Freitag, 25. November 2016

Kapitel 8 - Indien - Wo sind wir denn nun überhaupt?



Blick auf den Alterswohnsitz des Dalai Lamas. (eines meiner Lieblingsbilder)


Unsere erste Nacht im Spiti Valley haben wir hinter uns. Doch wo genau sind wir hier eigentlich? Blickt man von oben in das vegetationslose Tal, sieht man nichts als den Fluss Spiti. Gespeist von den großen Gletschern, ist er die einzige Lebensader hier an diesem Sehnsuchtsort. Erst 1992 wurde das Tal überhaupt vom Militär freigegeben und noch heute kommt man nur mit einer Sondergenehmigung in diese Gegend. Aber selbst mit dieser Genehmigung der „Innerline Permit“ darf man das Tal und so manchen Berg nicht in Gänze erkunden.  

Indien und die Region Himachal Pradesh *Wikipedia



Tal ist aber irgendwie auch eine komische Bezeichnung, denn alles in diesem Wüsten-Tal liegt über 3.000 Metern. 

Das Spiti Valley liegt auf über 3.000 Meter, die begrenzenden Berge gehen weit über 6.000 Meter. *Googel Maps



Spiti bedeutet „das mittlere Land“ was so viel bedeutet wie das Land zwischen Indien und Tibet (China). Dieses Land, bzw. dieses Tal, ist von Norden nur 4 Monate im Jahr erreichbar. Die restliche Zeit ist der Weg durch Schnee und Eismassen blockiert. Aber auch die Südroute ist für viele Monate komplett geschlossen oder nur unter Lebensgefahr zu bewältigen. Das Gute an all diesen Umständen, das traditionelle Leben im Tal ist erhalten geblieben. 

So sieht es 4 Wochen nach unserem Besuch im Tal aus! 


Kein anderes Fleckchen Land ist in Indien so dünn besiedelt. Nur mal als Vergleich: In der Agglomeration Delhi leben ca. 12.000 Einwohner pro Quadratkilometer (Berlin ca. 4.000 E/km²), in gesamt Indien im Mittel ca. 360 Einwohner pro km² (Deutschland 200 E/km²) und hier im Tal sind es 2 Einwohner pro km² und davon lebt ein Großteil in den Zentren Kaza und Tabo. 

 
So groß ist eines der Zentren im Tal, Tabo. *Quelle googel maps


Die gut 30.000 Einwohner gehören zum Großteil dem tibetischen Buddhismus an und auch der Dalai Lama hat hier im Tal in einem Tempel seinen Alterswohnsitz. Wir haben in diesem Tempel sogar eine Nacht verbracht. Doch dazu im nächsten Kapitel mehr. Jedenfalls wird das Leben in so manchen kleinen Dörfern mit Tempelanlagen von den jeweiligen Lamas dominiert. 

Gigantische Gebetstrommeln stehen auf den Bergen.



Die Straßen werden derzeit mit großem Aufwand planiert und später auch asphaltiert. Wenn man diese Handarbeit vom Felsen Zertrümmern für Schotter bis Teer Kochen für den Aspahlt, sieht bzw. genießt man die asphaltierten Abschnitte noch viel mehr. Doch trotzdem wünscht man sich insgeheim, dass der Fortschritt in diesem Tal sich noch lange Zeit lässt.

Handwerkskunst

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