Samstag, 9. März 2013

Grand Raid 2012 - Rückblick Pummel




Rückblick von Pummel

Grand Raid 2012 – die pure Kuscheltierquälerei!!!

Von Pummel onTour:

„Och nee,“ denk ich mir „nicht schon wieder Rad fahren. Immer dieser Dreck im Gesicht. Ich will lieber wieder auf eine Kreuzfahrt!“. Doch alle Proteste bringen nichts, ich lande wie immer im Auto auf der Mittelkonsole zwischen Moni und Frank. Zu meiner Überraschung fahren die beiden diesmal nicht Richtung Harz, sondern in den Süden. Na, das kann ja doch mal was anderes werden. 
Sonnenuntergang im schönen Wonnegau

Nach einer gefühlten Ewigkeit biegen wir von der Autobahn ab und halten in einem Dorf namens Kriegsheim. Kaum angekommen werde ich geknuddelt und gedrückt und muss mit den Einheimischen Bier und Schierker Feuerstein trinken. Einer der Einheimischen scheint der Papa von meiner Mama zu sein, hoffentlich geht mir der Pelz im Alter nicht so aus wie den Beiden!

Einheimische... in dem Dorf Kriegsheim

Mitten in der Nacht (4:30 Uhr) werde ich geweckt und von einem Pelztier beschnuppert, „Kollege, du kannst froh sein das ich noch müde bin und noch immer einen sitzen habe…“
Hicks, lass mich schlafen...

Ich schlafe im Auto wieder ein und Träume von den schönen Wäldern und Bergen, Seen mit viel Fisch und leider träume  ich auch immer wieder von der „Kuscheltierquälerei“ in Benneckenstein. 

Meine Freunde warten auf ihre Befreiung

Nur gut, dass ich in meinem Traum alle befreit habe und an die Rad fahrenden Kinder verteilt habe. Ich träume von einem verschlafenen Ort mit lauter Mountainbikern in den Bergen. 
 
Heremance um 5:00 Uhr, Stimmung unbezahlbar

Ich träume von den Frauen, die stehen bleiben und mir den Pelz kraulen. Ich träume von einem abartigen Abhang, den wir gerade runterfahren und, und äh was ist das?…bin ich wach, ist das gar kein Traum? AHHHHHHHH Hilfe,….ich werde gerüttelt und geschüttelt, der Schotter fliegt mir ins Geischt. Staub überall Staub. Wir fahren an Bikern vorbei und andere kommen mit bösem Blick und überholen uns. 



Irgendwo in den Bergen bei Evolene

Ich will nicht hier hinten in der Tasche stecken, ich will sehen was auf uns zu kommt. Wieso fahren wir nun noch höher? Hallo Frank, wie hoch willst du noch? Hubschrauber kreisen über uns und machen Bilder. 
Filmcrew des Grand Raid

Danke für den Wind mit „kaum“ Staub… Wir kommen in einen Ort (la Vielle) mit 3 Hütten auf 2400 Meter über dem Meer. Der Film "Das große Fressen" hätte auch hier gedreht werden können.


La Vielle, letzte Verpflegungsstelle vor dem Pass
Die Tischform erinnert sehr an einen Schweinetrog und irgendwie benehmen sich hier auch sehr viele entsprechend. Der Veranstalter hat diese Tischform wohl mit jahrelanger Erfahrung entwickelt. 
Der Trog!!!

Weiter geht es nun über eine Almwiese auf eine steile Bergflanke zu.  
Hier sieht der Pass wirklich noch Harmlos aus

Da soll es hochgehen? Quatsch! Frank was ist los? Warum steigst du vom Bike ab? Los, quäl dich mal! „Fauler Sack“ denk ich mir, jetzt schiebt und trägt er das Bike.


weiter, immer weiter

Langsam aber sicher wird mir angst und bang mit dem Blick aus meiner Rückentasche in den Abgrund. Oh oh Frank. Halt dich bloß gut fest. Viele Leute stehen hier mit Kuhglocken und schreien aus irgendwelchen Gründen Frank mitten ins Gesicht „Alléz alléz Frank, alléz alléz".
fast oben auf 2.800 Meter
 
Ich denk mir nur „Kerle, halt dich gut fest. Ja nicht abrutschen.“. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen wir an einem Schild mit der Aufschrift „Pas de Lona“ vorbei. Hier oben ist wohl das Bärenparadies. Blauer Himmel, weite Wiesen an schönen blauen Seen. 
ohne weitere Worte
He Frank, komm lass uns hier mal Pause machen. Nein, nicht wieder aufsteigen, och nö… Und weiter geht es.


12 Kilometer Abfahrt

Was nun kommt kann ich nicht beschreiben, es geht viele Kilometer über brutale Steintrails, durch Flüsse an kreischenden Menschen vorbei. 
Flussquerung in der Abfahrt

Haben die alle Angst vor Bären? Ich sehe wie die Satteltasche von Frank abfällt, aber er fährt weiter. Na, er hat es aber eilig. Wir fahren an vielen Bikern vorbei, die uns am Berg überholt haben, tja da staunen die Männer wenn sie einen Bären sehen.
Waschstation im Zielort Grimenz

Irgendwann ist das ganze Gerüttel und Geschüttel vorbei. Wir fahren mit dem Bus zu unserem Zelt und gehen erst mal den Staub abwaschen.  

Badesee am Campingplatz

Auf dem Rückweg machen wir wieder halt in diesem Kriegsheim, diesmal schnappe ich mir dieses Katzenvieh und lass mich überall hinbringen.


Mein Tiertaxi!!!
 Zu meiner Überraschung ist Benjamin ein ganz lieber und wir „Chillen“ später noch ein bissel zusammen ab.
 
Beim Chillen fragt mich Benjamin ob ich eine Ahnung hätte warum die Menschen ihn manchmal Adolf nennen. Ich sag nur; „Nö, der Schnurrbart steht dir aber gut!“

Doch leider geht auch der Tag vorbei und wir fahren weiter nach Peine. Na immerhin habe ich meine Ruhe und kann mich in meinem Körbchen ausruhen. 
In meinen Träumen höre ich nur wie Frank zu Moni sagt, „Nächstes Wochenende nach Schierke zum Endurothon?“ Ach egal, das überlebe ich auch noch und dann geht es ab nach China!!!!


So durfte ich den Grand Raid erleben

Euer Pummel

Ein kleiner aber doch sehr wichtiger Nachtrag!!!

Ein guter Freund musste leider am 19.02.2013 gehen, Scheiß Tumore. Doch ich trauere nicht, ich freue mich das er es scheinbar ohne Schmerzen hinter sich hat. Doch vermissen werde ich ihn und seine zutrauliche Art.
Benjamin

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