Dienstag, 18. Oktober 2016

Kapitel 1 - Indien - Flug nach Delhi



"We Wish You Good Health"..."With healthy delicious Indian sugars!"



Präambel


Nachdem ich Moni in Venedig aus dem Kajak heraus um ihre „Hand“ gebeten habe, wir im Harz eine 5-tägige Hochzeitsause gefeiert haben, stand nun unsere Hochzeitsreise in den Himalaya an. 


Kapitel 1 Flug nach Delhi


Endlich geht es los. Feierabend, ab ins Auto Richtung Süden zu meinen Eltern und von dort am nächsten Tag zum Flughafen nach Frankfurt. Ruckzuck sitzen wir um 15:00 Uhr im Flieger und düsen Richtung Dubai. Da es mein erster Flug überhaupt ist bin ich doch leicht aufgeregt, aber vollkommen umsonst. Fliegen ist sowas von unspektakulär, dass ich schon fast enttäuscht bin. 

Das neue Eheleben ist schön und die Rollen scheinen verteilt!

Mutti bringt uns zum Flughafen.

Auf geht`s!



Da ich aber gehört habe, dass es im Flieger viel zum Trinken geben soll, freue ich mich schon auf die Stewardess. Kaum steht diese neben uns, bestellt Moni ein Wasser und ich sage: „Einmal Bier und einmal Cola bitte.“ Und sofort fügt Moni hinterher, „Ach, das nehme ich auch!“. Doch die Dosen sind soooo klein, dass wir sofort eine weiter Bestellung auslösen und sicherheitshalber die Coladosenanzahl verdoppeln zum Mischen. Doch als die Stewardess dann meine Bestellung laut wiederholt versinkt Moni ganz tief im Sitz und ich ernte komische Blicke der anderen Fluggäste… 

GAAAAAANZ wichtiger Aufkleber im Flugzeug!

Bring uns mehr Baby...



„ Sir, you want 4 beer and 8 cans coke?“  (Der Herr möchte 4 Bier und 8 Dosen Cola?)


„Yes, and something to nibble please!” (Ja, und etwas zum knabbern bitte) und um dem Ganzen bissel Humor zu verpassen füge ich noch hinzu: „And maybe my wife would like to order something to drink!” (Vielleicht möchte meine Frau auch etwas zum Trinken bestellen!)

Für einen kurzen Moment verlor das übertrieben geschminkte Gesicht der Stewardess das Lächeln, doch das Makeup hielt die Mundwinkel am Ende oben. Unser Flug wurde mit einigen weiteren Lieferdiensten der Stewardess immer angenehmer und wir erreichten um kurz nach Mitternacht Ortszeit, Dubai. 

Dubai bei Nacht.

Über 4 Stunden Aufenthalt galt es nun bis 4:30 Uhr zu überbrücken, alle Liegesessel und Warteplätze waren jedoch belegt. So landeten wir in der Heineken Lounge, doch hier musste man regelmäßig etwas bestellen um sitzen, bzw. schlafen zu dürfen. So übernahm Moni das Schlafen und ich die regelmäßige Bestellung einer 650 ml Flasche Heineken! Es gibt schlimmere Arten die Zeit zu vertreiben, aber ich war doch ganz froh als wir endlich zum Boarding konnten und ich die richtige der 3 verschwommenen Flugzeugtüren vor mir wählte…

In der Heineken Lounge, mit Bulmers fingen wir an.
 
Da war Moni mal wieder kurz wach.
Unser gegenüber gab auf!


In Delhi angekommen verlassen wir morgens um kurz vor 7:00 Uhr das Flughafengebäude. Die Wand gegen die wir nun laufen ist unsichtbar, aber vorhanden. Die warme Luft, selbst um diese Uhrzeit mit Abgasgeschmack versehen lässt uns innerhalb von Sekunden den Schweiß am Rücken runterlaufen und die Geschmacksknospen zusammenziehen. Gefühlte hunderte Hände greifen nach unserem Gepäck und gefühlt doppelt so viele Gesichter schreien uns an „Taxi, Sir, Taxi!“ 

Neu-Delhi und übervoll, ach was!
 
Wir sind drin in Indien.

Wie bekommen wir die Taschen da rein?




Eine Frau, die im Flieger einige Reihen hinter uns saß schrie etwas in die Meute, und die Meute löste sich auf. Die nette Dame führte uns zum staatlichen Taxistand und sagte: „Hier werdet ihr weniger über den Tisch gezogen.“ So bezahlten wir 400 Rubien für die Fahrt quer durch Delhi zum Mandihaus, unserer Busstation. Wie wir später erfahren haben, haben andere Rennteilnehmer bis zu 1.500 Rubien mit den privaten Taxen bezahlt! 

Mit Schwung war die Antwort der Männer.


Am Mandihaus angekommen, konnten wir wirklich wie vorher von Ashish (Veranstalter des MTB-Rennens) versprochen unsere Radtaschen abstellen bis wir am Abend um 20:00 Uhr mit dem Nachtbus nach Shimla fahren würden. Nun stehen wir zwei verlorenen Seelen hier in der Großstadt, vor uns ein Straßenkreisel von der Größe eines Stadions und einer scheinbar unerreichbaren anderen Straßenseite zu Fuß. Wir kaufen uns am ersten Straßenstand 2 Flaschen Wasser und setzen uns erst mal auf eine Mauer um die Kulisse wirken zu lassen und im Urlaub anzukommen. 

Hier durften wir die Taschen für einen Tag abstellen.



Gerade als ich zum Trinken ansetzen möchte fragt Moni: „War deine Banderole noch dran?“, „Denn meine ist schon lose!“ Nee, meine war auch lose, nur hatte ich nicht darauf geachtet. Lose Banderolen bedeuten hier in Indien aber aufgefüllte Flaschen, mit welchem Wasser auch immer. Wir kippen das Wasser weg und während wir dies tun, werden wir mit Blicken bedacht, die alles über unsere Verschwendungsaktion sagen.  

Tuk Tuk`s



Vor uns hält ein Tuk-Tuk, der Fahrer springt raus, begrüßt uns freundlich und erklärt uns warum „meine Prinzessin“ (er meinte wohl Moni) nicht zu Fuß durch Delhi laufen dürfe. Natürlich sei er der einzige Tuk-Tuk-Fahrer, der uns wohlbehütet von A nach B bringen könne. Warum auch immer, der Kerle war uns sympathisch und wir stiegen ein. Der Roadtrip durch Delhi konnte beginnen…

Wir sind bereit für ein Erlebnis!



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