericht kommt noch) 

Veranstaltungshomepage - KLICK
Jihlava - KLICK 
800 Pictures - Bilder - KLICK 

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