Freitag, 21. April 2017

WTC 8, 9 und Finale



Der Wintertrainingscup des RSC Wanderlust wird Streckenmäßig immer abwechslungsreicher. Und man merkt je nach Geländeprofil, fällt es einigen schwerer und anderen leichter Tempo zu bolzen. Was aber das Feld „vorne“ komplett verändert ist die Tatsache das der eine Titelaspirant derzeit verletzt ist und der andere aus Zeitgründen nicht konnte.  


So lieferten wir (Moni, Martin, Ich) uns auf der 4 Kilometer See-Trailrunde beim 8.WTC mit immerhin gigantischen für das Flachland unglaublichen 38 Höhenmetern zuerst ein kleines 3er Duell. Später wurde daraus ein 2er Duell zwischen Moni und mir und nach 90 Minuten entschied der Sprint, den ich ganz knapp für mich entscheiden konnte, was hier aber auch nebensächlich ist. 


Das danach war mal wieder der Hammer, die Sonne lies uns lange, lange, lange aushalten und erst als keine Kronkorken mehr zu öffnen gab wurde der Heimweg angetreten. 


Der 9. WTC fand auswärts statt und der Startort wurde auf eine kleine Wiese bei Steinlah gelegt. Die Runde hier hat einen 3 Kilometer langen Waldweg bergan und einen 3,8 Kilometer langen Trail mit ständigen auf und ab mit einer kleinen Schussfahrt am Ende. 


Der Waldboden war wunderschön mit einem Blütenteppich bedeckt und der Trail machte mit dem Sonneneinfall zwischen den Bäumen einfach nur Spaß. Aber es galt diesmal 120 Minuten zu zirkeln und die ca. 140 Höhenmeter pro Runde wollten auch erst mal bewältigt sein. 


Zuerst fuhr ich mit Moni im Schlepptau, doch nach ca. 70 Minuten meldeten meine Beine einen Streik an und Moni fuhr mir davon. Es dauerte dann nicht lange und Martin und Marco schoben sich von hinten in Sichtweite. Martin musste ich ziehen lassen aber wenigstens konnte ich noch vor Marco nach 120 Minuten die Ziellinie queren. Die Beine waren danach wirklich schlapp, durften sie nach fast 1.000 Höhenmetern aber auch. 


Während ich diesmal für die Strecke zuständig war, war Marco für die kulinarische Verkostung verantwortlich. So kam es das wir nun auf einer kleinen Wiese, mit Salami, Käsespießen und Kuchen uns alle einen Sonnenbrand einfingen. 


Das WTC-Finale fand in Ilsede statt. Bei bestem Wetter trafen wir uns beim Streckenpate Frank R. und rollten zum Start. Auf dem flachen Rundkurs mit vielen engen Kurven war ständiges Antreten die größte Herausforderung. 


Moni setzte sich direkt an die Spitze und zog das Tempo an. Hinter ihr 4 Männer, Marco, Martin, Dirk und ich im Windschatten. Geschickt fädelt die Madam in einer Kurve den Wechsel an der Spitze ein, so bin ich plötzlich vorne im Wind. Doch mir reicht heute ein Platz direkt hinter Moni für den Gesamtsieg. So nehme ich Tempo raus und Moni ist wieder vorne. 


Moni zieht nun das Tempo für die nächsten Runden immer weiter an und hinter ihr sind nur noch verzweifelte Männergesichter zu sehen. Nach gut 50 Minuten fordert Moni uns auf auch mal vorne zu fahren und Marco setzt sofort zur Attacke an. Vorerst kann nur ich Marco folgen, Martin und Moni verlieren schnell an Boden und Dirk muss ganz abreißen lassen. 


Aber ich kann Marco vorne nicht unterstützen, ganz im Gegenteil ich ackere wie ein Bekloppter um überhaupt dran zu bleiben und plötzlich ist auch Moni mit Martin im Schlepptau wieder hinter uns. Den nächsten Sprint von Marco und Moni kann ich nicht folgen, aber immerhin kann ich mich von Martin absetzen. 


Am Ende zieht Moni nach über 90 Minuten auch noch an Marco vorbei und gewinnt das WTC-Finale und somit wahrscheinlich auch die Gesamtwertung. Lassen wir uns auf der großen Finalparty mal überraschen wie das Ergebnis im Detail aussieht. Jedenfalls freuen wir uns schon jetzt auf den nächsten WTC. 

Dessen erster Lauf startet diesmal in CZ auf den Trails des Singltrek pod Smrkem.

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