Montag, 8. Dezember 2014

Walkenried - Stöberhai - Wurmberg - Braunlage - S.H.E. - Walkenried Kloster



Am Stöberhai

Wenn der Winter noch nicht „wintert“, kann man auch im Harz noch radeln. So kam es, dass wir mal wieder unsere Bikes ins Auto verladen und Samstag in der Frühe gut gelaunt Richtung Walkenried starten. Kaum angekommen, schauen wir kurz bei meiner Schwester und dem Rest der Familie vorbei und werfen uns auf die Bikes. 

Matsch, kurz nach dem Start

Laub verdeckt Wurzeln und Steine


Direkt nach dem Start führt uns der Weg entlang der Wieda und schnell wird uns klar, der Boden war gefroren und ist nun angetaut und richtig matschig. Dass kann ja eine Tour werden, sage ich zu Moni und strample weiter im kleinen Gang durch den Matsch und höre von hinten nur bestätigendes Stöhnen. An einer Stelle müssen wir die Wieda queren, da die Brücke allerdings einen „komischen“ Eindruck macht, fahren wir durch den Fluß. 

Erst Brückentest...

...dann doch lieber nasse Füße riskieren!


Ab hier geht es nun ständig bergauf Richtung Stöberhai. Mit jedem Höhenmeter wird es auch merklich kälter und der Untergrund wechselt von schlammig-schmierig zu eisig-spiegelglatt. Wir kämpfen uns regelrecht Meter für Meter den Berg hoch. Je nachdem an welcher Seite des Berges wir fahren taucht nun auch der erste Schnee auf. 

Bissl bearbeitet...


Nach einer nicht nur gefühlten Ewigkeit erreichen wir den „Gipfel“ des Stöberhai. Machen einige Bilder und futtern Laugengebäck. Ironisch merken wir an, dass wir durch das Schneckentempo wenigstens mehr Winterpokalpunkte bekommen und stürzen uns in die Abfahrt. 

Die Kälte hängt richtig fest im Wald.

erste Schneefelder tauchen auf

Oben waren wir trotzdem


Das Stürzen, kann bei der Abfahrt sehr schnell Realität werden. Steine und Wurzeln sind im Trail nicht nur vom Herbstlaub bedeckt sondern auch immer wieder von Schnee und Eis. So kommt es, dass wir auch in der Abfahrt nicht über Schritttempo hinaus kommen.

Hier macht Biken spaß

schön vorsichtig...


Unser nächstes Ziel soll der Wurmberg und eine leckere Suppe sein. Auf dem Weg dorthin geht es teilweise über den Kaiserweg und den Mythenweg. Am Steinkreis kommen sofort auch wieder Monis Hexengene durch. 

Weiter zum Mythenweg...

...Monis Gene kommen wieder durch...

...und immer wieder langsam weiter.


Die Landschaft und leider auch die Wege sind rund um den Königskrug in Weiß getaucht. Nun wird uns klar, nur weil im flachen Peine noch kein Winter herrscht, ist das kein Grund warum im Oberharz der Winter nicht schon Einzug gehalten haben sollte. Das Gute am Winter im Harz sind die ganzen „Wanderer verboten“-Schilder die plötzlich überall im Wald stehen. Diese stehen bereits jetzt für die späteren Loipen, allerdings sind noch keine Loipen gespurt und so haben wir Mountainbiker freie Fahrt. Wenn, ja wenn da nicht der Schnee und viel schlimmer das Eis wäre. 

 
Wunderschöne Landschaftseindrücke


Yeaha, hier müsst ihr mal draußen bleiben :-)

Erst wenig dann immer mehr Schnee, ach iss des scheeee


Allerdings macht so eine Tour im Zeitlupentempo auch Spaß und wir erreichen den Fuße des Wurmbergs. Wir entscheiden uns für die Straßenauffahrt und fahren rein in die nasse kalte Wolke. Ohne dass wir es wirklich merken bzw. sehen kommen wir am neuen Wasserspeicherbecken vorbei und landen an einer neuen Holz-Hütte oben auf dem Wurmberg. 

Der Harz ist wirklich schön

Im Hintergrund der Wasserspeicher!

Oben hängen die Wolken am Berg

 
Ab in die Ski-Hütte


Also ab rein und unsere Sachen am Kamin ausgebreitet. Hier sitzen Ski-Tourengeher, Wanderer, Plastiktüten-Rutscher und nun auch Radler zusammen und genießen die gute Atmosphäre. Leider sind mit der neuen Hütte und den Liften auch die „Ski-Gebiets-Getränke-Preise“ hier oben angekommen. Vorbei die Zeiten in denen hier ein Glühwein mit Brezel für 2,- € zu haben war. Ein solches Gedeck kostet nun 5 Euro, allerdings bekommt man wirklich auch ein richtiges Hüttenfeeling dafür geboten und das ist es zumindest uns wieder Wert. 

Hot-Dog und Kürbissuppe - Powerfood

Flauschige Wärme dank Kaminfeuer


Doch irgendwann müssen auch wir wieder weiter, unser nächstes Ziel nun Braunlage und seine ehemalige Bahnanbindung. Doch was im Sommer eine schöne Trailabfahrt ist, ist hier nun eine echte Herausforderung. Man muss sehr genau aufpassen ob vor einem ein befahrbares Schneefeld ist, oder aber ein glattes Eisfeld. Jedenfalls finden wir keine Spuren im Schnee auf den Trails und die Snowboarder schauen nicht schlecht als plötzlich 2 Biker aus dem Wald kommen, die Piste queren und wieder im Wald verschwinden. Mit dem letzten Tageslicht erreichen wir die Bahntrasse der ehemaligen Südharzer Eisenbahn in Braunlage. 

 
Oben gab es noch größere Eisfelder


dann kam ein Schnee-Eis-Gemisch

Schnee-Wurzel-Suppe

Schnee Pur

und noch mehr Schnee


Über die Bahntrasse, die nun ein wirklich schöner Radweg ist, wollen wir zurück nach Walkenried rollen und auf den Weihnachtsmarkt am Kloster. Doch auch hier haben wir die Rechnung wieder ohne Väterchen Frost gemacht und brauchen für 24 Kilometer Abfahrt fast 1,5 Stunden. Erst ab dem Bahnhof Stöberhai können wir wieder richtig Gas geben und landen um 18:00 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt. 

Die Dunkelheit hat uns eingeholt

Unsere Route zum Glühweinglück

Weihnachtsmarkt - Yeaha

Da glänzen die Backen bei echten Rheinhessen-Winzerglühwein in Walkenried

Und bissel Show gab es auch noch

Tag 2



Der Tag nach dem Weihnachtsmarkt beginnt zwar etwas schleppend aber irgendwann zucken die Beine und wir sitzen wieder auf unseren Bikes. Diesmal fahren wir eine Tour, die wir auf Gpsies gefunden haben nach, aber erst ist Reifenflicken angesagt. 

kann eine Tour schöner beginnen? grrrrrrt


Die Tour startet in Walkenried und führt durch ein wunderschönes Tal (Elsbachtal?) hoch zum Vogelheerd. Von hier geht es über schöne weiße Wege zum Eulenkopf und durch das ebenfalls sehr schöne Fuhrbachtal nach Appenrode. Von hier folgen wir dem Karstwanderweg zur Höhle Kelle, da wir allerdings durchgefroren sind verzichten wir auf eine Expedition dieser. Weiter geht es nach Ellrich und auf dem ehemaligen Grenzweg, bei dem leider noch immer nicht alle Löcher in den Betonplatten zugewachsen sind, zurück nach Walkenried. 

wir geben es zu, die Mountainbiker waren es!

Schöner Weg entlang des Tales

mal wieder bis in den Sonnenuntergang


Nach einer Stärkung auf dem Weihnachtsmarkt verabschieden wir uns von allen und machen uns wieder auf den Heimweg nach Peine und freuen uns mal wieder so schöne Tage im traumhaften Harz erlebt haben zu dürfen.

Tour 1 auf Gpsies - HIER KLICKEN
Tour 2 auf Gpsies - HIER KLICKEN

PS - wir benötigten 5:49 Std. für die erste Tour - kein Witz!

Ski Gebiet Wurmberg - HIER KLICKEN
Echten Rheinhessen Winzer-Glühwein gibt es hier im Harz - GLÜHWEIN

kleine feine Helfer


einfach nur kalt

extra Tuch auf den Kopf

Baumgiganten
 
Eisspiele


noch einige Bäume

brrrrr

Wasser tanken




Quelle Wikipedia - Der Südharz-Eisenbahn-Radwanderweg - HIER KLICKEN
Die Südharz-Eisenbahn kann per Fahrrad auf dem Südharz-Eisenbahn-Radwanderweg befahren werden. Die Strecke benutzt größtenteils die alte Bahntrasse der Südharz-Eisenbahn und ist 24,24 Kilometer lang. Sie zeichnet sich eisenbahntypisch durch eine durchgehend moderate Steigung aus, lediglich im Abschnitt Wieda – Bahnhof Stöberhai sind 4 Prozent zu bewältigen.

Am 19. August 2011 wurde nahe dem Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle der Abschluss des 2010 in einem zweiten Bauabschnitt begonnenen Ausbaus feierlich begangen. In diesem Bauabschnitt wurden vor allem kurze, bisher nicht freigelegte Bahntrassenabschnitte zwischen Kaiserweg und Braunlage befahrbar gemacht sowie Höhengleichheit zwischen den Radwegabschnitten und querenden Straßen hergestellt.

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