Donnerstag, 22. August 2013

Vaude Trans Schwarzwald 2013



Die Orga gibt alles um die Fahrt Abwechslungsreich zu gestalten!

Vaude Trans Schwarzwald 2013

Bild 1 - Handy vor dem Ziel raus

Bild 2 - anhalten

Bild 3 - Handy auspacken



Bild 4 - Bild vom Ziel gemacht
Bild 5 - Ins Ziel rollen

Nach der Beskidy-Trophy hatte ich Gefallen an Etappenrennen bekommen und so kam die Vaude Trans Schwarzwald in meine engere Auswahl. Als dann noch Christian Ochsen sagte er wäre dabei, haben wir nicht lange rumgemacht sondern gebucht. 

Taschenausgabe

Im Schwarzwald angekommen bzw. in Bad Wildbad haben wir unsere Akkreditierungsunterlagen abgeholt. Kaum dass wir die große Tasche in der Hand hatten, haben wir sie draußen auf dem Rasen erst mal ausgeleert.  Drin befand sich ein schönes Trikot, diverses Energiegelumpe und ein „Technikal Guide“. Dieser sollte ab sofort meine Klolektüre Nummer Eins werden. Bei jeder Gewichtstunningrunde auf dem heiligen Dom wurde in dem Heftchen rumgeblättert. Auf den ersten Seiten wurden Handynummern, Ansprechpartner und vieles mehr benannt. Selbst die Aufteilung der Verpflegungsstände wurde sachlich dargestellt. Auf den weiteren Seiten gab es dann Streckenprofile, Zeittabellen und Infos über die Ziel-/Startorte. 

Sollte man dann trotzdem noch Fragen haben, so wurde einem immer geholfen. Ich hatte nie das Gefühl, dass ein Orgamitglied genervt war, sondern die Frage oder das Problem des Fragenden ernstgenommen wurde und sich sofort darum gekümmert wurde. 
Schöne Trails, wechselten sich mit Tempogebolzestrecken ab.

Insgesamt habe ich auch nur 2 Kritikpunkte an der gesamten Veranstaltung und diese betreffen auch nur das Hotelpacket. 1. Die Fahrzeiten zu den Hotels und 2. das Hotel am dritten Tag war eine 20 Euro Kaschemme. (Anscheinend wegen einer Fehlbelegung des Ursprungshotels) Aber hier wurde uns eine Entschädigung zugesagt, mal schauen ob sich hier auch nach der Veranstaltung noch jemand meldet.

Ab in die Schweiz, die Taschen voller Geld ;-)

Ich beschreibe den dritten Abend mal so…: Nach 20 Minuten Fahrt zum Hotel Stern erfahren wir dort, dass wir wegen Fehlbuchungen in ein anderes Hotel gebracht werden sollen. Nach 15 Minuten Warten werden wir dann in einen Shuttelbus verfrachtet und weitere 20 Minuten später an einem anderen Hotel abgeladen. Der Hoteleingang ist zu, ein Zettel verrät uns wir sollen um die Ecke zum nächsten Eingang gehen. Ecke eins war dann die Falsche, also zurück zur anderen Ecke. Hier finden wir einen Zettel mit der Aufschrift wir sollen den Hinterhofeingang benutzen. Bevor die Schnitzeljagd dann ganz ausartete kam ein Wirtsherr mit vollem Mund und zeigte uns die „Übernachtungsstallungen“. Rein ins Zimmer, über das Kinderbett wundern, das den ganzen Raum ausfüllte, Taschen übereinander stapeln, denn mehr Platz gab es nicht. Ich schnappe mir meine Gewichtstunninglektüre, gehe vorwärts in den Wasch- und Wc – Raum, gehe rückwärts wieder raus, drehe mich um (was ich in dem kleinen Raum nicht kann) und parke mich rückwärts wieder ein auf der Schüssel. Danach ging es mit mehrfachen Umsteigen wieder zum Eventgelände und Abendessen und dann wieder zurück. Natürlich hatten wir die Fenster zum Lüften offen gelassen, was allerdings die Fliegen vom Stall gegenüber in Heerscharren als Einladung verstanden haben. Nachdem wir dann ein Massaker angerichtet haben, versuchten wir zu schlafen, was uns um ca. 22:30 Uhr auch gelang. Pünktlich 23:00 Uhr  durften wir aber den Kirchturmglocken zuhören wie sie fröhlich die Stille der Nacht ankündigten. Um 0:30 Uhr hatten die Kühe wohl Langeweile und kündigten uns dies mit lauten Muhhhhh auch mit. Ach das Landleben ist doch schön!!!

Frau "Schumacher" und Frau "Vettel"

Nun aber genug von dem Hotel mit dem singenden Wirt bekannt aus Funk und Fernsehen, den wir den Rest des Abends belauschen durften… es geht hier ja um ein Rennen. Wie jeden Morgen bei diesem Etappenrennen, stand nun eine der härtesten Prüfungen des Tages an. Eine Fahrt mit Frau „Vettel“ oder Frau „Schumacher“, beide verstanden es perfekt mit ihrer Fahrkunst die Männer im Shuttelbus zum Schweigen zu bringen. Eigentlich könnte Herr Sauser für diese Abenteuerfahrten quer durch den Schwarzwald eine Extragebühr erheben.  Glaubt mir, wer einmal von Frau „Vettel“ von Schonach zum Schlosshotel in Hornberg gefahren wurde, verzichtet freiwillig aufs Abendessen. Und umso mehr wir Männer uns an den Haltegriffen des Busses verkrampften, umso breiter wurde das Grinsen von Frau „Vettel“. Hier bekam die Aussage: „Nach dem Rennen ist vor dem Rennen“ eine ganz neue Bedeutung! Nein, nun im Ernst, vielen Dank für die dauerhafte gute Laune aller Shuttelfahrer. Alleine ihr genügt mir als Grund die VTS mal wieder zu besuchen.

Auch vor dem Rennen gab es schon Getränke

Nun aber mal zurück zum Rennen, welches ich zwischen den Verpflegungsständen ja auch gefahren bin. An jedem Startort gab es vor den Startblöcken ein Xenofit-Getränke-Stand, hier konnte sich jeder die Flaschen für die kommende Etappe füllen. Okay, wollen wir mal etwas genauer sein, es gab Xenofit-Pulver und edles Bad Dürrheimer Mineralwasser. An den Verpflegungsständen auf der Strecke, standen Helfer und haben Flaschen bereitgehalten.  Vorne  mit Wasser, dann mit Xenofit „Gelb“ und an dritter Stelle mit Xenofit „Rot“ befüllt.  Wer mal angehalten hat, konnte auch Cola oder Apfelsaftschorle bekommen. Zum Futtern gab es immer leckeren Kuchen, Brötchen und Obst. Ein Grund warum ich bei der 2. Etappe alles gegeben habe ist der, dass ich Angst hatte, im Zielbereich könnte der leckere Mohn-Streusel-Zopf-Kuchen ausgehen. Nachdem ich mich im Ziel von der Orga beruhigen ließ, dass diese Massen an Mohn-Streusel-Zopf-Kuchen auch für die folgenden Tage bereit stehen sollten, konnte ich alle kommenden Etappen etwas gelassener angehen. Noch zu erwähnen sind die leckeren mit Käse gefüllten Brötchen, die es im Ziel gab.

Heldenfahrzeug

Okay, jetzt bin ich wieder vom Thema Rennen abgekommen aber ohne Mampf kein Kampf! Und wo sportlich gekämpft wird, gibt es zumindest im MTB-Sport auch mal Verletzungen. Doch hier hatte ich wirklich keine Bedenken bzgl. der Hilfe am Streckenrand. 
Auch bei mir durfte die Bergwacht ran - Fingernagelbruch

- Bissel Tapete ab

- aber glücklich

Die Mädels und Jungs der Bergwacht waren mit Herz und Seele bei der Sache und das mussten sie auch. 22 Velohelden mussten zumindest kurzfristig geborgen und ins Krankenhaus gebracht werden und insgesamt durfte die Bergwacht über 200-mal bei diesem Rennen ihr Können unter Beweis stellen. Klickt mal hier auf den Video-Link und ihr könnt die wahren Helden eines MTB-Rennens bei ihrer Arbeit sehen. 

Hier konnte ich mir sogar Waffeln frisch backen.

Bevor ich nun aber wirklich zum Thema Renngeschehen komme bleibe ich noch kurz bei dem Thema „Mampf“. Das Frühstück in den Hotels war immer super und mir hingen bis zum Schluss die Pastaabende nicht zum Halse raus. 

"Happa happa - Pasta-Abend"

Die Pastasoßen, die einem hier geboten wurden, hatten aus meiner Sicht „Landfrauenküchen“-Niveau (dies ist für mich die höchste Kunst der Küchenkultur) und waren alles andere als Massenware. Einmal gab es Lasagne, ich hätte darin Baden können so lecker war diese.

Der Taschentransport war perfekt Organisiert

Zusammengefasst, die Orga hat gepasst und zwar von vorne bis hinten und aus meiner Sicht war die Veranstaltung jeden Cent der Startgebühr wert. Und wenn wir dabei sind hier mal noch einige Randinfos was für das Startgeld so bewegt wurde: Neben den 75 Fahrzeugen der Orga, gab es pro Etappenort auch noch eine Armee an freiwilligen und ehrenamtlichen Helfern. Diese schenkten unter anderem 25.000 Liter Bad Dürrheimer Mineralwasser und andere Getränke aus. 
Lecker!

Schnippelten Unmengen an Bananen, ca. 7.500 Scheiben Mohn und Hefe-Zopf, schmierten ~5.000 Frischkäsebrötchen, servierten ~2.500 Schinkenhörnchen und stopften über 8.000 Gels und Riegel von Xenofit in die Starttaschen. Ich hab keine Ahnung wie viele Getränkeflaschen es wirklich waren, aber wenn ich pro Stand 2 Flaschen pro Fahrer rechne, gab es jeden Tag ca. 2.000 Trinkflaschen die befüllt, eingesammelt und wieder gereinigt werden wollten. Hm, langsam mach ich mir Gedanken, das ich mehr über das Drum rum schreibe wie über das Rennen. Also nun zu meinem Rennen.

Immer hinter Sara, auch im Ziel!

Der Start erfolgte in Bad Wildbad, insgesamt waren die Strecken technisch eher weniger anspruchsvoll. Der Anspruch kam über die Geschwindigkeit bei den einzelnen Etappen, und auf jeder Etappe habe ich am Anfang Plätze gut gemacht um am Ende von fast immer den gleichen Bikern wieder eingeholt zu werden. Ab dem 3. Tag habe ich mich immer öfters an das Hinterrad von Sara und Peter gehängt. Am 5. Tag habe ich dann auf das „hopp Sara, hopp“ von Peter schon mehr reagiert als Sara. Gerne hätte ich für die 2 auch mal im Wind geackert, doch ich hatte alle Mühe um überhaupt dran zu bleiben. 
Jump

Am letzten Berg ließen die 2 mich dann auch wieder ganz locker stehen. Überhaupt hatte ich am Feldberg einen radikalen Einbruch und erst als ich hörte, dass es oben im Ziel 400 Liter kostenloses Finisher-Bier gibt, kam wieder richtig Leben in meine Beine. Insgesamt haben mir die 430 Kilometer mit knappen 10.000 Höhenmetern richtig Spaß gemacht, einzig auf der 4. Etappe mit 115 Kilometer und etwas über 2.000 Höhenmetern hatte ich kurzzeitig an meinem Verstand gezweifelt, mir dies freiwillig anzutun.

Schöne kleine Wege durch den Schwarzwald

Unterwegs habe ich auch immer wieder mal Christoph G. vom Team Tretlager aus Salzgitter-Bad gesehen und am letzten Tag sogar nur von hinten. Sollte ich in „diesem Alter“ noch ein solches Etappenrennen fahren können, dann habe ich alles richtig gemacht. 

Chrisitan, Pummel, Marcell, Christian, Frank, Torben

Insgesamt habe ich bei diesem Rennen wirklich viele nette Leute kennen gelernt. Ob Marcell, Christian, Torben oder die Holländischen Rennopas (waren immer vor mir). Es war schön immer irgendwo jemanden zu haben um „anzukommen“, ihr habt Moni gut vertreten!

Auch hatte ich bisher noch nie einen so netten, besonnen Zimmernachbarn.
Danke für die schönen Tage Christian O., gerne jederzeit wieder.

Ach ja, ich wurde 145. und bin damit mehr als zufrieden vor allem wenn man bedenkt, dass ich ja immer den „Faul“-Bär PummelOnTour mitschleppen musste.

Am 31.08.2013 um 18:00 Uhr bei Sport 1 gibt es eine 1 Stündige Reportage


Kurioses am Rande der Strecke! Der Doppelklo!

Ein Aufblasbares Wehr
RSG - KLAUS und MTB-Eule Frank

Trinken ist wichtig !

Pummel flirtet mit Elisabeth Brandau

Pummel ruht sich bei Milena Landtwing aus
PS. : PummelOnTour ist dieses Jahr so gut wie ausgebucht. Derzeit befindet er sich auf dem Weg nach Thailand!

Kommentare:

  1. Super Bericht, wie eigentlich immer :-)
    Hat echt sehr viel Spaß gemacht mit dir. Vieles erlebt, riesen Glück mit dem Wetter gehabt und echt schöne Rennen gefahren. Gerne wieder ;)

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  2. Das Doppelklo ist schon krass! :-D Schöner Blog!

    Gruß Mr. Flatlift

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    1. Na Sascha, schon wieder eine neue Idee durch das Doppelklo?

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  3. ganz ganz toller bericht und wie wir am sonntag schon darüber gesprochen haben, du hast mich ganz schön neugierig für 2014 gemacht.

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    1. 2014...wir haben Mitte 2013 und selbst Moni fragt schon was wir 2014 machen. Ich denke Beskidy ist gesetzt, eine lange Reiseradtour wird es hoffentlich geben, mindestens ein Rennen in Belgien und evtl. Cristalp Langstrecken Versuch. Ein Start bei der Trans Schwarzwald wird kurzfristig bei einem herzhaften Stück Mohnzopf entschieden :-)
      Die Crossersaison werden wir noch verschieben, da wir uns hier wohl lieber vernünftige Reiseräder zulegen werden anstatt Crosser.

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