Montag, 22. Juni 2015

Velo Challenge Hannover 2015




der neutrale Start Bild: Michel Sievers


Velo Challenge Hannover 2015 - Rund um den Lindener Berg


Moni und ich wollten schon immer mal bei einem Rennradrennen über eine lange Distanz starten, doch irgendwie hat es nie gepasst. So haben wir uns überlegt mal bei der Velo-Challenge in Hannover auf der Langstrecke zu starten. Nun wollte es der Zufall, dass die Firma Biketime aus Hannover für ein Fun-Team, das die Firmenfarben vertritt, Fahrer gesucht hat. Noch dazu hätte man für sehr kleines Geld einen Top-Renner der Marken Trek oder BMC unter den Hintern nehmen dürfen. Also haben Moni und ich uns beworben und wurden auch auserwählt. Doch leider hat nun der Veranstalter verkünden müssen, dass die große Rundfahrt aus Genehmigungsgründen diesmal nicht stattfinden würde und stattdessen auf einem 2 Kilometer „langen“ Innenstadt-Rundkurs 30 Runden mit jeweils 31 Höhenmeter zu absolvieren sind. 

Proberunde auf der "kleinen" Straße


Da dies nun eine gänzlich andere Rennsituation darstellt, haben viele Teilnehmer ihre Teilnahme abgesagt. Die Risiken auf einem solchen Kurs sind eben doch andere als auf einer großen Rundfahrt. So haben leider auch viele Teilnehmer der Gewinnaktion bei Biktetime abgesagt und auch Biketime selbst hat aufgrund des erhöhten Risikos keine Testräder für das Rennen freigegeben. Was allerdings auch mehr als verständlich ist. Aber dass nun alle von diesem erhöhten Risiko erzählten, führte auch nicht gerade zur Beruhigung von Moni und mir. Denn obwohl wir schon so viele Rennen absolviert haben, ist ein Runden-Rennradrennen doch etwas komplett anderes. Noch dazu wenn es zum ersten Mal ist.

v.l. Axel, Fabi und Moni

irgendwie machen die Trikots schlank


Nun gut, es wurde Sonntag und wir fuhren nach Hannover-Linden um 30 Mal den Lindener „Berg“ zu erklimmen. Vor Ort treffen wir auf das Bike-Time-Team, und diese strahlen eine Ruhe und Gelassenheit aus, die auch sofort auf uns wirkt. Nach einem netten Plausch bekamen wir die Startunterlagen und auch ein schönes Trikot. „Leider“ fährt Moni noch ein schickes „Trek Silque“ probe, ich erahne an ihrem Grinsen schon das nächste Loch in der Haushaltskasse…

Florian beim Zielsprint Bild: Michel Sievers


Insgesamt sind wir "nur" noch 4 Fahrer für Biketime:  Moni, Florian, Daniel und ich. Vom Biketime-Team gibt es noch einige Tipps zum Verhalten auf der Strecke und schon rollen wir geschlossen in den Startbereich. 

Daniel erkämpft sich einen 4. Platz Bild: Michel Sievers


Der Veranstalter beschreibt seine Strecke so: „Der Rundkurs gliedert sich in eine ca. 400 Meter lange Abfahrt mit anschließender Rechtskurve, die auf eine große vierspurige Straße führt. Der Kurvenbereich ist gut asphaltiert. Dennoch muss vor der Kurve gebremst werden. Diese Kurve ist aus unserer Sicht als Gefahrenstelle gekennzeichnet. Danach geht es einen Kilometer auf gerader Strecke auf einer vierspurigen Straße. Nach einer weiteren Rechtskurve zieht sich eine Steigung über 400 Meter nach oben. Die Steigung verläuft auf den ersten 200 Metern moderat und geht dann in eine ca. 50 Meter lange steilere Passage über, um dann wieder flach zu verlaufen. Insgesamt kommen so pro Runde 31 Höhenmeter zusammen. Im oberen Teil der Steigung besteht der Straßenbelag aus Verbundsteinen. Diese sind aber sehr gut verlegt, so dass sich die Straße sehr gut fahren lässt.“

Moni macht in der Innenkurve attacke Bild: Michel Sievers

Rennen aus Sicht von Frank:


Das Fahrerfeld wird neutralisiert bis zur ewig breiten vierspurigen Straße gebracht. Irgendwie schon geil eine so breite Straße nur für sich zum Radeln zu haben. Nach dem Start geht alles sehr schnell, die anderen brettern mit einem abartigen Tempo los, ich suche ein passendes Hinterrad und bin erstaunt wie easy man im Windschatten eines Fahrerfeldes rollen kann ohne wirklich treten zu müssen. So etwas kenne ich vom Mountainbiken nicht in dieser Extremen. Ganz vorne lösen sich 3 Fahrer und dahinter macht sich eine 8-köpfige Verfolgergruppe  an die Arbeit. Ich denke mir warum nicht, setze zu einem Zwischensprint an und hänge an der Verfolgergruppe. 

Lutschen an Daniels Hinterrad Bild: Michel Sievers


Der kleine Anstieg ist leider zu groß um einfach über ihn hinweg zu drücken, doch ich bleibe an der Gruppe dran. Dann die erste Abfahrt und was ist das? Der etwas schlechtere Straßenzustand veranlasst einige zu einer sehr vorsichtigen Fahrweise. Scheinbar zahlen sich hier nun die Mountainbikegene aus. Also ab runter, innerhalb der Gruppe einige Plätze gut gemacht, um die Kurve und ab wieder an ein Hinterrad. Die 3 Jungs vor mir unter anderem Stefan vom Trengateam und Daniel vom biketime-Team geben richtig Gas. Ich muss grinsen denn im Windschatten kann ich hier einfach mitrollen. 

immer im Windschatten... Bild: Michel Sievers


 So geht es für mich die nächsten Runden immer schön am Hinterrad weiter bis wir nur noch zu 3. sind. Stefan, Daniel und ich als Verfolger der 3 Spitzenreiter, cool denke ich mir, das läuft ja. Plötzlich ziehen Stefan und Daniel etwas zur Seite und fordern mich auf auch mal im Wind zu fahren, und schlagartig knallt unsere Geschwindigkeit 3-4 km/h runter. Das ist beiden zu langsam und sie übernehmen wieder, allerdings mitschleppen wollen sie mich auch nicht. Den ersten Angriff am Berg kann ich noch mitgehen, doch in der 10. Runde muss ich beide ziehen lassen. 

yeaha Powermoni Bild: Michel Sievers


Alleine dauert es nicht lange und die nächste Verfolgergruppe kommt von hinten angesaust. Somit fahre ich nun in der Verfolgergruppe der Verfolger…

am Berg, natürlich am Hinterrad... Bild: Michel Sievers


Doch auch hier gibt es ständige Tempoverschärfungen und eine 3er-Gruppe löst sich nach vorne raus und zieht davon. Nun fahre ich also irgendwo um Platz 10 und beschließe für diesen Top-Ten-Platz auch zu kämpfen. Ca. in Runde 23 werde ich von dem Top-Fahrer überrundet und schaue auf der Geraden nach hinten und sehe die 2 Verfolger mit Vollgas näher kommen. Ich nehme mir ein Herz und versuche mich hinten dran zu hängen und schaffe es auch. 

Moni hängt sich bei Florian ans Hinterrad, da staunt der Kollege in Gelb! Bild: Michel Sievers


Mit 2 solchen Turbos im Wind geht es nun ab und wir ziehen an vielen Fahrern vorbei ohne dass sie sich an den Zug anhängen können. So geht es für mich Platz um Platz vor, erst der Fahrer auf Platz 6 schafft es sich mit an den Konvoi zu hängen. Die Glocke der letzten Runde setzt bei den 2 Jungs vorne im Wind aber Hulk-mäßige Kräfte frei und ziehen davon. Ich biege mit dem anderen Fahrer nun parallel in die letzte Kurve ein und ein letztes Mal auf den Anstieg zu. Er setzt zum Zielsprint an und ich hinterher, doch er nimmt mir Zentimeter für Zentimeter ab. Egal, Platz 7 Gesamt ist megageil. Moni als einzige Frau im Fahrerfeld hält mit vielen Männern mit und wäre hier um Platz 20 im Männerfeld gelandet, also auch saugut.

Auf dem Podest war Moni dann doch nicht die einzige weibliche Teilnehmerin

 
Hinterräder, i love Hinterräder...


Insgesamt hat uns diese Art von Rennen sehr gut gefallen und wir können uns nur bei dem Veranstalter bedanken. Für die schönen Bilder und die Erlaubnis diese für den Blog verwenden zu dürfen ein dickes Danke an Michel Sievers. Auch in Richtung Biketime-Team bleibt „nur“ ein dickes Danke für die nette Betreuung, die schönen Gespräche und die Möglichkeit dieses Event zu erleben. 

Erbsensuppe und Pilzpfanne....yeaha

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