Samstag, 23. April 2016

Streckencheck Nachtschicht-Flowtrail-Rennen


Auf Trails durch den Urwald


Bescheuerte Welt. Da sagen wir „danke“ zu einem Mann, der uns gerade unseren kommenden Kurzurlaub etwas madisch gemacht hat.  

Olaf Nützsche (Rapiro Racing) postet nun seit Wochen Bilder wie er mit schwerem Gerät und tatkräftiger Unterstützung von Günther und einigen mehr im Bike Outdoor Park (BOP) irgendwelche Schneisen neben die Pumptracks in den Wald haut. Da wir aber beim nächsten großen Renn-Event am 21.05. auf dem BOP eh nicht da sind, verfolge ich den weiteren Umbau nur nebenbei. 

Walzen sorgen dafür das die Strecke bei jedem Wetter gefahren werden kann.

über 1.000 Tonnen Mineral sorgen später für Spaß


Irgendwann rappelt das Telefon und Olaf fragt, ob Moni und ich nicht mal die Strecke zum Nachtschichtrennen besichtigen wollen. „Warum eigentlich nicht?“ denken wir uns. Also Räder in den Bus und am Freitag zum Feierabend ab nach Bad Salzdetfurth in den BOP. 

Ohne Handarbeit geht aber nichts.


Vor Ort überreichen wir aber zuerst eine Werkzeugflasche, die beim Rennen „Fischteichhölle“ (KLICK) verloren ging. Denn die Peiner Eulen (RSC Wanderlust) ruhten nicht bis die Flasche gefunden und nun 6 Monate später auch wieder ihrem Besitzer übergeben wurde. 

Glücklicher Besitzer Günther


Meine und auch Monis Erwartung an die Strecke ist was den Flow-/Spaßfaktor angeht nicht sehr hoch. Denn wir kennen die hammer-anspruchsvollen Strecken (technisch wie auch höhenmetermäßig), die hier in Bad Salzdetfurth bei so manch einem Profi- und Amateurrennen im Wald abgesteckt wurden. Umso mehr bin ich erstaunt als Olaf etwas von ca. 7 Kilometern mit „nur“ 103 Höhenmetern erzählt. 

Der Bikepark ist für alle Radarten offen.

Wahnsinn was hier für Anlagen gebaut wurden.


Was man bei Olaf aber sofort merkt ist die Liebe und Hingabe zu dem Gelände auf dem wir uns nun befinden. So lässt er es sich auch nicht nehmen uns zuerst voller Stolz quer durch die Anlage zu führen. Wir sind erstaunt was sich hier seit unserem letzten Besuch alles verändert hat. 

Keine Panik, gehört nicht zur Rennstrecke.

Beeindruckend was die Jungs da fliegen.


Doch typisch Frau, ohne Auge für diese gigantische Spielwiese fragt Moni: „Und hier zwischen den Pumptracks und dem Hügel willst du 7 Kilometer Strecke abflattern? Heftig!“ Doch Olaf grinst nur, fordert mit einem Kopfnicken zum Nachfahren auf und sagt: „Ab zur Strecke“.

Wo kommen plötzlich diese Wege her.


Und wir haben hier einiges erwartet aber nicht, dass uns nun ein kleines Flowtrailstück präsentiert wird. Entlang des Hanges fahren wir über einen spaßigen immer leicht auf und ab gehenden Weg, bergauf. Der Weg schmal genug um ein Trailgefühl aufkommen zu lassen, aber auch breit genug zum lockeren Überholen. 

Die Strecke macht Laune.

Olaf erklärt das Wegekonzept.


Doch wenn man denkt es geht kaum besser, kommt die Abfahrt. Die Abfahrttrails sind alle doppelt angelegt. Bedeutet, sieht man einen vorsichtigeren Fahrer vor sich, wählt man einfach die parallel verlaufende andere Spur. So kann der schnellere Fahrer sein Tempo fahren und der vorsichtigere Fahrer fühlt sich nicht bedrängt. Super Idee. Und so sind alle Abfahrten mit Trails fürs Nachtschichtrennen angelegt. 

Genial, immer 2 Abfahrten parat.

So macht überholen Spaß.


Aber wir kommen auch an Abschnitte bei denen Moni und ich uns anschauen und denken: „Oje und hier sollen Einsteiger runter fahren?“ Doch Olaf sieht unseren Gesichtsausdruck, fragt uns nach einer ehrlichen Meinung und sagt dann: „Danke für das ehrliche Feedback, dann nehmen wir das Stück raus!“ 

Erst über die Brücke...

...dann drunter durch.


So fahren wir 2 Runden über die geplante Nachtschichtstrecke, reden über die eine oder andere Schikane sowie Kurve und finden, dass Olaf hier mit seinen Mädels und Jungs einen absolut geilen Flow-Rundkurs in den Wald gezaubert hat. 

Es gibt aber auch viele kleine Bäche und Teiche, richtig schön angelegt.

Moni fährt und fährt und grinst sich dabei einen.


Aber dann ist da ja noch der Rockgarden, Olafs Denkmal im Denkmal. Er zeigt uns die möglichen Umfahrungen, hört sich Monis und auch meine Argumentation „gegen“ den Rockgarden im Nachtschichtrennen an und beschließt kurzerhand, dann nehmen wir ihn beim Nachtrennen raus.

Beim Nachtschichtrennen ist er raus, dafür gibt es einen Flowschmaus drumrum.


Ganz klar, jetzt gibt es hier aus unserer Sicht eine richtig schöne Flowtrailrunde, an der sowohl Hobby- als auch Lizenzfahrer ihren Spaß haben werden. Wir ärgern uns an diesem Wochenende bereits im Urlaub zu sein. 

Soooo viele schöne Wege.

 
Richtung Start/Ziel

Es gibt keine wirklichen bösen Anstiege, genial.


Als wir dann noch hören was es an Futterbuden, DJ`s und Aktionen auf dem Eventgelände geben wird, hat Olaf uns unseren Urlaub doch ein bissel versaut! 

Spiderman kam auch irgendwo her.

Nachdem wir also nun wirklich Spaß auf einer schönen Runde hatten, fragt Olaf ob wir noch Zeit hätten und uns ein weiteres Projekt anschauen wollen. Was für eine Frage, natürlich möchten wir. 

Pumptrack auch probiert, macht ebenfalls Spaß.

Noch mehr Spaß macht uns aber das Fahren auf dem Rennparcour.


Was wir nun gezeigt bekommen ist wirklich der Hammer. Nach einer Auffahrt, die Moni und mir die Sprache verschlagen hat (was aber nicht schlimm war da Olaf die ganze Zeit geredet hat anscheinend ohne zu atmen), kommen wir nach nur 1,5 km mit 150 Höhenmetern an einem Aussichtsturm an. Hier oben auf der Welfenhöhe erklärt uns Olaf sein Trainingsrevier und den Verlauf des geplanten neuen zertifizierten Flowtrails. Wir kommen aus dem Staunen kaum raus und als er dann noch fragt, ob wir ihn mal fahren wollen, gibt es kein Halten mehr. 

Dort über den Bergrücken runter.

Die 3 von der Tankstelle.

Da hinten, siehst du den Turm, dort gibt es Kuchen für dich...


Was folgt ist eine geniale Abfahrt mit kurzen Hinweisen wie „Hier kommt der Tunnel unter der Straße durch hin“ oder „hier gibt es eine Jumpline“. Leider ist die Abfahrt viel zu schnell vorbei, doch wie sagt man immer so schön? Wenn es am Schönsten ist, sollte man aufhören. 

Gute Laune Wege.


Doch zurück zum Nachtschichtrennen welches auch der 3. Lauf der C4MTB ist, zur Anmeldung geht es hier – KLICK – und zur Ausschreibung hier - KLICK

Sehr schönes Plakat
Aber auch die Challenge wollen wir hier nicht vergessen.


Thema Anmeldung - Voranmeldungen sind wichtig damit Veranstalter planen können. Nach einem Blick auf die Teilnehmerliste, würde eine Frau zum jetzigen (23.04) Zeitpunkt 400,- € Preisgeld gewinnen! 



Wer an diesem Tag noch etwas mehr erleben möchte im BOP sollte mal –HIER– klicken.

Mehr Testrad geht kaum und dann auf dem Trail testen.


In ca. 2 Wochen wird die Strecke auch fertig beschildert sein. Moni und ich wollen dann die endgültige Strecke auch erneut abfahren. Gerne können wir dies dann auch mal zusammen machen. Noch dazu gibt es vorher die Möglichkeit die Strecke mit genialen Bikes zu testen am 7. bei den Rockymountain Demodays und am 08.05.2016 beim 3. biketime TestRide-Festival! 

Weitere Links – 

BOP – KLICK
C4MTB – KLICK
3. biketime TestRide-Festival - KLICK
Rocky Demoday - KLICK
Nachtschicht auf Facebook - KLICK 


Auch wenn Olaf eigentlich gebeten hat nicht darüber zu schreiben, so genießen wir hier, dass wir schreiben können was wir wollen in unserem Blog. 

Wer sich jetzt noch wundert warum beim Nachtschichtrennen trotz  Preisgeld für die schnellste Runde in Höhe von 2.000,- € bisher so wenig Top-Fahrer gemeldet sind, der muss mal versuchen die „Logik“ des BDR-Landesverbandes und des „Grafen“ Köhn zu verstehen. Da ein Hobbyfahrer theoretisch ebenfalls die 2.000,- € gewinnen könnte (bei den Frauen etwas weniger), laut Statuten ein Hobbyfahrer aber nicht mehr Preisgeld wie ein Lizenzfahrer bekommen darf, weigert sich derzeit der Landesverband das Rennen offiziell auszuschreiben. Dass die Stadt, das Orga-Team aber trotzdem daran festhält, zeigt wie wichtig ihnen hier der sogenannte Hobbybereich ist, scheinbar aber nicht dem BDR! Wirklich schade, dass ein BDR nicht die Bedeutung und Wichtigkeit eines breiten Fundamentes versteht.

Kommentare:

  1. Ihr seid der Knaller, Olaf ist der Böller und BOP mit der Nachtschicht ein Feuerwerk.

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  2. Dem BDR ist doch überhaupt nicht mehr zu helfen. Bei den Endurorennen in 2015 musste man immer als Lizenzer damit rechnen Probleme in Form von Sperren zu bekommen, da die Veranstaltungen nicht gemeldet waren. Jetzt versuchen Veranstalter zu melden bekommen aber keine Freigabe, weil die Ausschreibungen/Veranstaltungen nicht BDR konform seien.
    Was diesen Altherrenverein antreibt, dass wissen die Mitglieder des selbigen wohl auch nur vage ...

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